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10.11.2017

Dressurrichter Leif Törnblad von FEI suspendiert

Seine kritischen Aussagen in Bezug auf niederländische Trainingsmethoden und einige Starreiter der Oranjes haben für 5*-Dressurrichter Leif Törnblad ein ernstes Nachspiel. Der Däne wurde von der FEI wegen Verstoßes gegen den Codex für FEI Dressurrichter bis Ende des Jahres von seinem Amt enthoben. Und das könnte erst der Anfang sein.

Bis Ende des Jahres wird der Däne Leif Törnblad kein internationales Dressurturnier mehr richten dürfen. © Tomas Holcbecher
Bis Ende des Jahres wird der Däne Leif Törnblad kein internationales Dressurturnier mehr richten dürfen.
© Tomas Holcbecher
Im Gespräch mit dem australischen Pferdesportportal The Horse Magazine hatte sich Leif Törnblad kritisch über holländische Trainingsmethoden und Dressur-Ikonen wie Edward Gal, Anky van Grunsven sowie deren Mann Sjef Janssen geäußert (mehr dazu lesen Sie hier). Die Antwort aus den Niederlanden ließ nicht lange auf sich warten. In einem offiziellen Statement kritisierte der niederländische Pferdesportverband KNHS, Törnblad habe sich unmoralisch verhalten und stellte die Objektivität des international renommierten Richters in Frage. Zugleich legte das KNHS eine Beschwerde bei der FEI gegen den Dressurexperten ein.

Diese zeigt nun Wirkung. Wie der Weltreiterverband am 9. November mitteilte, ist Leif Törnblad bis zum Ende des Jahres von seinem Amt als Richter enthoben. Als Begründung führte die FEI an, Törnblad habe gegen Artikel 2 des Codex für FEI Dressurrichter verstoßen. Diesem zufolge muss ein Richter „jedweden tatsächlichen oder gefühlten Interessenkonflikt vermeiden. Er muss eine neutrale, unabhängige und faire Haltung gegenüber Reitern, Besitzern, Trainern, Organisatoren und anderen Offiziellen einnehmen und sich gut in ein Team integrieren."

Janssen fordert strengere Strafe

Geht es nach Sjef Janssen, ist mit Törnblads knapp zweimonatiger Suspendierung der Gerechtigkeit nicht Genüge getan. In einem Interview mit dem niederländischen Reitsportmagazin Horses.nl bedauerte dessen Anwalt die seiner Meinung nach niedrige Strafe. „ Leider wird Leif Törnblad nur bis zum Ende des Jahres suspendiert. Wir sind der Meinung, das ist definitiv nicht ausreichend. Törnblad hat nicht nur direkten Schaden angerichtet, er hat unbegründete Vorurteile weiter verstärkt, die weitere Folgeschäden nach sich ziehen. Törnblads Aussagen haben erneut zu einem unfundierten negativen Artikel im St. Georg geführt.“ Der Fall müsse vor der Ethik-Kommission der FEI behandelt werden. Sollte dies nicht geschehen, will man die Angelegenheit vor den Internationalen Sportsgerichtshof (CAS) bringen.
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