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18.08.2016

Eine Goldene und dreimal Bronze für Österreich bei Reining EM und WM

Zweimal Bronze, so lautet die Ausbeute für Österreichs Reiter beim Gipfeltreffen der weltbesten FEI-Reiner im schweizerischen Givrins. Die parallel veranstaltete EM der Junioren und Jungen Reiter brachte der rot-weiß-roten Equipe neben einer weiteren Bronzemedaille mit Celina Bachleitner sogar eine frischgebackene Europameisterin.

Das rot-weiß-rote Bronze-Team mit Chef d‘Equipe Gerold Dautzenberg © FEI/Andrea Bonaga
Das rot-weiß-rote Bronze-Team mit Chef d‘Equipe Gerold Dautzenberg
© FEI/Andrea Bonaga
Den Auftakt im Medaillenreigen machte der Mannschaftsbewerb in der Allgmeinen Klasse. Und der hatte es in sich. Zusammen mit den Teams aus Belgien, Deutschland und Italien lieferte sich die österreichische Equipe mit Martin Mühlstätter auf Gotta Gold Chain, Rudi Kronsteiner auf AB Peppy Diamond, Tina Künstner-Mantl auf Nu Chexomatic und Johannes Hasenauer auf Keen Little Juice einen packenden Wettstreit um die Medaillen, der bis zum letzten Reiter absolute Hochspannung bot.

Denn bevor Schlussreiter Martin Mühlstätter auf Gotta Gold Chain in die Reithalle einritt, lagen Italiens Reiner noch auf Bronzekurs. Für Österreich hätte das den undankbaren vierten Platz bedeutet. Doch der in den USA lebende Mühlstätter behielt die Nerven. Mit einem sensationellen Ritt auf dem siebenjährigen Quarter Horse Hengst Gotta Gold Chain, den er von Teamkollegin Tina Künstner Mantl für das Championat zur Verfügung gestellt bekommen hatte, scorte Mühlstätter eine 221 – die zweitbeste Wertung des Tages und nur einen Zähler hinter dem Winning-Score des belgischen Star-Reiners Bernhard Fonck auf Smart n Sparkin (222).

Zusammen mit Rudi Kronsteiners 218,8 (Platz 8), Tina Künstner-Mantls 214 (Platz 17) und Johannes Hasenauers 207 (Platz 36) hielt Team Austria schließlich bei 653,5 Punkten, verdrängte Italiens Reiner (652,5) noch in allerletzter Sekunde vom Podium hatte damit Bronze gewonnen.

„Das war zweifellos eine großartige Erfahrung und ich bin sehr froh, dass wir es auf das Podium geschafft haben“, sagte Österreichs High-Scorer Martin Mühlstätter im Anschluss an den Bewerb.

Große Freude gab’s auch bei Equipechef Gerold Dautzenberg, der seinen Reitern Rosen streute. „Mein Team war einfach fantastisch und wir könnten nicht glücklicher sein mit diesem Ergebnis.“ Dass es am Ende für eine Team-Medaille reichen würde, war vor dem Bewerb nämlich noch alles andere als klar, wie Dautzenberg im Interview verriet: „Leider hat sich eines unserer Pferde leicht verletzt und wir mussten umsatteln." Anstelle von Klaus Lechner und Cody Rooster Delmaso sprangen Johannes Hasenauer und Keen Little Juice ein. Ihr Team-Debüt wurde am Ende nun mit einer Medaille belohnt. "Alle unsere Reiter einen super Job gemacht und wir sind begeistert, dass wir mit Team Bronze nach Hause fahren.“

Auch das Duell um Gold war an Spannung kaum zu überbieten und auch hier brachte erst der letzte Reiter die Entscheidung, diesmal in Person von Bernhard Fonck, der mit dem Tagesbestwert von 222 dem beglischen Team die Goldmedaille (661,5) vor der Mannschaft aus Deutschland (660) sicherte.

