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28.06.2017

Equine Infektiöse Anämie: Fünf weitere Fälle gemeldet

Die Meldungen über Neuansteckungen mit der tödlichen Blutarmut für Einhufer reißen nicht ab. Am Dienstag wurden fünf neue Fälle der Seuche bekannt. Neben Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Niedersachsen ist nun auch Bayern betroffen.

Das EIA-Virus wird hauptsächlich mechanisch über große Stechinsekten wie Bremsen übertragen. Als vorbeugende Schutzmaßnahmen werden entsprechende Fliegendecken wie auch Mückenschutzmittel empfohlen. © lemik - fotolia.com
Das EIA-Virus wird hauptsächlich mechanisch über große Stechinsekten wie Bremsen übertragen. Als vorbeugende Schutzmaßnahmen werden entsprechende Fliegendecken wie auch Mückenschutzmittel empfohlen.
© lemik - fotolia.com
Das tödliche EIA-Virus hält derzeit Deutschlands Pferdebesitzer in Atem. Seit dem Bekanntwerden eines Krankheitsfalles in einem Pferdebetrieb in Hagen-Grinden im Landkreis Verden Anfang Juni vergrößert sich die Zahl der infizierten Pferde wöchentlich. Aktuell hält sie bei neun Pferden.

Wie am Dienstag bekannt wurde, hat man bei der serologischen Untersuchung der Pferde im Reit- und Polo-Clubs Düsseldorf neue Erkrankungen aufgedeckt. Der erste Infektionsfall war dort am 18. Juni gemeldet worden. Nun sind zwei weitere Pferde von der Seuche betroffen. Auch sie müssen getötet werden, da die ansteckende Blutarmut als unheilbar gilt. Behandlungsversuche sind ausnahmslos verboten um eine Ansteckung weiterer Tiere zu verhindern. Zumindest für die übrigen 50 Pferde des Poloclubs dürfte es eine vorsichtige Entwarnung geben. Wie Club-Präsident Dirk Baumgärtner gegenüber RP online mitteilte, waren die ersten Ergebnisse ihrer Blutuntersuchungen allesamt negativ.

Weitere Infektionsfälle gibt es indes in Bayern. Vor kurzem wurde ein Ausbruch der Equinen infektiösen Anämie in einem Pferdebetrieb in Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries amtlich bestätigt. Die drei betroffenen Tiere müssen ebenfalls eingeschläfert werden.

Der betroffene Betrieb wird entsprechend den Vorgaben der Verordnung zum Schutz gegen die ansteckende Blutarmut der Einhufer für drei Monate gesperrt und im Umkreis von einem Kilometer ein Sperrbezirk errichtet. Im Sperrbezirk müssen alle Pferdehalter ihre Tiere aufstallen und sich beim Veterinäramt melden. Die Pferde müssen klinisch und blutserologisch (Coggins-Test) untersucht werden. Gesunde Tiere müssen nach drei Monaten noch einmal nachgetestet werden. Erst wenn alle Pferde in der Restriktionszone wiederholt negativ sind, darf die Sperrung aufgehoben werden.

Auch außerhalb des Sperrbezirkes sind alle privaten und gewerblichen Pferdehalter im Landkreis Donau-Ries angehalten, ihre Pferdehaltung beim Veterinäramt Donau-Ries anzumelden und ggf. Auffälligkeiten an ihren Pferden, welche auf eine Infektion mit dem EIA-Virus schließen lassen, mitzuteilen.

ps
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