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01.09.2010

Donnergrollen und Hundebeben

Der Begriff „schussfest“ ist Ihnen wahrscheinlich geläufig. Das Gegenteil davon sind unsere Redaktionshunde.

RI Angsthunde © Istockphoto
© Istockphoto
Ich weiß nicht, ob es dafür einen eigenen Ausdruck gibt, mein Hund böte sich aber für eine direkte Ableitung an: „pippig“, sozusagen die Steigerungsform von „absolut nicht schussfest, aber schon kein bisschen“. Mittlerweile ist er so sensibilisiert, dass das Fiepen schon anhebt, wenn die Sonne noch vom Himmel knallt. (Braucht jemand ein zuverlässiges Barometer?) Eine halbe Stunde nach dem initialen Fiep­alarm dann die ersten schweren Tropfen und fernes Grollen. Unterm Schreibtisch rhythmisches Zähneklappern und heftiges Beben. Mittlerweile entlädt sich das Gewitter genau über dem Verlag, auf Blitz folgt unmittelbarer Knall. Das Beben steigert sich zu hochfrequentem Zittern, lautlich untermalt von heftigem Hecheln.

Nicht, dass mich das belustigt, ich fürchte jedes Mal ernsthaft um seine Gesundheit. „Das ist doch nur ein Gewitter, nimm dir doch ein Beispiel an Frikka!“ Frikka, chinesischer Faltenhund mal Man-weiß-es-nicht-genau, ist das Phlegma in Person, außerdem schon etwas schwerhörig. Und Pippo hat einen gehörigen Respekt vor ihr, einen mindestens so großen wie vor Gewittern. Inzwischen tobt das Unwetter auch unter meinem Schreibtisch. Es regnet auf meine Füße. Es regnet auf meine Füße? Ein Blick unter die Tischplatte: Große Hundeaugen sehen mich an, viel größere als Pippos, eine Nase tropft wie ein lecker Wasserhahn, definitiv nicht die von meinem Hund. Das Beben und Zittern hat sich verdoppelt. Das mit „Frikka als Beispiel nehmen“ muss ich wohl überdenken. Zumindest tropft mein Hund noch nicht, wenn er sich fürchtet.
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