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17.06.2013

Enttäuschende Hagen-Bilanz für Österreichs Springnachwuchs

Nach einem hervorragenden Auftakt gab es für die heimischen Springtalente bei den Future Champions in Hagen nur noch wenig Grund zum feiern. Sowohl in den Nationencups als auch bei den Großen Preisen mussten sich unsere NachwuchsreiterInnen bis auf wenige Ausnahmen mit den hinteren Plätzen begnügen.

Fast wäre es für Laura Sutterlüty und ihren Liquidor Platz zwei im Großen Preis der Junioren geworden, doch gerade am letzten Sprung fiel die Stange , dem Paar gelang mit Rang elf immerhin noch der Sprung in die Liste der Platzierten. © Fotoagentur Dill
Fast wäre es für Laura Sutterlüty und ihren Liquidor Platz zwei im Großen Preis der Junioren geworden, doch gerade am letzten Sprung fiel die Stange , dem Paar gelang mit Rang elf immerhin noch der Sprung in die Liste der Platzierten.
© Fotoagentur Dill
Wie schon bei den Children und den Junioren einen Tag zuvor, waren die Ergebnisse in den Nationenpreisen der Ponys und der Jungen Reiter am Freitag ernüchternd. Beide Equipen kamen nicht über Runde eins hinaus. Für die heimischen Pony-Paarungen Josefina Goess-Saurau mit Cinderella Girl (4 FP), Stephanie Ausch mit Flor van de Mispelaere (ausgeschieden), Leonard Platzer mit Smart Girl (8 F) und Johanna Sixt mit Lilly Vanilly (8 FP) blieb mit gesamt 24 Fehlerpunkten nur der neunte von insgesamt 10 Plätzen.

Ähnlich erging es dem heimischen Young Riders Team, das mit Laura Lehner und Uster van’t Heike (8 FP), Theresa Pachler mit Acorada (16 FP), Melanie Buchner mit Zilton (aufgegeben) und Lea-Florentina Kohl mit Commander (8 FP) am Start und insgesamt 32 Fehlerpunkten auf dem Konto ebenfalls nicht über Rang neun von zehn hinauskam.

Auch in den Großen Preisen gab es aus heimischer Sicht wenig Grund zum Jubeln, in der Klasse der Children schaffte es keines der rot-weiß-roten Talente in die Reihen der Platzierten. Mit einem Zeitfehler im Grundumlauf klassierte sich Nathalie Ausch im Sattel ihrer Alberta als beste Österreicherin auf Platz 22. Mit Ausnahme ihrer Schwester Stefanie (Rang 37) war der Rest der der heimischen ReiterInnen geschlossen im letzten Viertel des Teilnehmerfeldes zu finden. Ähnlich fiel die Ausbeute im Young Riders Grand Prix aus, den Theresa Pachler und Acorada als bestes Paar auf Rang 33 beendeten.

Lichtblicke bei den Ponys und Junioren

Besser lief es für unseren Nachwuchs in der Klasse der Junioren, der durch den einzigen Null-Fehler-Ritt des Niederländer Kevin Jochems bereits im Grundumlauf entschieden wurde. Hier gelang Laura Sutterlüty im Sattel ihres bewährten Liquidor Z eine schnelle und souveräne Runde, leider fiel gerade am letzten Sprung eine Stange, der das Paar einen Platz auf dem Stockerl kostete. Mit vier Fehlerpunkten platzierte sich das Vorarlberger Duo immerhin noch auf dem guten elften Rang. Auch Johanna Sixt (Platz 23), Nani Kulmitzer (Platz 32) und Katharina Leistberger (Platz 36) gaben in der extrem schwierigen Prüfung über 1,40 Meter eine passable Leistung ab.

Ein gutes Abschlussergebnis gelang Josefina Goess-Saurau im Großen Preis der Ponyreiter. Im Sattel ihrer Stute Cinderella Girl platzierte sich die Burgenländerin mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde auf  dem beachtenswerten zehnten Rang. Johanna Sixt und Lilly Vanilly waren zwar ausgesprochen schnell unterwegs, leider fielen in der Hitze des Gefechts jedoch zwei mal die Stangen, sodass das zweite österreichische Paar am Start nicht über Rang 30 hinauskam.

Durchwachsene Bilanz

„Natürlich fällt die Hagen-Bilanz auf den ersten Blick nicht sonderlich erfreulich aus. Aber im Detail gesehen hat unser Nachwuchs hier auch sehr ansprechende Leistungen gezeigt, die für die Euro hoffen lassen. Insgesamt muss man feststellen, dass das hier das Niveau im vergleich zum vergangen Jahr noch einmal extrem angezogen wurde – das sind Bedingungen, mit denen unsere ReiterInnen sonst kaum konfrontiert sind“, zieht OEPS-Springreferent Thomas Istinger Bilanz.

Neben dem allgemein sehr hohen Niveau haben einige der heimischen Talente auch mit dem erst kürzlich vollzogenen Umstieg in die nächsthöhere Altersklasse zu kämpfen. Bislang sehr erfolgreiche ReiterInnen wie beispielsweide die Salzburgerin Melanie Buchner, die von den Junioren nun zu den Jungen Reitern gewechselt ist, müssen sich innerhalb der deutlich höheren Anforderungen erst einmal zurecht finden. Das dauert seine Zeit.

Zumindest war Hagen im Hinblick auf die bevorstehende Nachwuchs-Europameisterschaft in punkto Niveau bereits ein echter Gradmesser: „Viel schwieriger wird es auch bei der EM nicht mehr“, ist Istinger überzeugt. Zudem würden im spanischen Vejer de la Frontera die Karten neu gemischt, denn die Bewerbe der Junioren und Jungen Reiter werden auf Gras und einem viel größeren Platz ausgetragen, was eine deutlich andere Abstimmung erfordert. Wie sich die jungen ÖsterreicherInnen dabei schlagen, die über die Saison hinweg relativ wenig Möglichkeit haben auf Gras zu trainieren, bleibt abzuwarten. Ein erster Test in München verlief erfolgversprechend.

Besonders bei den Children, die auch in Spanien auf Sand reiten werden, blickt Istinger der Euro zuversichtlich entgegen. „Die beiden Ausch-Schwestern Stefanie und Nathalie aber auch Johanna Biber haben hier in Hagen bewiesen, dass sie auch unter solch schweren Bedingungen vorne mithalten können – das lässt für die EM hoffen.“

Alle Ergebnisse der Future Champions im Detail finden Sie hier.

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