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29.09.2015

Doping: Guerdat freigesprochen, Verweis für Sutterlüty

Während für die beiden Schweizer Springreiter Steve Guerdat und Alessandra Bichsel das Thema Doping dank eines völligen Freispruchs durch das FEI Tribunal nun endgültig vom Tisch ist, sieht sich aktuell Österreichs Nachwuchsreiterin Laura Sutterlüty mit einem Verstoß gegen die Anti-Doping Bestimmungen konfrontiert.

Bei Laura Sutterlütys Pferd Chadila C (im Bild Saphir VII) wurden die verbotene Substanz Oripavin sowie die Controlled-Medication-Substanz Morphin nachgewiesen. © Tomas Holcbecher
Bei Laura Sutterlütys Pferd Chadila C (im Bild Saphir VII) wurden die verbotene Substanz Oripavin sowie die Controlled-Medication-Substanz Morphin nachgewiesen. Beide Wirkstoffe hatten wenige Monate zuvor schon bei Olympiasieger Steve Guerdat zu einem Dopingverfahren geführt.
© Tomas Holcbecher
Wie die Nationale Anti Doping Agentur mitteilte, enthielt die am 17. Mai anlässlich des CSN-A in Lamprechtshausen entnommene Blutprobe von Sutterlütys Pferd Chadila C die verbotene Substanz Oripavin sowie die als „kontrollierte Medikation“ geführte Substanz Medikation Morphin.

Eben diese beiden Wirkstoffe hatten auch zu positiven Dopingkontrollen bei Olympiasieger Steve Guerdats Gold-Pferd Nino de Buissonnets und seiner Top-Stute Nasa, sowie des Bayernwallachs Charivari KG der Schweizer Nachwuchsreiterin Alessandra Bichsel geführt. Sowohl die Reiter als auch deren Pferde wurden daraufhin für zwei Monate gesperrt. Auch nachdem Guerdat vor dem FEI Tribunal glaubhaft machen konnte, dass eine Futtermittelverunreinigung für die positiven Ergebnisse verantwortlich sei, wurde zwar die Sperre gegen die Reiter Ende Juli aufgehoben, nicht aber jene der Pferde. Bitter für den Weltklassereiter aus der Schweiz, der damit nicht an der Europameisterschaft in Aachen teilnehmen konnte.

Aus rein sportlicher Sicht gesehen zu spät für Guerdat kommt nun der endgültige Entscheid im Dopingverfahren. Wie der Weltreiterverband am Montag bestätigte, seien die positiven Proben auf mit Schlafmohnsamen verunreinigtes Futter zurückzuführen. Das hätten Labortests ergeben. Laut FEI läge damit nachweislich kein Verschulden der Reiter vor, die weder vorsätzlich noch fahrlässig gehandelt haben. Die Verfahren sind damit abgeschlossen.

„Ich bin froh und glücklich, sowohl von der FEI als auch vom FEI Tribunal vollständig rehabilitiert und von jedem Doping-Verdacht entlastet worden zu sein. Und ich bin erfreut, dass die erbrachten Beweise bestätigt haben, dass die Umstände der Futtermittelverunreinigung außergewöhnlich waren, und wir Reiter zu jeder Zeit in hoch professioneller und gewissenhaften Art und Weise und nicht vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt haben. Für mich gilt seit jeher die oberste Priorität all meiner täglichen Arbeit als Pferdehalter und Springreiter dem Wohl meiner Pferde. Das Urteil ist für mich unheimlich wichtig. Für mich und meine Pferde bedeutet das, dass wir jetzt endlich wieder alle Energie auf das rein Sportliche verwenden können“, kommentierte Steve Guerdat das Urteil auf seiner Website.

Kein besonderes Verschulden von Laura Sutterlüty

Die Fälle der Schweizer Springreiter sind nicht die ersten, bei denen verunreinigtes Futter zu positiven Dopingergebnissen geführt hat. Hier müsse die gesamte Pferdesportwelt, die FEI und die nationalen Verbände sowie die Futtermittelbranche in Zukunft entsprechende entsprechenden Massnahmen ergreifen, mahnte Charles Trolliet, Präsident des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport, der hofft, dass alle Beteiligten aus der Angelegenheit ihre Lehren ziehen.

Ähnlich verhält es sich auch im Dopingfall um Nachwuchsreiterin Laura Sutterlüty. Hier räumte die Österreichische Anti-Doping Rechtskommission bei ihrer Urteilsverkündung ein, dass die Reiterin den Verstoß gegen die Anti-Doping Bestimmungen zwar objektiv zu verantworten habe, weil sie aber individuell kein besonderes Verschulden träfe, würde man von einer Sperre absehen und es bei einem Verweis belassen. Über Sutterlütys Pferd Chadila C wurde dennoch eine zweimonatige Sperre verhängt. Sie endet am 13. Oktober. Die Reiterin wurde zudem zum Ersatz der Kosten des Verfahrens verpflichtet. Der Entscheid ist rechtkräftig.
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