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21.08.2017

EM-Gold für Pepo Puch

Auch wenn Pepo Puch nach seinem Ritt gar nicht zufrieden war, gelang es Österreichs Aushängeschild der Para-Dressurreiter in Göteborg mit dem zwölfjährigen Oldenburger Fontainenoir seinen EM-Titel im Einzelbewerb (Individual Championship) zu verteidigen.

Auf sie war einfach Verlass: Pepo Puch und Fontainenoir. © Tomas Holcbecher
Auf sie war einfach Verlass: Pepo Puch und Fontainenoir.
© Tomas Holcbecher
Der Brite Lee Pearson, mit dem sich Pepo bisher bereits legendäre Duelle im Grade 2 geliefert hatte, fehlt zwar in Schweden, aber die übrige Gegnerschaft war stark genug, dem in der Schweiz lebenden Steirer das Leben schwer zu machen. Puch musste zudem mit Startnummer 2 ins 20x40-Viereck und meinte spontan nach seinem Ritt: „Ich habe sicherlich noch Verbesserungspotential. Auch wenn Lee nicht hier ist, das Niveau ist deswegen nicht geringer geworden. Es gibt genug gute Pferde hier am Start und ich kann froh sein, wenn es eine Medaille wird.“ Dass es am Ende sogar Gold wurde, freute nicht nur Puch, sondern das gesamte rot-weiß-rote Team. Die Dressurreiter waren nämlich unmittelbar nach ihrem Training vom Ullevi-Stadion in die Heden-Arena geeilt um ihre Mannschaftskollegen anzufeuern.
Die künftigen Europameister beim Einritt in die Heden-Arena. © Tomas Holcbecher
Die künftigen Europameister beim Einritt in die Heden-Arena.
© Tomas Holcbecher
Kopfschütteln löste bei ihnen und dem Publikum nur das Urteil der französischen Richterin aus, die Pepo Puch nur auf Rang 4 hatte, während ihn ihre vier KollegInnen ganz vorne klassierten. 73,382 % reichten Pepo am Ende für Gold, die Niederländerin Nicole den Dulk holte mit Wallace N.O.P. (72,382) Silber und die Dänin Stinna Tange Kaastrup gewann mit Horsebo Smarties (72,029) Bronze. „Tolle Arena, tolle Leute, die Schweden lieben den Pferdesport und das spürt man hier“, zeigte sich Österreichs Paradressur-Star von der Organisation der Mulit-Europameisterschaft in Göteborg begeistert.
Auf wenn er nicht perfekt ritt: Wieder einmal Gold für Pepo Puch. © Tomas Holcbecher
Auf wenn er nicht perfekt ritt: Wieder einmal Gold für Pepo Puch.
© Tomas Holcbecher
Sichtlich zufrieden: Julia Sciancalepore und Pommery. © Tomas Holcbecher
Sichtlich zufrieden: Julia Sciancalepore und Pommery.
© Tomas Holcbecher
Auch die erst 21jährige Julia Sciancalepore strahlte bis über beide Ohren nach ihrer Darbietung mit ihrem gleichaltrigen Pommery! „Ich bin total zufrieden. Nervös war ich auch nicht, im Gegenteil. Ich bin mit meiner Trainerin auf einer Bank vor dem Stall gesessen und fast eingeschlafen und auch das Pferd ist mit hängender Lippe entspannt in der Box gestanden,“ die Worte sprudeln aus der sympathischen Kärntnerin in der Mixed Zone nur so heraus. „Ein paar Fehler haben sich schon eingeschlichen, außerdem ist es mir wieder passiert, dass ich beim Tourenwechsel bei X die B-Richterin gegrüßt habe! Bei mir ist automatisch gespeichert: X, Haltparade, Grüßen.“ Der Richterin gefiel diese zusätzliche Aufmerksamkeit offenbar, denn sie wertete mit über 69 %. Mit insgesamt 66,393 % kam Sciancalepore am Ende auf Rang 12.
Julia Sciancalepore: Die ideale Interviewpartnerin! © Tomas Holcbecher
Julia Sciancalepore: Die ideale Interviewpartnerin!
© Tomas Holcbecher
Bernd Brugger und Bellagio hätten sich das Kürfinale verdient gehabt. © Tomas Holcbecher
Bernd Brugger und Bellagio hätten sich das Kürfinale verdient gehabt.
© Tomas Holcbecher
Für die übrigen beiden Österreicher lief es nicht so ganz nach Wunsch, wobei Bernd Brugger mit seinem neuen Championatspferd Bellagio besonderes Pech hatte, da er das Kür-Finale am Mittwoch als 9. nur um lächerliche 0,146 % verpasste. Selbstkritisch und sehr enttäuscht meinte der in Hamburg lebende Reitlehrer mit etwas Sarkasmus: „Man könnte daran arbeiten, dass man das, was im Training gut funktioniert auch in der Prüfung gezeigt wird.“ Auch für den Kärntner Michael Knauder war mit seiner Contessa mehr drinnen als der 14. Platz: „Ich hätte ein paar Sachen schneller machen können, dann hätte es am Ende besser ausgesehen. Schade, dass nicht mehr Zuseher da sind, aber die Bedingungen in Göteborg sind ideal.“ Ideal lief es auch beim Springreit-Team, da alle Pferde anstandslos die Verfassungsprüfung absolvierten.
Rot-weiß-rote Unterstützung für Michael Knauder und Contessa. © Tomas Holcbecher
Rot-weiß-rote Unterstützung für Michael Knauder und Contessa.
© Tomas Holcbecher
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