Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
22.06.2017

Equine Infektiöse Anämie fordert weiteres Pferdeleben

Anfang Juni war bei einem Pferd im Landkreis Verden die tödlichen Blutkrankheit festgestellt worden. Nun gibt es einen weiteren Fall der meldepflichtigen Tierseuche - in einem 300 km entfernten Stall.

Ob ein Pferd Träger des Virus ist, lässt sich über einen Bluttest herausfinden. Fällt der Befund positiv aus, muss das betroffene Pferd ohne Ausnahme getötet werden. © www.slawik.com
Ob ein Pferd Träger des Virus ist, lässt sich über einen Bluttest herausfinden. Fällt der Befund positiv aus, muss das betroffene Pferd ohne Ausnahme getötet werden.
© www.slawik.com
Nach der amtlichen Blutuntersuchung eines Pferdes in einem Reitstall in Düsseldorf-Kalkum hat sich der Verdacht einer Infektion mit der Ansteckenden Blutarmut der Einhufer bestätigt. Der Betrieb wurde sofort nach Vorliegen des Verdachts am vergangenen Sonntag, 18. Juni, durch das Amt für Verbraucherschutz gesperrt und das infizierte Tier isoliert.

Es muss, wie in jedem Erkrankungsfall - selbst wenn das betroffene Tier keine Symptome zeigt, sofort getötet werden. Diese Maßnahme dient dem Schutz vor eine Ausbreitung des gefährlichen Virus, denn Equine Infektiöse Anämie ist nicht heilbar. Eine Behandlung betroffener Tiere ist strikt untersagt.

Wie im erst vor wenigen Wochen im Landkreis Verden aufgetretenen Fall wurde zusätzlich zur Keulung des erkrankten Tieres ein Sperrgebiet mit einem Radius von einem Kilometer um dessen Heimathof eingerichtet. Alle 165 im Sperrgebiet gehalten Equiden werden in den nächsten Tagen durch den Amtstierarzt untersucht. Das geschieht unter anderem mittels Blutuntersuchungen.

Die Zugangsstraßen und Wege sowie die Parkplätze zum und im Sperrgebiet werden derzeit durch eine entsprechende Beschilderung gekennzeichnet. Unter anderem dürfen die darin untergebrachten Pferde, Esel und Maultiere ihre Höfe nicht verlassen, die Teilnahme an Reitveranstaltungen ist strikt untersagt. Auch dürfen in diesem Zeitraum keinerlei Veranstaltungen wie Turniere, Ausstellungen, Märkte und mit Einhufern innerhalb des Sperrbezirks durchgeführt werden. Eine Aufhebung der Sperre erfolgt erst, wenn eine neuerliche Blutprobe am Ende der dreimonatigen Frist bei allen Pferden ein negatives Ergebnis liefert.

Insekten als Überträger

Die Infektion erfolgt in erster Linie über den Austausch von Blut. Als Überträger fungieren vorrangig große blutsaugende Insekten wie Pferdebremsen und Wadenstecher. Eine Übertragung durch Insekten über Distanzen von mehr als 100 bis 200 m kommt nicht vor. Eine direkte Übertragung von Tier zu Tier setzt einen sehr engen direkten Kontakt voraus.

Quelle

ps
Servus TV AD ab 07.12.2017