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26.02.2015

Distanz: FEI streicht arabische Rennen aus dem offiziellen Kalender

Anlässlich der jüngsten Vorkommnisse bei Distanzrennen in Abu Dhabi und Dubai, bei denen es zum wiederholten Male zu Todesopfern unter den Pferden und klaren Regelverstößen gegen bestehendes FEI-Reglement gekommen war, reagiert der Weltreiterverband jetzt mit einer deutlichen Geste.

Anlässlich der jüngsten Vorkommnisse bei Distanzrennen in Abu Dhabi und Dubai streicht der Weltreiterverband FEI die die verbleibenden internationalen Renntermine in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus dem offiziellen Turnierkalender. © Tomas Holcbecher
Anlässlich der jüngsten Vorkommnisse bei Distanzrennen in Abu Dhabi und Dubai streicht der Weltreiterverband FEI die die verbleibenden internationalen Renntermine in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus dem offiziellen Turnierkalender.
© Tomas Holcbecher
Im ersten Meeting des neuen Vorstandes unter der Leitung von Präsident Ingmar de Vos wurde beschlossen, die zwei verbleibenden internationalen Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus dem Turnierkalender der FEI zu streichen. Es sei eine Notmaßnahme zum Schutz der Pferde und zur Wahrung der Integrität der FEI und des Reglements bei Veranstaltungen des Weltreiterverbandes.
 
Diesem Schritt, der durch Artikel 112 der FEI-Statuten gedeckt ist, ging eine Aufforderung des FEI Büros voraus, sich dringend mit den Fragen rund um Pferdewohl und Regelverstöße zu befassen und entsprechende Ermittlungen einzuleiten. „Wir haben diese Themen zur obersten Priorität gemacht und werden dem FEI Büro unsere Empfehlungen so rasch wie möglich zur dringenden Berücksichtigung vorlegen", heißt es in einer Pressemeldung der FEI.

Erst im August vergangenen Jahres hatte die FEI das Reglement im Distanzsport angepasst, nachdem man aufgrund zahlreicher toter Pferde, Dopingvergehen und Regelverstöße massiv unter Druck geraten war. Diese Änderungen beinhalten neben zusätzlichen Anti-Doping-Tests, der Aufzeichnung und Auswertung von Unfällen und verlängerten Ruhepausen auch, dass Reiter, Trainer und Offizielle bei Regelverstößen vermehrt zur Verantwortung gezogen werden können als das zuvor der Fall war.

Inwieweit dieser erste – vergleichsweise drastische – Schritt Auswirkungen auf das mitunter völlig inakzeptable Gebaren von Distanzreitern vornehmlich aus dem arabischen Raum haben wird, wird die Zukunft weisen. Zumindest zeigt die FEI mit dieser Maßnahme, dass sie beweglicher ist, als ihr manch einer vielleicht zugetraut hätte.
 
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