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14.05.2012

Dopingkontrollen für Reiter

Es wird eine Premiere beim Internationalen Wiesbadener PfingstTurnier: die Human Anti-Doping controls. Dabei werden erstmals nicht nur Dopingproben bei den Pferden genommen, sondern auch bei deren Reitern.

Premiere beim PfingstTurnier in Wiesbaden: Erstmals werden nicht nur Dopingproben bei den Pferden genommen, sondern auch bei den Reitern. © CSschmuck - Fotolia.com
Premiere beim PfingstTurnier in Wiesbaden: Erstmals werden nicht nur Dopingproben bei den Pferden genommen, sondern auch bei den Reitern.
© CSschmuck - Fotolia.com
Doping bei Reitern – es fällt fast schwer sich vorzustellen, wann und wo das sinnvoll sein könnte, für Dr. Hanns-Dietrich Rahn, Turnierarzt und Vizepräsident des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs ist Reiterdoping allerdings gar nicht so abwegig : „Es könnten unerlaubte Medikamente zur Schmerzlinderung eingenommen worden sein, Beruhigungsmittel, Aufputsch-Mittel, Aufbaumittel und einige mehr.“ Dass Reiter sich selbst dopen ist bisher zwar nicht häufig aufgetreten, vereinzelt aber schon vorgekommen . Und weil Reiter denselben Bestimmungen unterliegen wie alle anderen Sportler auch, sind die Reiter-Doping-Kontrollen eine logische Ergänzung zum Turnierzirkus.

Anlässlich des Wiesbadener Pfingstturniers sollen also nun erstmals fünf ausgewählte Reiter des Global Champions Tour-Springens am Samstag getestet werden, nach der regenbedingten Absage des Vielseitigkeitsturniers in Badminton wurde auch noch eine Dopingkontrolle für fünf Vielseitigkeitsreiter angefragt. Der Aufwand für diese insgesamt zehn Proben ist immens. Allein sieben Chaperons müssen bereit stehen, die die Reiter sobald sie darüber informiert wurden, dass sie ausgewählt sind, nicht mehr aus den Augen lassen dürfen. Vier der sieben Chaperons sind männlich, drei weiblich, denn die Reiter müssen von jeweils gleichgeschlechtlichen Personen begleitet werden. Das ist Vorschrift.

Bei Dopingkontrollen wird nichts dem Zufall überlassen. Die Reiter werden in einen abgeschlossenen Raum begleitet und müssen dort unter Kontrolle Urin abgeben. Die Regeln sind streng: Mit Hilfe eines großen Spiegels wird sogar der Moment des Wasserlassens beobachtet, um zu garantieren, dass nicht geschummelt wird.

„Damit das alles funktioniert müssen wir große Mengen Getränke bereit halten. Es kann schon mal einige Stunden dauern, bis die Reiter in der Lage sind, ihre Urinprobe zu ‚erfüllen", erklärt Rahn. Danach wird im Beisein des Reiters die Urinprobe versiegelt und dem offiziellen Steward der FEI überreicht. Dieser schickt die Proben ins Labor. Es dauert dann etwa eine Woche bis die Ergebnisse vorliegen.
Weitere Infos über das internationale Pfingstturnier in Wiesbaden finden Sie unter www.pfingstturnier.org