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03.08.2017

Ebreichsdorf: Junioren Pas de Deux überraschend in Führung, Gruppen vorläufig auf Platz zwei

Österreichs Athleten liegen nach Tag zwei der Voltigier-EM und -WM in Ebreichsdorf voll auf Kurs. Mehr noch. Der Donnerstag brachte neben zwei zweiten Plätzen in den Gruppenbewerben, mit denen man durchaus hatte rechnen dürfen, auch eine handfeste Überraschung im Pas de Deux der Junioren.

Die beiden Steirerinnen Viktoria Feldhofer und Anna Krippl sorgen mit ihrer Zwischenführung im Junioren Pas de Deux für die Überraschung des Tages. © im|press|ions
Die beiden Steirerinnen Viktoria Feldhofer und Anna Krippl sorgen mit ihrer Zwischenführung im Junioren Pas de Deux für die Überraschung des Tages.
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Für das Duo Viktoria Feldhofer und Anna Krippl ist es das erste Championat ihrer Karriere. Und das hätte nicht besser beginnen können. Auf dem routinierten Le Grand Chevalier, der hier im Magna Racino bereits 2013 mit Sandrine Flicker und Heike Hulla Junioren-Gold im Pas de Deux geholt hatte, überzeugten die beiden Steirerinnen an der Longe von Eva Maria Kreiner mit einer souveränen Darbietung. Die Richter honorierten die stark geturnte Pflicht mit 7,86 Punkten – das bedeutete die Führung. Sehr zur Freude der beiden Athletinnen und des gesamten österreichischen Teams. „Es ist unser erstes Championat und damit haben wir echt nicht gerechnet. Wir sind erst seit neun Monaten als Pas de deux zusammen, haben aber ein sehr erfahrenes Pferd, das bereits vier Championate gegangen ist. Wenn wir nervös sind, gibt er uns Sicherheit.“

Hinter dem deutschen Pas de Deux Ronja Kähler und Julian Kögl (7,847) und dem US-Duo Janie Salisbury und Bridget Kiernan (7,761), liegen die Bronzemedaillengewinner von 2016, Clara Köpke und Lara Maurer (7,694), derzeit auf Platz vier. Nachdem der Abstand zwischen den ersten vier Duos jedoch weniger als zwei Zehntel beträgt, ist hier noch alles möglich.

Eine gute Ausgangsposition haben sich die rot-weiß-roten Voltis auch in den Gruppenbewerben verschafft. Bei den Junioren liegt das Team des Club 43, das auf Darwin, longiert von Karen Asmera, eine sehenswerte Pflicht zeigte, derzeit mit 7,025 Punkten rund drei Zehntel hinter Deutschland. Damit ist Österreichs Juniorengruppe, die 2015 vor Deutschland Weltmeister wurde und 2016 bei der EM hinter Deutschland Bronze holte, auch beim Heim-Championat gut im Rennen. Die amtierenden  Europameister aus der Schweiz, bekannt für ihre Kür-Stäkre, rangieren nach der Pflicht vorerst an dritter Position.
Von den dreizehn angetretenen U18-Gruppen erturnten nur Österreichs Junioren-Team (Club 43) und die Mannschaft aus Deutschland eine Wertote über 7. © im|press|ions
Von den dreizehn angetretenen U18-Gruppen erturnten nur Österreichs Junioren-Team (Club 43) und die Mannschaft aus Deutschland eine Wertote über 7.
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Bei den Gruppen in der Altersklasse der Senioren dominierten ebenfalls die Teams aus Deutschland Österreich und der Schweiz, allerdings in anderer Reihenfolge als im Junioren-Bewerb. Nach der Pflicht liegen die starken Schweizer in Front (7,848), dicht gefolgt von den Gruppenvoltigierern aus Wildegg, die auf dem bewährten Alessio L Amabile (Longe Maria Lehrmann) eine hervorragende Darbietung zeigten. Von der Jury gab es dafür 7,652 Punkte, womit sich die Niederösterreicher noch vor den Deutschen (7,588) auf Platz zwei einreihten. Aufgrund der knappen Abstände zwischen den drei Erstplatzierten ist für die kommenden Kürbewerbe, die ab Samstag zu sehen sind, jedenfalls Hochspannung garantiert.
Bei den Senior-Gruppen wird Österreich erfolgreich durch die erfahrene Truppe der Voltigiergruppe Wildegg vertreten. © im|press|ions
Bei den Senior-Gruppen wird Österreich erfolgreich durch die erfahrene Truppe der Voltigiergruppe Wildegg vertreten.
© im|press|ions

