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16.08.2015

EM Wiener Neustadt: Kein Glück für Österreichs Junioren

Mit den Finalbewerben der Junioren und Jungen Reiter gingen die Europameisterschaften der NachwuchsspringreiterInnen in Wr. Neustadt am Sonntag zu Ende. Die rot-weiß-rote Equipe blieb trotz sehr guter Einzelleistungen ohne Medaille. Die Nerven machten den heimischen Talenten einen Strich durch die Rechnung.

Bestes österreichisches Junioren-Duo bei der Nachwuchs-EM in Wiener Neustadt: Lisa-Maria Räuber und Cuyano © Hans Kraus
Bestes österreichisches Junioren-Duo bei der Nachwuchs-EM in Wiener Neustadt: Lisa-Maria Räuber und Cuyano
© Hans Kraus
Lisa Maria Räuber (S) und Leonard Platzer (NÖ) hatten sich im Vorfeld mit hervorragenden Ritten gekonnt in Szene gesetzt. Die beiden Junioren gingen mit den Plätzen vier und fünf im Zwischenranking von überaus aussichtsreichen Positionen aus ins große Finale der besten 30 Junioren Europas. Doch am Tag der Tage schlugen die Nerven den beiden 16-Jährigen ein Schnippchen.

Leo Platzer und Anton Martin Bauers ehemaliges Erfolgspferd Nausica Tame verzeichneten im ersten Umlauf des Finalspringens drei Abwürfe und wurden mit zwölf Fehlerpunkten auf dem Konto im Ranking nach hinten durchgereicht. Lisa Maria Räuber und ihr neunjähriger Cuyano beendeten ihre Runde mit neun Strafpunkten. In Runde zwei war der Parcours für Platzer nach zweimaligem Verweigern seiner vorher so sicher springenden Flipper-D'elle-Stute in der dreifachen Kombination dann sogar frühzeitig zu Ende, Räuber und Cuyano mussten einen weiteren Abwurf hinnehmen und sich schließlich mit gesamt 16,74 Punkten und Rang 19 zufrieden geben.

„Für uns war es schon ein großer Erfolg, dass wir zwei Junioren im Finale hatten“, sagte Chef d'Equipe Anton Martin Bauer im Anschluss an das nicht ganz nach Wunsch verlaufene Finale. „Die Nervosität hat Lisa und Leo zwar leider einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber wir wissen, dass wir es können und sie haben ja noch zwei Jahre als Junioren vor sich. Alles in allem können wir eine positive Bilanz ziehen nach dieser Heim-EM und die Kinder haben Erfahrungen gemacht, die ihnen niemand mehr nehmen kann! Ich bin wirklich stolz auf alle unsere Reiter!“

Das Rennen um Gold wurde zwischen den Junioren aus Großbritannien und Frankreich entschieden, wobei die Grande Nation am Ende das oberste Podest für sich beanspruchte. Camille Conde Ferreira und ihr Pirole de la Chatre durften sich trotz eines Abwurfes im letzten Springen über Gold freuen, das Duo schloss mit 6,94 Strafpunkten nach fünf Umläufen. Großbritannien schaffte gleich zweimal den Sprung in die Medaillenränge: Harry Charles und Vivaldi du Dom holten Silber (7,50 FP), Millie Allen und Balou Star Bronze (9,67).

Young-Rider-Gold für Schweden

Das Finale der Jungen Reiter ging ohne österreichische Beteiligung über die Bühne. Für das heimische Trio Willi Fischer (Pl. 43), Alessandra Reich (Pl. 45) und Valerie Wick (Pl. 56) fand das Abenteuer EM bereits nach dem Mannschaftsbewerb ein Ende. Als erfolgreichste Equipe dieser EM holten die deutschen Jungen Reiter nach zweimal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze im Finale der U21-ReiterInnen noch zwei weitere Stockerlplätze: Kaya Lüthi schloss mit dem Gesamtergebnis von 6,10 FP auf dem Silberrang, Guida Klatte holte mit 7,57 FP auf dem Konto Bronze. Gold ging allerdings an Schweden. Ebba Larsson und Waterford blieben als einziges Paar aller Jungen Reiter fehlerfrei – und zwar in allen fünf Wertungsspringen. Damit beendete das Duo die EM mit seinem Ergebnis aus dem ersten Zeitspringen (2,60 Punkte) und holte die einzige Medaille für die Skandinavier.

Gold für den Veranstalter

Bei OEPS Sportdirektor Ing. Franz Kager fällt das EM-Resümee trotz der ausgebliebenen Medaille positiv aus. Man könne nicht nur mit den sportlichen Leistungen zufrieden sein, sagte der OEPS-Sportdirektor im Hinblick auf die reibungslose Organisation: „Die Veranstaltung selbst war perfekt organisiert, von allen Seiten gab es Lob. Viele der Equipechefs sind der Meinung, es war die bislang beste Europameisterschaft die sie je erlebt haben. Ein Kompliment an Michael Steinbrecher und sein ganzes Team", lobte Kager.

Alle EM-Ergebnisse im Detail können Sie hier noch einmal nachlesen.
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