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17.06.2012

Doppel-Sieg für Michael Jung in Luhmühlen

Nach Welt- und Europameistertitel holte Michael Jung beim internationalen Vielseitigkeitsturnier in Luhmühlen (GER) am Sonntag erstmals den deutschen Meistertitel. Als Draufgabe siegte Jung auch noch in der Vier-Sterne-Hauptprüfung - damit ist er der Erste, der im selben Jahr beide Topprüfungen in Luhmühlen gewinnen konnte.

Viel besser kann"s nicht laufen: In Luhmühlen gewann der amtierende Welt- und Europameister nicht nur die 4-Sterne-Prüfung der HSBC Classics, sondern krönt © Peter Nixon - FEI
Viel besser kann"s nicht laufen: Trotzdem Michael Jung sein Top-Pferd La Biosthetique Sam in Luhmühlen nicht an den Start brachte, gewann der amtierende Welt- und Europameister nicht nur die 4-Sterne-Prüfung der HSBC Classics, sondern krönte sich auch erstmals in seiner Karriere zum Deutschen Meister.
© Peter Nixon - FEI
Luhmühlen (fn-press). Bereits in der Dressur der offenen Deutschen Meisterschaft (CIC3*) verzeichnete Michael Jung eine persönliche Bestleistung. 27,8 Minuspunkte – umgerechnet über 80 Prozentpunkte – erzielte er im Sattel von Weidezaunprofi’s River of Joy und kam auf den Punkt ins Ziel der Geländestrecke. „Man versucht ja immer sein Bestes zu geben“, sagte Jung. „Aber in Luhmühlen zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes, vor allem bei der starken Konkurrenz.“ Eine fehlerfreie Runde im Springen besiegelte seinen Sieg, auch wenn ein paar Mal die Stangen wackelten. „Es hat geklappert und geklappt“, sagte Jung schmunzelnd.

„Hinter Michi Zweiter zu werden, ist ja fast schon so was wie ein Sieg“, kommentierte Reitmeisterin Ingrid Klimke ihre Silbermedaille in der Meisterschaftswertung. Großes Lob fand sie für ihr Nachwuchspferd Tabasco. „Er hat hier gezeigt, dass er ein ganz Großer werden will“. Während ihr der Trakehner dank einer fehlerfreien Runde  zur Vizemeisterschaft verhalf (Endstand 36,2 Minuspunkte), kassierte Klimke mit ihrem Championatspferd FRH Butts Abraxxas drei Abwürfe im Parcours. „Zwölf Strafpunkte, das hört sich erstmal viel an. Aber ich war dennoch zufrieden mit Braxxi. Er ging am Anfang sehr gut, leider bin ich auf der letzten Linie zu lässig gewesen.“ Mit einem Endergebnis von 50,8 Minuspunkten landete das bewährte Paar auf Platz neun.

Bronze in der Deutschen Meisterschaft holte Frank Ostholt mit Little Paint. Nach Dressur und Gelände rangierte das Paar noch auf Platz zwei, kassierte im Springen aber zwei Abwürfe. „Painty war noch ein bisschen stark, aber das bekommen wir in den nächsten drei Wochen noch in den Griff“, sagte Ostholt. Das bedeuteten einen Endstand von 42,8 Minuspunkten. Damit reichte es für ihn in der internationalen Wertung allerdings „nur“ zu Platz fünf. Neben Jung und Klimke musste er noch seiner schwedischen Ehefrau Sara Algotsson-Ostholt den Vortritt lassen. Sie belegte mit der selbst gezogenen Schimmelstute Wega Platz zwei im CIC3*. Nun macht sich das Paar Hoffnungen auf einen gemeinsamen Start bei den Olympischen Spielen - wenn auch in getrennten Teams. 

Michael Jung auch im CCI4* vorne

Während Michael Jung in der offenen Deutschen Meisterschaft vom Fleck weg zum Sieg ritt, musste er sich mit Leopin FST in den Vier-Sterne-Prüfung zunächst hinter Lucinda Fredericks mit Flying Finish einreihen. Im Gelände war die Australierin dann aber etwas zu langsam. Jung eroberte die Spitze und gab diese auch im Springen trotz eines Abwurfes nicht mehr ab. Dafür sicherte sich Leopin FST nicht nur den Sieg, sondern auch die noch notwendige formale Qualifikation für London.

Die Leistung des Paares ist um so höher zu bewerten, als nur 28 von 43 Paaren die Prüfung in Wertung beendeten. Komplette fehlerfreie Runden waren im Gelände ebenso selten wie im abschließenden Springen. Eine davon ging auf das Konto des Vorjahressiegers Andreas Dibowski, der sich mit FRH Butts Avedon damit auf Platz drei in der Endabrechnung verbesserte. Der neunjährige Hannoveraner, ein Sohn von „Dibo“s erstem Championatspferd Andora, hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: vom Bundeschampionatssieg über die WM der jungen Pferde bis zum CCI3*-Sieg in Boekelo im vergangenen Jahr. „Ich habe mit ihm einen würdigen Nachfolger für Butts Leon. Dessen Fußstapfen sind groß, aber ich denke, er kann sie ausfüllen.“

Quelle

Ergebnisse CCI4* HSBC FEI Classics Luhmühlen

1. Michael Jung - Leopin FST (GER) 32.8 + 0 + 4 = 36.8
2. Lucinda Fredericks - Flying Finish (AUS) 31.8 + 9.2 + 1 = 42.0
3. Andreas Dibowski - FRH Butts Avedon (GER) 35.2 + 8 + 0 = 43.2
4. Andrew Nicholson - Calico Joe (NZL) 41.7+ 0 + 4 = 45.7
5. Charlotte Agnew - Out Of Africa Two (GBR) 40.8 + 2.4 + 4 = 47.2
6. Andrew Hoy - Rutherglen (AUS) 34.8 + 0 + 14 = 48.8
7. Oliver Townend - ODT Sonas Rovatio (GBR) 49.8 + 0 +0 = 49.8
8. Oliver Townend - Armada (GBR) 39.5 + 0 + 12 = 51.5
9. Wendy Schaeffer - Koyuna Sun Dancer (AUS) 49.5 + 2.4 + 0= 51.9
10. Paul Tapner - Inonothing (AUS) 45.3 + 10.4 + 2 = 57.7
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