Bronze für Tina Künstner-Mantl

21 Reiter aus sechs Nationen gingen in der WM-Einzelentscheidung an den Start, die ebenso zu einem Thriller werden sollte, wie der Mannschaftsbewerb. Bereits als dritte Starterin begeisterte Tina Künstner-Mantl mit ihrem NRHA Open Weltmeister von 2013, Nu Chexomatic. Mit ihrem Score von 221,5 schob sich die Tirolerin an die Spitze der Wertung. Bis der Italiener Gennaro Lendi mit Yankee Gun einritt und den österreichischen Top-Score noch einmal um einen halben Zähler verbesserte. Weil der Deutsche Grischa Ludwig im Sattel von Gwiz Im Smart ebenfalls eine 221,5 in den Sand zauberte, ging es ins deutsch-österreichische Stechen um Silber und Bronze. Und hier hatte der deutsche Multi-Champion die Nase vorne, denn Künstner-Mantl und ihr neunjähriger Quarter Horse Wallach mussten sich diesmal mit einer 212,5 begnügen. Damit reichte Ludwig ein Sicherheitsritt, der ihm auch ohne Probleme gelang. Seine 217,5 bedeuten Silber für ihn und Bronze für Künstner-Mantl. Ein fantastischer Erfolg für die Tirolerin, die ihr Glück gar nicht fassen konnte. 

Ein weiteres Top-Ten-Ergebnis lieferte Martin Mühlstätter auf Gotta Gold Chain. Dabei hatte das Duo im Vorfeld ordentlich Pech gehabt, denn der Hengst hatte vor dem Bewerb ein Sliding-Eisen verloren. Trotz dieses Handicaps ritt Mühstätter eine hervorragende Pattern, wenngleich Gotta Gold Chain die Stops nicht in voller Brillanz zeigen konnte. Trotzdem gab’s für den gelungenen Ritt eine 219 und damit Platz acht. Million Dollar Rider Rudi Kronsteiner und AB Peppy Diamond komplettierten mit Rang zwölf (217) das ausgezeichnete Ergebnis aus österreichischer Sicht.
Celina Bachleitner und Paintball Gun waren im Junioren-Einzel ein Klasse für sich. Das Duo holte EM-Gold. © FEI/Andrea Bonaga
Celina Bachleitner und Paintball Gun waren im Junioren-Einzel ein Klasse für sich. Das Duo holte mit einer 215 EM-Gold.
© FEI/Andrea Bonaga

Gold und Bronze für rot-weiß-roten Nachwuchs

Weiter aufgestockt wurde die heimische Mediallenbilanz in den Nachwuchsbewerben. Und zwar durch Gold! Denn in der Einzel-Entscheidung der Junioren gaben sich die 13-jährige Celina Bachleitner und ihr Paintball Gun zum Maß aller Dinge. In souveräner Manier setzte sich die junge Salzburgerin gegen ihre 18 Konkurrenten durch und holte mit einer 215 ihren ersten großen Titel vor den beiden Französinnen Marie Baralon (213,5) und Margaux Legrand (213). Großes Lob für diese Leistung gab’s von Team-Coach Gerold Dautzenberg, der Bachleitner als „echten Profi“ bezeichnete. Und auch Sabine Lisec hatte allen Grund zur Freude. Und zwar in zweifacher Hinsicht. Denn neben Junioren-Gold gab's für die langjährige österreichische Nachwuchs-Equipe-Chefin auch noch EM-Bronze zu feiern. Die ging auf das Konto ihrer Tochter Anna, die im Sattel des siebenjährigen Fuchshengstes Tari Whizin eine 214,5 bei den Jungen Reitern erritt – die drittbeste Wertung hinter Gina Schumachers (GER) beeindruckender 219 und der 217,5 des Italieners Enrico Sciulli.

Alle Ergebnisse im Detail gibt’s hier.

ps
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