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17.09.2011

EM Springreiten: Gold für Deutsche

Bereits zum siebenten Mal in der Geschichte der FEI Europameisterschaften der Springreiter holt eine deutsche Equipe die Goldmedaille. Während die Zwischenzeitführenden Niederländer im alles entscheidenden Springen am Freitag strauchelten und mit Rang vier sogar noch aus den Medaillenrängen fielen, durften die ReiterInnen aus Frankreich und Großbritannien über Silber und Bronze jubeln.

Teamgold für Deutschland bei der Europameisterschaft der Springreiter 2011 © FEI/Kit Houghton
Dreimal null ist null: In souveränder Manier holt die deutsche Equipe zum siebenten Mal Mannschaftsgold bei einer Springreit-EM.
© FEI/Kit Houghton
Carsten-Otto Nagel und Corrodina © Kit Houghton/FEI
In bestechender Form präsentieren sich Carsten-Otto Nagel und seine Schimmelstute Corrodina, die als Führende in der Einzel-Zwischenwertung nun Chance auf Doppelgold haben.
© Kit Houghton/FEI
Die Basis zum Erfolg der Deutschen legte Marco Kutscher, der sich im Sattel seines Cornet Obolensky keine Patzer erlaubte und fehlerfrei blieb. Dasselbe gelang Carsten-Otto Nagel und seiner Schimmelstute Corradina, der damit seine Führung in der Zwischenwertung verteidigte und nun die Chance auf Doppelgold hat. „Es gibt wenig, was uns noch aufhalten kann. Wir sind zu einhundert Prozent motiviert. Besser geht’s nicht“, blickte der Vizeeuropameister dem Einzelfinale optimistisch entgegen.

Während Janne-Friederike und ihr Cellagon Lambrasco am vorletzten Sprung patzten und mit vier Strafpunkten aus dem Parcours ritten, blieb Altmeister Ludger Beerbaum im Sattel seiner Gotha ebenfalls fehlerfrei. 10,41 Fehlerpunkte nach dem Zeitspringen und dem Nationenpreis bedeuteten für die deutsche Equipe den klaren Sieg vor Frankreich (15.95) und England (22,46).
Gerco Schröder und New Orleans © FEI/Kit Houghton
Gerco Schröder (NED) blieb als Einziger seiner Mannschaft im zweiten Umlauf fehlerfrei.
© FEI/Kit Houghton
Die großen Verlierer dieses Tages waren sicherlich die Niederländer, die nach dem ersten Umlauf noch in Führung lagen. Doch in der zweiten Runde häuften sich dann die Fehler, lediglich Gerco Schröder und sein New Orleans blieben ohne Abwurf. 23,42 Fehlerpunkte als Endergebnis bedeuteten zum Schluss den undankbaren vierten Platz. Als kleine Entschädigung für die herbe Enttäuschung bleibt für die Niederländer ein Team-Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London, das auch die Teams der Schweiz (Rang fünf) und aus Schweden (Rang sechs) lösen konnten.

„Wir haben hier viel gelernt“

Als einziger Österreicher nahm Christian Schranz den schwierigen Parcours am Freitag in Angriff um vielleicht doch noch den Sprung ins Einzelfinale zu schaffen. "Bis zu Sprung acht war alles super", beurteilte der Niederösterreicher seine Runde, die er mit vier Abwürfen und einem Zeitfehler beendete. "Nach dem Wassergraben war dann aber Ende. Da ist nichts mehr gekommen, da war die Luft draußen." Trotzdem, die beiden lieferten bei dieser EM ein beachtliches Ergebnis und bestätigten ihre Nominierung. "Klar fehlt uns allen - außer vielleicht Stefan - die Erfahrung für solche Parcours. Was da steht kann man mit wenig vergleichen, schon deshalb haben wir hier viel gelernt", meinte Schranz nach seinem Ritt.

Stefan Eder verzichtete auf einen Start in der dritten Wertungsprüfung zugunsten des Großen Preises am Samstag, für den er aufgrund seiner Top-Platzierung im Zeitspringen bereits qualifiziert ist. "Chilli soll heute Pause haben und morgen greifen wir noch einmal an. Es macht keinen Sinn ihn jetzt noch in die Einzelwertungsprüfungen zu schicken, denn auch wenn ich ins Finale kommen könnte, ein Top-Platz ist nicht mehr drin. Er hat heuer schon so viel geleistet, wir haben noch viel vor und deshalb möchte ich ihm diese schweren Prüfungen nicht mehr zumuten", erklärt der Salzburger seine Entscheidung zum Wohl des Schimmelhengstes.

Am Sonntag geht's ins Einzelfinale

Spannend wird es dann wieder am Sonntag, wenn das Einzelspringen auf dem Programm steht. Carsten Otto-Nagel (GER) startet aus der Pole-Position, dicht gefolgt vom zweitplatzierten Nick Skelton (GBR) mit Carlo (1,04) und Gerco Schröder (NED) mit New Orleans (1,54).

Endergebnis Teambewerb EM Madrid 2011

1. Deutschland - 10.41
2. Frankreich - 15.95
3. England - 22,46
4. Niederlande - 23,42
5. Schweden - 34,74
6. Schweiz - 40,66
7. Belgien - 41,78
8. Spanien - 46,53
9. Irland - 54,12
10. Portugal - 36,21 11.Italien - 45,49

Zwischenergebnis Einzelwertung EM Madrid 2011

1. Carsten-Otto Nagel (GER) - Corradina - 0.69
2. Nick Skelton (GBR) - Carlo - 1.04
3. Gerco Schröder (NED) - Eurocommerce New Orleans - 1.54
4. Luciana Diniz (POR) - Winningmood - 4.98
5. Rolf-Göran Bengtsson (SWE) - Ninja La Silla - 5.77
6. Pénélope Leprevost (FRA) - Mylord Carthago*HN - 6.55
7. Janne-Friederike Meyer (GER) - Cellagon Lambrasco - 6.99
8. Michel Robert (FRA) - Kellemoi de Pepita - 7.16
9. Olivier Guillon (FRA) - Lord de Theize - 8.00
10. Ludger Beerbaum (GER) - Gotha FRH - 8.23
11. Kevin Staut (FRA) - Silvana de Hus - 8.79
12. Pilar Lucrecia Cordon (ESP) - Nuage Bleu - 9.57
13. Beat Mändli (SUI) - Louis - 9.63
14. Marco Kutscher (GER) - Cornet Obolensky - 9.73
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