Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
10.07.2017

Erneut Polopferde mit Equiner infektiöser Anämie infiziert

Nordrhein-Westfalen hat zwei neue Fälle der ansteckenden Pferdeseuche und wieder sind es Polopferde, die von der tödlichen Viruserkrankung betroffen sind. Die Zahl der getöteten Pferde erhöht sich damit auf traurige 14.

© www.slawik.com
© www.slawik.com
Wie das Veterinäramt des Landkreises Viersen im Westen von Nordrhein-Westfalen am Freitag mitteilte, war in zwei Betrieben jeweils ein Pferd mit der "Ansteckenden Blutarmut" infiziert. Der Erstverdacht wurde durch amtliche Blutuntersuchungen bestätigt. Auf Anordnung hin wurden beide Tiere getötet, die Betriebe gesperrt und Maßnahmen zur Desinfektionen sowie Insektenbekämpfung zum Schutz der übrigen Pferde angeordnet. Zudem wurde ein Sperrbezirk im Umkreis von einem Kilometer um die betroffenen Höfe eingerichtet. Im gesamten Sperrbezirk sind ca. 150 Einhufer gemeldet, die nun alle amtstierärztlich untersucht werden müssen. Diese dürfen ihre Ställe nicht verlassen.

Seit Anfang Juni bei einem Pferd im Landkreis Verden die tödlichen Blutkrankheit festgestellt wurde, gibt es beinahe wöchtenlich Meldungen über weitere Infektionen. Es folgten Fälle in Düsseldorf, der Grafschaft Bentheim, Hamburg und Tagmersheim in Bayern - und immer waren es Polopferde, die mit der gefährlichen Seuche infiziert waren. Warum bislang ausgerechnet Pferde dieser Disziplin betroffen waren, wird derzeit untersucht.

Nach Angaben des Deutschen Poloverbandes war keines Pferde erkennbar krank, die Infektion kam  erst im Zuge einer Laboruntersuchung ans Licht. Obwohl die Tiere keinerlei Symptome zeigten, war eine Tötung unumgänglich. Die "Keulung" dient dem Schutz der Pferdepopulation und wird vom Tierseuchengesetz vorgeschrieben. Infizierte Pferde tragen das Virus ein Leben lang in sich und können es an andere Tiere übertagen. Eine Heilung gibt es derzeit nicht.

ps