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07.02.2014

Distanzreiten: Schweizer orten Manipulation bei FEI-Datenauswertung

Im Vorfeld der Endurance-Konferenz vom 9. Februar zeigt sich der Schweizerische Verband für Pferdesport besorgt über die Qualität der Daten, die als Grundlage für die anstehenden Gespräche dienen sollen. Nicht bzw. mehrfach berücksichtigte Antworten würden das Ergebnis stark verfälschen, so die Befürchtungen.

Bei der Endurance-Konferenz am 9. Februar will man einen Maßnahmenkatalog ausarbeiten, der rasche Hilfe für den krisengebeutelten Distanzsport bringen soll. © Gilly Wheeler / FEI
Bei der Endurance-Konferenz am 9. Februar will man einen Maßnahmenkatalog ausarbeiten, der rasche Hilfe für den krisengebeutelten Distanzsport bringen soll.
© Gilly Wheeler / FEI
Die Misere im Distanzreitsport ist um ein Kapitel reicher – das befürchtet zumindest der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS). Im November vergangenen Jahres hatte die zur Bekämpfung der Probleme im Distanzsport eingesetzte strategische Planungsgruppe Endurance einen Fragebogen ausgearbeitet, der an die nationalen Verbände mit der Bitte um möglichst rasches Feedback ausgesandt wurde. Die daraus resultierenden Ergebnisse sollten in einen finalen Vorschlägekatalog eingearbeitet werden, der als Grundlage für die abschließenden Gespräche anlässlich der Endurance-Konferenz Anfang Februar herangezogen werden sollte. Bei der Auswertung der Feedbakc-Fragebögen soll allerdings nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein, vermeldet nun der Schweizer Verband in seiner Pressemitteilung vom 4. Februar.  

So habe sich bei der Durchsicht sämtlicher eingegangener Fragebögen herausgestellt, dass Mehrfachantworten einiger Verbände auch gleich mehrfach berücksichtigt wurden, während anderserseits nicht alle abgegebenen Antworten eine Berücksichtigung in der Auswertung gefunden hätten. Zudem habe man einzelne  Antworten von gewissen Verbänden nicht zur Information an alle Verbände weitergeleitet sondern zurückbehalten.

Auch bei der Auswertung nicht fristgerecht abgegebener Fragebögen habe man es offenbar nicht so genau genommen, denn während manche verspätet eingelangte Ergebnisse berücksichtigt wurden, wurden andere einfach unter den Tisch fallen gelassen. Der SVPS befürchtet nun, dass durch diese Vorgehensweise die Auswertung stark verfälscht wurde.

Magere Beteiligung

Während sich die Schweiz, Frankreich und Belgien seit geraumer Zeit vehement für eine Verbesserung der mitunter skandalösen Zustände im Distanzreitsport einsetzen, scheint eine rasche Lösung der Probleme in dieser Disziplin sonst nur wenigen Verbänden ein Anliegen zu sein. Lediglich 19 von 132 nationalen Verbänden haben an der Fragebogen-Aktion teilgenommen, eine Auswertung erscheint vor diesem Hintergrund wenig aussagekräftig.

Aufgrund dieser fragwürdigen Ausgangslage sieht der SVPS den Diskussionen an der
bevorstehenden Konferenz vom 9. Februar in Lausanne mit gemischten Gefühlen entgegen. „Wir haben auch wenig Hoffnung, in diesen Gesprächen durchschlagende Resultate zu erreichen,“ sagt SVPS-Präsident Charles F. Trolliet. Im Verband stelle man sich zudem die Frage, ob die FEI wirklich gewillt sei, den Problemen im Endurance-Sport überzeugend und mit wirkungsvollen Maßnahmen entgegen zu treten. Auf die  Durchsetzung der bereits im März 2013 vorgeschlagenen sofortigen Maßnahmen zur Bekämpfung von Dopingproblemen und Missständen im Distanzreiten warte man bislang jedenfalls vergeblich.
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