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18.02.2013

Es ward Licht: Spanische Hofreitschule mit neuem Beleuchtungskonzept

André Heller und der Wiener Lichtarchitekt DI Rudolf Lamprecht verhalfen der Spanischen Hofreitschule zu einem neuen Lichtkonzept, das bezaubert.

Ein neues Lichtkonzept soll die Darbietungen an der Spanischen Hofreitschule noch besser zur Geltung bringen. © Spanische Hofreitschule / ASAblanca.com René van Bakel
Ein neues Lichtkonzept soll die Darbietungen an der Spanischen Hofreitschule noch besser zur Geltung bringen.
© Spanische Hofreitschule / ASAblanca.com René van Bakel
Das neue Lichtkonzept, erdacht von André Heller und umgesetzt vom renommierten Wiener Lichtarchitekten DI Rudolf Lamprecht – von beiden übrigens unentgeltlich –, ist so stimmig, dass man sich unwillkürlich fragt: war das nicht schon immer so, kann das überhaupt anders sein? Erstmals vorgeführt wurde das neue Gesamtkunstwerk aus Reitkunst, barocker Architektur und Licht, das beides optimal in Szene setzt, bei der Generalprobe am 9. Februar. War früher die Szene einheitlich in Tageslicht bzw. Arbeitslicht getaucht, so ist es nun möglich, unterschiedliche Stimmungen zu erzeugen, Akzente zu setzen, die Aufmerksamkeit zu lenken, einen Rahmen zu schaffen, der das eigentliche Bild, die Vorführungen der Pferde und ihrer BereiterInnen, hervorhebt und gleichzeitig einbettet in die wunderbare Architektur Fischer von Erlachs. „Wichtigste Prämisse bei all dem“, so Lamprecht beim gemeinsamen Gespräch nach der Vorführung, „war: es darf nicht kitschig sein. Aus diesem Grund haben wir uns auf verschiedene Weißtöne beschränkt. Da das Tageslicht an den meisten Tagen zu schwach ist, haben wir uns entschlossen, dieses abzudunkeln und das Licht zu konditionieren. Ein wesentliches Anliegen war auch, die einzelnen Programmpunkte in eine Folge zu setzen und logisch zu begleiten. Ganz wichtig ist, dass wir nicht mit Verfolgerscheinwerfer arbeiten, da Pferde ja sehr sensibel sind und bewegtes Licht Probleme verursachen könnte. Das Licht musste also während eines Auftritts stabil bleiben.“

Einzig zu Beginn und am Ende der Gesamtvorführung werden die Kristallluster in der Mitte des Raums blau angestrahlt und so ein markanter Anfangs- bzw. Endpunkt gesetzt. Und der Einritt ist in sanftes Orange getaucht, so dass man den Eindruck gewinnt, die Pferde entschwinden nach ihrem Auftritt im Sonnenuntergang. Besonders augenscheinlich wird der Unterschied zu früher bei den Lektionen über der Erde: Wo früher ein wenig strukturiertes Nebeneinander von Vorbereitungen und Lektionen herrschte, gibt es jetzt zwei klar markierte „Bühnen“, auf denen abwechselnd Lektionen wie Levade, Courbette oder Kapriole gezeigt werden, während sich die Vorbereitung darauf in weniger hellen Bereichen abspielen. „Früher haben die Leute oft auf die Bande geschaut und so das Wesentliche versäumt, weil alles gleich ausgeleuchtet war. Jetzt ist klar, wohin die Aufmerksamkeit zu richten ist“, so Gürtler.

Zum besseren Verständnis werden die einzelnen Programmpunkte vorbereitend angekündigt und beschrieben, die deutschen Moderationstexte wurden von Schauspielerin Andrea Eckert – ebenfalls unentgeltlich – eingesprochen, die englischen Texte spricht Gürtler-Assistentin Georgina Whittle, um nichts weniger professionell übrigens.      

Winterreitschule als Eventlocation

Von dem Potenzial der neuen Lichtanlage wird während der Vorführungen nur ein Bruchteil ausgespielt, dezente Zurückhaltung ist das Motto. Man erhofft sich aber durch die neuen technischen Möglichkeiten auch ein erhöhtes Interesse für die Winterreitschule als Eventlocation. „Wir vermieten die Winterreitschule häufig an Fremdveranstalter. Eine Lichtgestaltung auf dem Stand der Technik gehört da heute zum Standard.“ Die Materialkosten von rund 180.000 Euro sind aber auf jeden Fall gut angelegt, da die Vorführungen unbestritten an Plastizität und Struktur gewonnen haben, so auch der Tenor der BereiterInnen und Oberbereiter der Hofreitschule.

Zum Einsatz wird die neue Lichtanlage auch am 28. Juni bei der Fête Imperiale kommen, zu der Elisabeth Gürtler alle Reiterinnen und Reiter herzlich einlädt: „Ich wünsche mir, dass sich der Sommerball in diesem pferdebezogenen Rahmen auch als Veranstaltung für Reiterinnen und Reiter etabliert - so wie früher der Campagnereiterball.“ Der Reinerlös der Veranstaltung kommt dem Bundesgestüt Piber zugute. 
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