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02.06.2012

Erster Deutscher Meisterschaftstitel für Helen Langehanenberg, Rath und Totilas geschlagen

Die Deutsche Meisterschaft im Grand Prix Special 2012 ist entschieden. Im Sattel von Damon Hill holte Helen Langehanenberg ihren ersten Meisterschaftstitel. Die großen Verlierer heißen Matthias Alexander Rath und Totilas, für das viel diskutierte Paar reichte es nur für Platz zwei.

Strahlende Siegerin: Für Helen Langehanenberg ist es die erste Goldmedaille bei einer Deutschen Meisterschaft . © Balve Optimum - Schupp/Rassman
Strahlende Siegerin: Für Helen Langehanenberg ist es die erste Goldmedaille bei einer Deutschen Meisterschaft .
© Balve Optimum - Schupp/Rassman
Und fast wäre es sogar nur der dritte Rang geworden, wäre da nicht ein übereifriger Richter bei H gesessen, der das Paar in völlig utopische Sphären gewertet hatte. 88,889 Prozent vergab Martin Richenhagen für eine bei weitem nicht fehlerfreie Darbietung, der es nur zu oft an Losgelassenheit und Harmonie mangelte. Damit lag er zwischen 6 und 7 Prozent über der Bewertung seiner Richterkollegen! Sogar eine deutliche Widersetzlichkeit übersah Richenhagen generös, als Totilas am Ende der Galopptraversale nach rechts deutlich nach dem Sporn seines Reiters schlug, und zückte dafür sogar die Höchstnote 10. Doch der Totilas-Nimbus scheint an Wirkung zu verlieren, denn beim Rest des Richterkollegiums sorgte diese grobe Meinungsverschiedenheit zwischen Pferd und Reiter für herben Punkteabzug – die Note 4 hat ein Totilas-Protokoll wahrscheinlich schon viele Jahre nicht mehr gesehen – wenn überhaupt. Fehler in den Einerwechseln und eine deutliche arhythmische Motorik in der Vorhand taten ihr Übriges, dass es für Rath und Totilas heute nicht zur Titelverteidigung reichte.
Entthront: Bei ihrer fünften gemeinsamen Prüfung anlässlich einer Deutschen Meisterschaft landeten Matthias Rath und Totilas erstmals nicht auf Platz eins. © Balve Optimum - Schupp/Rassman
Entthront: Bei ihrer fünften gemeinsamen Prüfung anlässlich einer Deutschen Meisterschaft landeten Matthias Rath und Totilas erstmals nicht auf Platz eins.
© Balve Optimum - Schupp/Rassman
Schon alleine deshalb, weil Helen Langehanenberg und der zwölfjährige Donnerhall-Sohn Damon Hill einmal mehr mit einem sauberen, dynamischen und in höchstem Maße harmonischen Ritt begeisterten. Der Dunkelfuchs imponierte mit herausragenden Bewegungen, die elegante Reiterin blieb weitgehend unauffällig in ihrer Hilfengebung. Vier der fünf Richter waren sich einig: Platz eins und 85,822 Prozent gab es für das Paar, das am Vortrag im Grand Prix an zweiter Stelle rangiert hatte. "Ich bin überglücklich", sagte die 30-Jährige im Interview mit der dpa. Schon kurz vor dem Ende ihres Ritts, sei "ihr ein Tränchen herunter gefallen, weil es so gut lief". Die Weltcup-Zweite lobte ihren Damon Hill: "Er ist perfekt, er war perfekt. Es war ein fantastisches Reitgefühl. Von mir aus hätte es weitergehen können."
Dressur, wie man sie am liebsten immer sehen möchte: Ein ausdrucksstarkes, stets durchlässiges Pferd, das leichtfüßig unter seiner fein einwirkenden Reiterin durch die Prüfung tanzt. © Balve Optimum - Schupp/Rassman
Dressur, wie man sie am liebsten immer sehen möchte: Ein ausdrucksstarkes, stets durchlässiges Pferd, das leichtfüßig unter seiner fein einwirkenden Reiterin durch die Prüfung tanzt.
© Balve Optimum - Schupp/Rassman
Platz drei ging wie bereits im Grand Prix an die junge Kristina Sprehe und ihren Hengst Desperados (82,311 Prozent). Das elegante Paar präsentierte sich gut eingespielt, entsprechend harmonisch gelang die Prüfung – der Hengst zeigte sich verbessert im Takt, auch wenn die Hinterbeine in der Passage nach wie vor nicht immer ganz gleichmäßig fußen - doch sonst gab es wirklich kaum etwas zu bemängeln. Das sahen auch die Richter so, vier von ihren hatten Sprehe und den lackschwarzen Deckhengst vor Rath und Totilas auf Platz zwei gesehen. In dieser Form sollte ein Start für die neuen Shooting-Stars im Lager der deutschen Dressurreiter eine sichere Sache sein.

Morgen, Sonntag gehen die Dressurreiter und –reiterinnen erneut auf Medaillenjagd. Der zweite Titel „Deutscher Meister“ wird in der Kür vergeben – die zweite und letzte Chance für Rath und Totilas, die Mission Titelverteidigung erfolgreich zu absolvieren.

Alle Ergebnisse im Detail finden Sie hier
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