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16.09.2011

EM Springreiten: Kein Glück für Österreichs Equipe

Bei den Europameisterschaften in Madrid durchlaufen die Österreichischen Springreiter ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem sensationellen Auftakt am Mittwoch folgte gestern, Donnerstag, der Absturz.

Die Ausgangslage für die rot-weiß-roten Hoffnungsträger Stefan Eder, Christian Fries und Christian Schranz war alles andere als leicht: 16 Teams traten im Nationenpreis an, aber lediglich Österreich, Ungarn und Portugal waren mit jeweils nur drei Teilnehmern vertreten und somit ohne Streichresultat. „Wir kämpften wirklich hart und zeigten größtes Engagement, leider waren wir chancenlos. Es ist kaum möglich, dass jeder Mannschaftsreiter in jeder Runde eine Topleistung bringt. Ein vierter Mann wäre vorteilhaft gewesen“, bringt es ein enttäuschter Stefan Eder auf den Punkt.
Die österreichische Equipe verschaffte sich nach dem Zeitspringen eine gute Ausgangsposition für die erste Nationenpreisrunde. Der Salzburger Stefan Eder holte mit einem sensationellen zweiten Platz unwesentliche 0,54 Fehlerpunkte und auch Christian Schranz legte eine Spitzenzeit hin und kassierte nur 5,83 Fehlerpunkte. Beim Zeitspringen am ersten Wettkampftag wurde die Differenz zur Siegerzeit halbiert und dieser Wert in Strafpunkte umgerechnet. Mit den 13,22 Fehlerpunkten von Christian Fries landete die österreichische Mannschaft am gestrigen Tag auf Rang zwölf. Die besten zehn Nationen nach dem zweiten Springen qualifizieren sich für die zweite Wertungsrunde im Nationenpreis heute Freitag. Das österreichische Team ist mit Rang 13 an einer Top-Ten Platzierung vorbeigeschrammt. Damit ist auch der Traum von einer Mannschaftsteilnahme bei den Olympischen Spielen in London 2012 Geschichte.

"Es sollte einfach nicht sein."

Es war ein schwieriger 1,60m hoher Parcours, der neben den anspruchsvollen Kombinationen die Reiter zudem unter Zeitdruck setzte. Christian Schranz begann seine Runde ausgezeichnet. Sein Lualdi zeigte sich wie gewohnt sprunggewaltig und schnell. Gegen Ende schlichen sich aber leider Fehler ein und das Paar ritt mit drei Abwürfen und einem Zeitfehler aus dem Parcours. "Am Wassergraben hat Lualdi schon auf den Sprung danach geguckt, dann waren wir zu kurz und später hat die Distanz einfach nicht gepasst, da war ich um eineinhalb Meter zu groß", berichtet der Niederösterreicher, der nun auf Rang 41 im Zwischenklassement der Einzelwertung liegt.

„Es wollte einfach nicht sein“, kommentiert Christian Fries seinen Umlauf, den er mit 20 Fehlerpunkten beendete.

Die Enttäuschung war auch dem gestrigen Zweitplatzierten und österreichischen Hoffnungsträger, Stefan Eder, ins Gesicht geschrieben. "Heute früh war Chilli super zu Reiten, aber schon beim Abreiten hat er sich nicht so gut angefühlt wie am Mittwoch. Dann hat er schon beim zweiten Sprung unheimlich geguckt und geklemmt, ich musste immer Druck machen, bin gar nicht zum Loslassen gekommen und das ist bei ihm sowieso nicht gut", resümmiert Eder. Mit vier Abwürfen ist für ihn nun auch die Chance auf das Einzelfinale der besten 25 Reiter am Sonntag verbaut, der Salzburger verzichtet deshalb heute auf einen Start. Christian Schranz hingegen will im heutigen Springen nocheinmal alles geben, um es vielleicht doch noch unter die besten 25 zu schaffen.

Quelle

Resultat - Zwischenstand nach dem zweiten Wettkampftag (Einzelwertung)

1. Carsten-Otto Nagel (GER) – Corradina – 0,69 Fehlerpunkte
2. Billy Twomey (IRL) - Tinka´s Serenade – 0,95 Fehlerpunkte
3. Nick Skelton (GBR) – Carlo – 1,04 Fehlerpunkte
37. Stefan Eder (AUT) - Chilli van Dijk – 16,54 Fehlerpunkte
41. Christian Schranz (AUT) – Lualdi – 18,83 Fehlerpunkte
59. Christian Fries (AUT) – Lanco – 33,22 Fehlerpunkte

Resultat – Zwischenstand nach dem zweiten Wettkampftag (Teamwertung)

1. Niederlande – 7,42 Fehlerpunkte
2. Deutschland – 10,41 Fehlerpunkte
3. Frankreich – 15,95 Fehlerpunkte
13. Österreich – 68,59 Fehlerpunkte

Das EM-Programm im Überblick

Freitag, 16. September
16.30 Uhr: 2. Wertungsprüfung (Einzel und Team), Mannschaftsfinalwertung: Nationenpreis (2. Runde)

Sonntag, 18. September
15.50 Uhr: 3. Wertungsprüfung (Einzel): Finale Einzelwertung

Weitere Infos unter www.europeanjumping2011.com
Unser Partner Reitsportnews berichtet live aus Madrid.