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26.11.2013

Distanzreiten: Strategische Planungsgruppe fordert Einigkeit und härtere Maßnahmen gegen Dopingsünder

In einer Aussendung an ihre Mitgliederverbände hat der Weltreiterverband FEI am Montag einen Vorschlägekatalog verschickt, der konkrete Verbesserungen rund um krisengebeutelten Distanzsport enthält.

"Wer sich unseren Werten nicht verschreiben will, muss uns verlassen" - ESPG-Leiter Andrew Finding findet in seinem Schreiben an die nationalen Verbände klare Worte. © Philippe Millereau - KMSP
"Wer sich unseren Werten nicht verschreiben will, muss uns verlassen" - ESPG-Leiter Andrew Finding findet in seinem Schreiben an die nationalen Verbände klare Worte.
© Philippe Millereau - KMSP
Unter anderem sieht dieser härte Strafen für Dopingsünder, konsequente Trainingskontrollen sowie die Einführung eines Medikations- und Behandlungslogbuches vor. Und auch die Trainer sollen künftig bei Unregelmäßigkeiten nicht ungeschoren davonkommen. Ihre alleinige Bestrafung bei Dopingvergehen bei gleichzeitigem Freispruch des Reiters als Person Responsible -  wie anlässlich der FEI Generalversammlung von Saeed al Taher aus Dubai vorgeschlagen - ist allerdings nicht vorgesehen. Vielmehr sollen Trainer künftig zusätzlich zu den Reitern zur Verantwortung gezogen werden können.

Insgesamt 37 Maßnahmen enthält das sieben Seiten starke Dokument der Endurance Strategic Planning Group (ESPG), für 12 davon wurde eine unverzügliche Umsetzung empfohlen. Sie sollen helfen, die Zahl der Verletzungen und Dopingfälle drastisch zu reduzieren. Das ist auch dringend notwendig, denn der Distanzsport war in den vergangenen Monaten immer häufiger unter Beschuss geraten. Neben harter Kritik aus einigen Mitgliedsverbänden der FEI waren die aufgedeckten Skandale rund um Dopingvergehen und Unfälle mit tödlichem Ausgang für zahlreiche Pferden auch ein gefundenes Fressen für die Medien. Nicht unbedingt die Art von Publicity, die sich FEI-Präsidentin Prinzessin Haya gewünscht hätte – noch dazu in einem Sport, in dem ihr Ehemann, Scheich Mohammad bin Raschid Al Maktum und dessen Familie seit Jahren tonangebend sind.

Nun liegt der Ball bei den nationalen Verbänden, von denen möglichst rasches Feedback erbeten wurde. Ihre Rückmeldungen sollen in einen finalen Vorschlägekatalog eingearbeitet werden, den man anlässlich der Endurance-Konferenz Anfang Feburar in Lausanne noch einmal diskutieren will. Läuft alles glatt und die nationalen Verbände geben ihre Zustimmung, könnten die neuen Maßnahmen im Mai offiziell verabschiedet werden.  

„Wir hoffen darauf, dass alle nationalen Verbänden unsere Vorschläge akzeptieren und diese auch zusammen mit der FEI mittragen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir erfolgreich sein“, schreibt ESPG-Generalsekretär Andrew Finding in der Ausssendung. „Es wird nicht für alle einfach sein zu akzeptieren, dass hiermit Aufwände auf uns alle zukommen, die wir auch tragen müssen. Dennoch sind wir fest davon überzeugt, dass diese Maßnahmen umgesetzt werden müssen, wenn wir langfristig die Zukunftsfähigkeit unseres Sports gewährleisten wollen. Die erfolgreiche Umsetzung des Maßnahmenplans hängt von der Bereitschaft jedes Einzelnen in diesem Sport ab, selbstdiszipliniert und eigenverantwortlich zu handeln.“ 

Damit unterstrich Finding auch nochmals die Kernaussage seiner Rede anlässlich der FEI Generalversammlung Anfang des Monats: „Wir haben Werte, an die sich jeder halten muss: sauberer Sport, Wohlergehen, Integrität und Partnerschaft. Wer diese nicht akzeptiert und sich nicht daran halten will, muss uns einfach verlassen.“   
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