Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
21.09.2014

Eder und Kneifel sensationell im Vienna Masters

Der Finaltag des Vienna Masters ließ die Herzen der heimischen Springfans höher schlagen, denn mit Stefan Eder auf Platz 4 und Astrid Kneifel auf Platz 6 sprangen zwei der heimischen Asse im mit 61.000 Euro dotierten Hauptspringen mitten in die Weltspitze. Zwei neuerliche Bilderbuchritte zeigte der in überragender Form reitende Ludger Beerbaum, der sich als Tagesssieger von diesem Turnier verabschiedete.

Ludger Beerbaum präsentierte sich auch am Abschlusstag des Vienna Masters in überragender Form und sprang mit Chaman nach zwei fehlerfreien Runden zum 20.130 Euro dotierten Sieg. © Stefano Grasso/LGCT
Ludger Beerbaum präsentierte sich auch am Abschlusstag des Vienna Masters in überragender Form und sprang mit Chaman nach zwei fehlerfreien Runden zum 20.130 Euro dotierten Sieg.
© Stefano Grasso/LGCT
Gestern gab’s für Beerbaum nach einem Abwurf in der ersten Runde des Global Champions Tour Springens noch Platz fünf – heute war der Routinier und aktuelle Leader der GCT-Wertung allerdings nicht mehr zu schlagen. Im Sattel seines 15-jährigen KWPN-Hengstes Chaman zeigte Beerbaum nach einer Nullrunde im Grundumlauf einen Bilderbuchrittt im Stechen, stets kontrolliert und mit kalkuliertem Risiko, aber trotzdem ungemein schnell. Als Beerbaum seine Durchlaufzeit von 42,90 Sekunden auf der Anzeigentafel aufleuchten sah, riss er die Siegerfaust in die Luft – er hatte wohl schon im Gefühl, dass er mit diesem Ritt eine echte Richtmarke hingelegt hatte. Und so war es schließlich auch. Alle nachfolgenden Reiter bissen sich an Beerbaums Vorgabe die Zähne aus, auch dessen erster Verfolger im Rennen um den GCT-Gesamtsieg, Rolf Göran Bengtsson mit Clarimo Ask. Der Schwede war es schließlich auch, der den bis dahin sensationell auf Rang 3 liegenden Salzburger Stefan Eder vom Treppchen stieß und sich hinter Hans Dieter Dreher (GER) mit Embassy den verbleibenden Podiumsplatz schnappte.
Rolf-Göran Bengtsson und Clarimo ASK waren schnell unterwegs im Stechen - allerdings nicht schnell genug. Schlussendlich reichte es "nur" für Platz drei. © Stefano Grasso/LGCT
Rolf-Göran Bengtsson und Clarimo ASK waren schnell unterwegs im Stechen - allerdings nicht schnell genug. Schlussendlich reichte es "nur" für Platz drei.
© Stefano Grasso/LGCT
Doch Eder, der vor zwei Jahren schon einmal Platz 2 im Vienna Masters belegt hatte, konnte sich auch über seinen 4. Platz in der Gesamtwertung richtig freuen. Und das zu Recht, denn im Sattel seiner Concordija gelang dem 32-Jährigen nach einem blitzsauberen Grundumlauf eine weitere fehlerfreie Runde im 1,55 m hohen Stechparcours und nur knappe 6 Zehntel waren es schließlich, die die aktuelle Nr. 1 der Top of Austria Liste vom Podiumsplatz trennten. Dabei hatte der gebürtige Oberösterreicher nach seiner Aufgabe im GCT-Springen am Vortag schon überlegt, ob er am Sonntag überhaupt noch starten solle. Wie gut, dass es sich doch noch dazu entschlossen hat! "Das ist ein ganz besonderer vierter Platz für mich", sagte Eder bei der anschließenden Pressekonferenz. "Ich spiele derzeit nicht in dieser Liga mit, daher macht es mich umso stolzer, dass Concordija und ich hier zweimal fehlerfrei durchgekommen sind. Vom Tempo her hätten wir gegen Beerbaum, Dreher und Bengtsson wohl noch ein bisschen mehr riskieren müssen, aber ich bin trotzdem super zufrieden."

