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19.09.2015

Eine Siegerin der Herzen

Hochdramatisch verlief die vorletzte Etappe der Global Champions Tour am Wiener Rathausplatz. Sie endete mit einem vielbejubelten Erfolg von Luciana Diniz auf ihrem 16jährigen Publikumsliebling Winningwood, wobei sie in der Entscheidung Nerven wie Stahlseile hatte und damit auch erste Herausforderin des weiterhin führenden Scott Brash für den GCT-Gesamtsieg bleibt.

Würdige Sieger im Regen am Wiener Rathausplatz: Luciana Diniz und Winningmood! © Tomas Holcbecher
Würdige Sieger im Regen am Wiener Rathausplatz: Luciana Diniz und Winningmood!
© Tomas Holcbecher
46 Teilnehmer nahmen die erste Runde des mit 300.000 Euro dotierten Springens in Angriff, die mit Schwierigkeiten nur so gespickt war. Einerseits stellten natürlich die Abmessungen enorme Anforderungen an die Sprungkraft der Pferde, aber andererseits dürften auch die Licht- und Schattenverhältnisse zu so manchem Fehler beigetragen haben. So gelang es nur sechs Reitern ohne Abwurf in der erlaubten Zeit zu bleiben.
So wie sie freut sich keine im Springreiterzirkus: Luciana Diniz und ihr Ausnahmepferd Winningmood! © Tomas Holcbecher
So wie sie freut sich keine im Springreiterzirkus: Luciana Diniz und ihr Ausnahmepferd Winningmood!
© Tomas Holcbecher
Für die drei österreichischen Vertreter stellte diese Runde doch sehr hohes Niveau dar, weshalb Markus Saurugg mit seiner Texas I auch nach einigen Abwürfen die Konsequenz zog und aufgab. Max Kühner mit Cornet Kalua und Gerfried Puck auf Bionda kamen mit je zwei Abwürfen aus dem Parcours, was für das Erreichen der zweiten Runde nicht reichte. Thomas Frühmann hatte schon vorher seine Schlüsse gezogen und ging mit seinem The Sixth Sense erst gar nicht an den Start: "Man muss wissen, wo der Hammer hängt, ich will mich ja nicht umbringen."
Scott Brash beim Abreiten mit Hello M"Lady in den Nebengassen des Rathausplatzes. © Ernst Kopica
Scott Brash beim Abreiten mit Hello M"Lady in den Nebengassen des Rathausplatzes.
© Ernst Kopica
In die zweite Runde kamen reglementgemäß die besten 18 des ersten Durchgangs. Trotz seines Abwurfes in Runde 1 schob sich dann gleich der Mann der Stunde Scott Brash weit nach vorne. Der Schotte ritt mit Hello M'Lady die schnellste Zeit und belegte damit im Endklassement Rang 5, knapp gefolgt von seinem Immer-noch-Widersacher um den Gesamtsieg Rolf-Göran Bengtsson und Casall ASK. Eine Doppelnull gelang nur drei Teilnehmern, nämlich Kevin Staut, Harrie Smolders und Luciana Diniz.
Ein volles Haus am Rathausplatz, dem Publikum konnte der Regen nichts anhaben. © Archiv
Ein volles Haus am Rathausplatz, dem Publikum konnte der Regen nichts anhaben.
© Archiv
Der Franzose Staut eröffnete das Stechen mit einer schon müde wirkenden Silvana, die logische Folge zwei Abwürfe! Smolders ritt seinen Hengst Don VHP Z mit kalkuliertem Risiko, blieb fehlerfrei und Diniz musste am Abreiteplatz einstweilen ein verlorenes Eisen ersetzen – Nervenkitzel pur! Doch die für Portugal startende Brasilianerin und ihr charismatischer Schimmel Winningmood trotzten dieser Anspannung und auch dem immer heftiger werdenden Regen: Fehlerfrei und mit 38 Hundertstelsekunden Vorsprung holte sich die immer fröhliche 44jährige den Tagessieg.
Vor der eindrucksvollen Kulisse des Wiener Rathausplatzes erlebte das Publikum hochklassigen Springreitsport. © Ernst Kopica
Vor der eindrucksvollen Kulisse des Wiener Rathausplatzes erlebte das Publikum hochklassigen Springreitsport.
© Ernst Kopica
Sie ist damit härteste Konkurrentin für Brash um den GCT-Gesamterfolg 2015, die endgültige Entscheidung fällt aber erst im November in Doha. Diniz liegt jetzt nur noch zwei Punkte hinter Brash, aber auch Bengtsson hat noch (theoretische) Chancen.
Gab Scott Brash dem schnellen Roger Yves Bost noch die letzten Tipps? © Ernst Kopica
Gab Scott Brash dem schnellen Roger Yves Bost noch die letzten Tipps?
© Ernst Kopica
In der Vienna Challenge am Nachmittag unterschätzte Parcoursbauer Frank Rothenberger offensichtlich ein wenig das Können der Starter, denn nicht weniger als 16 der 34 Paare blieben fehlerfrei und erreichten damit das Stechen - erfreulicherweise auch drei der vier angetretenen Österreicher, nämlich Max Kühner (Coeur de Lion), Gerfried Puck (Poker Face) und Dieter Köfler (Askaban), die am Ende 9., 11. und 12. wurden. Um den Sieg gab es keine Diskussion, denn einmal mehr bewies Roger-Yves Bost, dass es nicht unbedingt stilistisch schön sein muss, wenn man schnell sein will. Mit Pegase du Murier distanzierte er die Kanandierin Tiffany Foster (Brighton) um fast zwei Sekunden. Für Christian Schranz prolongierte sich am Samstag die gute Form in der 2*-Tour: Mit Whisper von Lichten belegte er erneut einen Spitzenplatz und musste sich nur dem Kanadier Wesley Newlands geschlagen geben, der im Stechen eine Sekunde schneller war.
Nicht gerade schön, aber schnell: Roger Yves Bost auf Pegase du Murier. © Tomas Holcbecher
Nicht gerade schön, aber schnell: Roger Yves Bost auf Pegase du Murier.
© Tomas Holcbecher
Wunderbare Shownummern gab es 2015 am Rathausplatz ebenfalls zu bewundern. Erfreulich die Tatsache, dass diesmal die Pferde im Mittelpunkt standen. Hier gibt es die besten Fotos:
Auch im Westernsattel überzeugend: Dressurreiter Peter Gmoser! © Tomas Holcbecher
Auch im Westernsattel überzeugend: Dressurreiter Peter Gmoser!
© Tomas Holcbecher
Wurden vom Publikum für ihre Gold-Kür bejubelt: Jasmin Lindner und Lukas Wacha auf Bram. © Ernst Kopica
Wurden vom Publikum für ihre Gold-Kür bejubelt: Jasmin Lindner und Lukas Wacha auf Bram.
© Ernst Kopica
Auch ohne Sattel springen Pierre Fleurys Ponies über Hindernisse. © Ernst Kopica
Auch ohne Sattel springen Pierre Fleurys Ponies über Hindernisse.
© Ernst Kopica
Zu Recht volle Ränge gab es bei seiner wunderbaren Freiheitsdressur! © Ernst Kopica
Zu Recht volle Ränge gab es bei seiner wunderbaren Freiheitsdressur!
© Ernst Kopica
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