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29.10.2013

Dopingserie im Distanzreiten reißt nicht ab

Ein neuer Dopingfall gießt reichlich Öl in die aktuell kräftig auflodernde Misere im Distanzsport. Betroffen ist wieder einmal ein Reiter aus dem Nahen Osten.

Über Mohammed Ali Al Shafars (UAE), den Sieger des prestigeträchtigen UAE President"s Cup in Duba,i hat das FEI Tribunal nun eine zweijährige Sperre verhängt nachdem in der Blutprobe  seines Siegerpferd Orman de Cardonne eine verbotene Subs © Mikhail Pogosov - fotolia.com (Symbolfoto)
Über Mohammed Ali Al Shafars (UAE), den Sieger des prestigeträchtigen UAE President"s Cup in Duba,i hat das FEI Tribunal nun eine zweijährige Sperre verhängt nachdem in der Blutprobe seines Siegerpferd Orman de Cardonne eine verbotene Substanz gefunden worden war.
© Mikhail Pogosov - fotolia.com (Symbolfoto)
Wie der Weltreiterverband auf seiner Tribunal Seite am 22. Oktober mitteilte, handelt es sich um Mohd Ali Al Shafars (UAE) Pferd Orman de Cardonne. Der elf Jahre alte Vollblutaraber war mit seinem Reiter Mitte Februar im 160 km UAE President’s Cup, dem wichtigsten Rennen der Vereinigten Arabischen Emirate, in halsbrecherischen 6 Stunden, 6 Minuten und 24 Sekunden zum Sieg galoppiert. Die anschließend routinemäßig abgenommene Blutprobe brachte die verbotene Substanz 17 Alpha-Hydroxyprogesteron Hexanoat ans Licht, ein anaboles Steroid, das sich positiv auf das Wachstum (auch das Muskelwachstum) auswirkt und bei Hengsten und Wallachen angewandt auf der FEI-Liste der verbotenen Substanzen aufscheint. Auf Al Shafars Wunsch hin wurde die B-Probe durch ein anderes Labor untersucht - das zu demselben Ergebnis kam.

In der nachfolgenden Anhörung vor dem FEI-Tribunal Ende Juni erklärte Al Shafar, dass es zu keiner Zeit ein Medikament mit dem betreffenden Wirkstoff in Orman de Cardonnes Heimatstall gegeben hätte, zumal er und alle Beschäftigten der Al Reeh Endurance stables sich dem ehrlichen und fairen Wettkampf verschrieben hätten. Gleichzeitig unternahm der ehemalige Nationenpreisreiter jedoch keinerlei Versuch zu erklären, wie die verbotenen Subtanz in das Blut seines Pferdes gekommen sein könnte. 

Nach der Prüfung der vorliegenden Fakten verhängte das FEI-Tribunal über Al Shafar nun die Regelstrafe für Ersttäter im Ausmaß von zwei Jahren Sperre, nebst 2.000 Schweizer Franken Bußgeld und der Übernahme der Gerichtskosten in Höhe von 1.000 Schweizer Franken. Des Weiteren muss Als Shafar sämtliche, seit dem Dopingfall gewonnene Preisgelder, zurückzahlen, errittene Weltranglistenpunkte werden dem Paar nachträglich aberkannt. 

Der Fall Al Shafar ist seit 2005 bereits das 34. Dopingdelikt eines Reiters aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, mit dem sich das FEI-Tribunal befassen musste. Dem Image des überaus angeschlagenen Distanzsports versetzt er einen neuerlichen schweren Schlag und bringt FEI Präsidentin Haya, die sich derzeit mit massive Vorwürfen im Zusammenhang mit ihren familiären Verstrickungen rund um diese Disziplin konfrontiert sieht, weiter in arge Bedrängnis.
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