Zwei makellose Runden zauberten auch Astrid Kneifel und ihr WM-Pferd Royal des Bissons in den Magna-Racino-Parcours. Im Stechen, für das sich insgesamt 15 Paare qualifiziert hatten, ritt die amtierende Staatsmeisterin dann auf Sicherheit und wurde für ihre fehlerfreie Runde mit dem sechsten Gesamtrang belohnt – sicherlich einer der größten Erfolge ihrer bisherigen Karriere.

ÖsterreicherInnen dominieren Gold-Tour-Finale

Im mit 24.000 Euro dotierten Finale der CSI2* Gold Tour hatten die heimischen Springsportfans jede Menge Grund zum Jubeln, denn mit Monika Niederländer (V), Iris Murray (OÖ), Theresa Pachler (NÖ), Alica Janout (NÖ) und Hugo Simon (St) schickte Österreich gleich fünf TeilnehmerInnen ins Stechen. Lediglich Nicole Walker (CA) mischte als Kanadierin im Finale mit, doch auch ihr wurden fest die rot-weiß-roten Daumen gedrückt, immerhin ist sie ja die Enkelin von Hausherr Frank Stronach. In der Entscheidungsrunde hatte dann Iris Murray mit ihrem Qui Doo die Nase vorne, sie lieferte mich 46,52 Sekunden klar die beste Zeit und verdrängte die zuvor schon fehlerfrei gebliebene Monika Niederländer mit Cornet auf Rang 2, den die Vorarlbergerin bis zum Schluss behielt. Nicole Walker, am Freitag schon einmal siegreich in der Gold Tour, zeigte mit ihrem achtjährigen Saphir den schnellsten Vier-Fehler-Ritt und sicherte sich damit ihren zweiten Podiumsplatz bei diesem Turnier unmittelbar vor Hugo Simon, der mit seinem C.T. nur acht Hundertstel langsamer war.

Wieder Platz 2 für Nicola Louise Ahorner in der Pony Dressur

Der dritte Auftritt im Pony Dressage Masters brachte der Wienerin den ebensovielten zweiten Platz ein. Mit 72,925 Prozent platzierte sich die heimische Nachwuchsdressurhoffnung im Sattel ihrer Palominostute Dynasty knappe 1,5 Prozent hinter der Dominatorin der Bewerbe hier im Magna Racino, der Deutschen Kim Burschik mit Now and forever Feivel. Die 15-jährige deutsche Kaderreiterin aus Iserlohn ließ mit ihrem 13-jährigen Ponywallach nichts anbrennen und sicherte sich mit 74,525 Prozent erneut Platz 1. Auf Platz 3 behauptete sich einmal mehr Victoria Wurzinger mit Sappori, der es seiner Reiterin heute nicht ganz einfach machte. Doch die junge Niederösterreicherin behielt die Nerven und lieferte das drittbeste Ergebnis des Bewerbs (67,475 %).

Großes Lob für die Veranstalter

„Traumhaft war es hier - und das sage ich nicht nur, weil ich heute gewonnen habe!“, sagte Ludger Beerbaum bei seinem Siegerinterview und streute dem Veranstalteam des Vienna Masters Rosen für ein durch und durch gelungenes Turnier. „Wir haben vor und hinter den Kulissen unglaubliche Gastfreundschaft erfahren, einen super Sport und ein wunderschönes Wochenende erlebt. Dafür sage ich im Namen meiner Reiterkollegen danke, es war einfach toll!“

Entsprechend positiv fiel bei der abschließenden Pressekonferenz auf das Resümee von Veranstalter Gregor Gschlenk aus. Nach dem Regen-Desaster im Vorjahr hatte bei der diesjährigen Auflage nciht nur das Wetter endlich wieder mitgespielt, auch die idealen Bedingungen im Pferdesportpark Magna Racino gaben dem Turnier den perfekten Rahmen. Trotz der gelungenenPremiere in Ebreichsdorf heißt es 2015 aber wieder „Pferd findet Stadt“, denn dann wird der Wiener Rathausplatz in Österreichs Pferdemekka Nummer eins verwandelt.
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
Servus TV AD