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14.03.2014

Drei tote Pferde beim Cheltenham Festival in England

Das Cheltenham Festival im englischen Gloucestershire gilt als eines der wichtigsten Pferderennen der Welt. Mit 50 Todesfällen seit 2007 hält es allerdings auch den traurigen Rekord des tödlichsten Großbritanniens. Auch heuer mussten innerhalb der ersten drei Tage des Festivals drei Pferde aufgrund schwerer Verletzungen eingeschläfert werden.

Seit 2007 fanden beim alljährlich stattfindenden Cheltenham Festival traurige 50 Pferde den Tod. Für Our Connor, Akdam und Stack The Deck waren die Rennen im Rahmen der diesjährigen Auflage die letzten ihres Lebens. © Neil Johnson - Fotolia.com
Seit 2007 fanden beim alljährlich stattfindenden Cheltenham Festival traurige 50 Pferde den Tod. Für Our Connor, Akdam und Stack The Deck waren die Rennen im Rahmen der diesjährigen Auflage die letzten ihres Lebens.
© Neil Johnson - Fotolia.com
Bereits am Eröffnungstag traf es mit Our Conor einen der Mitfavoriten für das hochdotierte Stan James Champion Hurdle Hürdenrennen. Der Sieger des Triumph Hurdle 2012 zog sich bei einem Sturz am dritten Hindernis derart schwerwiegende Verletzungen an der Wirbelsäule zu, dass er eingeschläfert werden musste.

Zwei Tage später, folgten noch zwei weitere Unfälle mit Todesfolge: Erst stürzte der vierjährige, noch recht unerfahrene Akdam im Fred Winter Juvenile Handicap Hurdle Hürdenrennen und brach sich das Bein, danach musste der fünf Jahre alte Stack The Deck ebenfalls euthanasiert werden, nachdem er sich in einem Flachrennen eine schwerwiegende Fraktur zugezogen hatte.

Cheltenhams trauriger Rekord

Mit diesen drei aktuellen Fällen erhöht sich der Zahl der seit 2007 beim Cheltenham Festival zu Tode gekommenen Pferde auf traurige 50. Allein in den vergangenen fünf Jahren waren es elf Pferde, die hier ihr Leben lassen mussten. Dennoch beteuert Robin Mounsey, Sprecher der British Horseracing Authority, dass das Wohl der Pferde und der Reiter stets höchste Priorität habe.

„Alle Jockeys, Trainer, Rennbahnen und die 6.000 im Sport beschäftigten Personen sind stets um das maximale Wohlergehen der rund 14.000 ihnen anvertrauten Pferde bemüht. Sie ermöglichen ihnen eine Lebensqualität, wie sie keinem anderen domestizierten Tier geboten wird. Trotz aller Bemühungen sämtlicher Beteiligten, bleibt, wie in jedem Sport, der auf Schnelligkeit und Athletik beruht, ein Restrisiko für Verletzungen“, so Mounsey. Zudem hätte sich die Unfallrate mit Todesfolge in den vergangenen 15 Jahren von 0,3% auf 0,2% der gestarteten Pferde reduziert.

Für Tierschützer ist das dennoch zu wenig. Dene Sanall von Animal Aid sprach von wenig überzeugenden Entschuldigungen und dem „üblichen Behauptung“ dass es sich wieder einmal bloß um unglückliche Fälle handle, die nicht hätten verhindert werden können.

Die Tatsache, dass das Cheltenham Festival in Zahlen das tödlichste aller Rennen Großbritanniens sei, gebe dringenden Handlungsbedarf, so Sanall. „Die Behörden und die Regierung haben die Verantwortung, dass etwas getan wird. Für uns gibt es keinen Zweifel, dass die Öffentlichkeit das anhaltende Massensterben in Cheltenham als unmoralisch und beschämend empfindet. ‚Business als usual’ ist keine Option.“
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