Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
HV Polo Skyscraper
  • HV Polo  HV Polo
08.06.2016

Drei tote Pferde bei Hürdenrennen in Auckland

Das Ellerslie Meeting in Auckland, Neuseeland, wurde am Montag von einer tragischen Todesserie überschattet. In drei der insgesamt vier ausgetragenen Hürdenrennen kamen Pferde schwer zu Sturz und mussten getötet werden. Tierschützer fordern nun ein generelles Verbot von Hindernisrennen

Bei Hürdenrennen in Ellerslie, Auckland, kamen am Montag drei Pferde ums Leben. © www.slawik.com
Bei Hürdenrennen in Ellerslie, Auckland, kamen am Montag drei Pferde ums Leben.
© www.slawik.com
Bereits im Auftaktbewerb kam es zu einem folgenschweren Sturz. Der fünfjährige Tu Meta Peta verlor über dem ersten Sprung des 2.760 m langen The Rising Foundation Hürdenrennens das Gleichgewicht und schlug hart auf. Dabei zog er sich einen Bruch der rechten Schulter zu und musste eingeschläfert werden.

Zwei Rennen später die nächste Tragödie: Im Faceup Steeplechase über 4.150 m wurde dem sechs Jahre alten Wallach Murashi das letzte Hindernis zum Verhängnis. Er stürzte und blieb für einige Zeit auf der Rennstrecke liegen. Nachdem man einen Bruch des linken Vorderbeines festgestellt hatte, wurde auch er getötet.

Und auch das letzte Hindernisrennen des Tages blieb nicht ohne tragischen Zwischenfall. Bahhton, ein siebenjähriger Fuchswallach, stürzte, nachdem er den Absprung zu einem Hindernis unpassend erwischt hatte, brach sich dabei die rechte Schulter und wurde ebenfalls erlöst.

Die fatale Bilanz: In drei von insgesamt vier Hindernisrennen stürzte je ein Pferd zu Tode. Für Tierschützer eine nicht hinnehmbare Zahl. Sie fordern eine sofortige Einstellung der Hindernisrennen.

Denniy Ryan, Koordinator für Hindernisrennen in Neuseeland, sieht darin nicht die Lösung. „Wo soll das enden? Es gibt eine Menge von Faktoren, die in derartige Zwischenfälle hineinspielen“, sagte Ryan. Man könne sie deshalb nicht auf ein simples Abschaffen der Steeplechases reduzieren.

Hindernisrennen seien zweifellos gefährlicher als Flachrennen. Dessen sei man sich auch bewusst. „Allerdings ist das Risiko nicht höher als bei vielen anderen Aktivitäten im Pferdesport“, ist Ryan überzeugt. „Ich muss zugeben, es war traurig, was heute passiert ist. Niemand möchte Unfälle wie diese auf der Rennstrecke sehen. Nichtsdestotrotz waren diese Zwischenfälle definitiv außerhalb der Norm.“

Diese Einschätzungen teilen viele seiner Kollegen aus dem Rennsport. In einer ersten Konsequenz wurde deshalb eine Untersuchung eingeleitet. Sie soll die Umstände, die zu den Unfällen geführt haben, im Detail erörtern, wie Rennleiter Matthew Hall bestätigte. „Selbstverständlich werden wir alles tun um sicherzustellen, dass etwaige Verbesserungen in der Sicherheit auch vorgenommen werden, so sie erforderlich sind“, meinte Hall.  

Für die Tierschützer ist das Thema damit freilich noch nicht vom Tisch. „Jedes Jahr sterben Pferde auf den Rennstrecken und es wird nicht aufhören, bis man etwas dagegen tut“, sagte etwa eine Sprecherin der Tierrechtsorganisation SAFE.

newstalkzb.co.nz

ps
  • Das könnte Sie auch interessieren