Nicole Brabec weiterhin auf Goldkurs

Bereits in die zweite Runde ging es heute für die U18-Voltigierer in den Einzelbewerben. Bei den Junior-Damen konnte Nicole Brabec von der Voltigiergruppe Club 43 ihre Führung vom Vortag mit einem Sieg in der Kür noch weiter ausbauen. „Ich bin total happy über mein super Zwischenergebnis weil die Deutschen vergangenes Jahr so stark waren und ich in Le Mans dann Vierte geworden bin“, freute sich die 17-jährige Niederösterreicherin über ihre Zwischenführung. Die Silbermedaillengewinnerin der WM 2015 und EM 2016, Franziska Peitzmeier (GER), liegt ihr allerdings mit nur etwas mehr als einem Zehntel Rückstand dicht auf den Fersen. Hinter der Schwedin Johanna Lindberg (SWE), die sich mit ihrer Kür von Rang vier auf Platz drei verbessern konnte, rangiert Lena Birkenau auf dem aussichtsreichen vierten Platz. „Ich hatte mir das Erreichen der Top 15 als Ziel gesetzt und damit eigentlich jetzt schon meine eigenen Erwartungen übertroffen.“ Die 18-jährige Niederösterreicherin, die heuer ihr letztes Junioren-Jahr bestreitet, feiert bei der WM in Ebreichsdorf ihre Championatspremiere im Einzel. Und die ist durchaus gelungen. Immerhin ist ihr bei ihrem Debüt auf Anhieb den Sprung ins Finale der besten 15  U18-Voltigiererinnen der Welt geglückt.
In ihrer Kür mimt Nicole Brabec den blauen Papagei Blue aus dem Animations-Kinohit Rio. © im|press|ions
In ihrer Kür mimt Nicole Brabec den blauen Papagei Blue aus dem Animations-Kinohit Rio.
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Deutschland hat mit der EM Bronzemedaillengewinnerin 2016, Hannah Steverding (5.) und der amtierenden Europameisterin Mara Xander (7.)  zwei weitere starke Athletinnen in der 2. Runde der besten 15 Junioren der Welt. Die Schweiz (Sarah Linder und Samira Garius)  und Dänemark (Anna Victoria Damm & Emma Helena Kaps) sind ebenso wie Österreich mit zwei Athleten vertreten. In Runde zwei sind erneut ein Pflicht- und ein Kürdurchgang zu absolvieren im Kampf um die begehrten WM Medaillen.

Bei den Junior-Herren ist der amtierende U18-Weltmeister Juan Martin Clavijo auch bei diesem Weltchampionat das Maß aller Dinge. Er liegt nach der ersten Runde mit Pflicht und Kür souverän in Führung vor Deutschlands Trio Gregor Klehe, Philipp Stippel und Jannik Liersch. Österreich hat mit dem Niederösterreicher Philip Clement, der sich mit seine rKür auf Platz sieben verbessern konnte, und dem Tiroler Georg Gabl (12.) zwei Athleten im Finale der besten 15, das morgen mit dem zweiten Pflichtdurchgang weitergeht.

„Wir liegen voll auf Kurs und sind sehr zufrieden mit den Zwischenständen derzeit. Wenn alles nach Plan läuft, können beide Gruppen eine Medaille holen und auch im Einzel der Junioren Damen und im Junioren Pas de deux ist auf jeden Fall mindestens eine Medaille möglich“,  freut sich Österreichs Bundesreferent Manfred Rebel nach diesem heißen, aber erfolgreichen Tag.

Ergebnisse

PM/ps
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