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12.03.2015

FEI suspendiert Vereinigte Arabische Emirate auf unbestimmte Zeit

Mit einer deutlichen Antwort reagierte der Weltreiterverband FEI am Donnerstag auf die unzumutbaren Zustände im Distanzreiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach unzähligen Skandalen rund um tote und misshandelte Pferde, gravierende Regelverstöße und ungehemmtes Doping hat die FEI mit einer drastischen Maßnahme endlich die Handbremse gezogen.

Für die Reiter der Vereinigten Arabischen Emiraten heißt es bis auf weiteres "Teilnahme verwehrt" bei FEI-Turnieren. © Philippe Millereau - KMSP
Für die Reiter der Vereinigten Arabischen Emiraten heißt es bis auf weiteres "Teilnahme verwehrt" bei FEI-Turnieren. Allerdings gilt diese Maßnahme nur für den Distanzbereich - VAE-Springreiter könnenauch weiterhin mit ihren Pferden inernational starten.
© Philippe Millereau - KMSP
Wie der Weltreiterverband am Donnerstag in einer Presseaussendung mitteilte, habe man den Nationalen Verband der Emirate-Föderation auf unbestimmte Zeit suspendiert. Diese Maßnahme sei das Ergebnis einer Untersuchung, die man aufgrund der in den vergangenen Monaten gehäuft aufgetretenen groben Missstände in der Region Ende Februar eingeleitet habe. Die Suspendierung wurde einstimmig vom FEI-Büro unter der Leitung des belgischen Präsidenten Ingmar de Vos beschlossen, sie gilt ab sofort.

Der Ausschluss hat für die Emirate-Föderation weitreichende Folgen. Bis auf Weiteres ist der Nationale Verband von sämtlichen offiziellen Sitzungen und Meetings sämtlicher Institutionen des Weltreiterverbandes ausgeschlossen. Darüber hinaus ist VAE-Mitgliedern die Ausrichtung  internationaler Reitsportveranstaltungen untersagt und auch für internationale Turniere, die außerhalb der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden, gilt bis auf weiteres ein Startverbot. In aller Härte wir zumindest Letztgenanntes jedoch nicht durchgesetzt. Athleten anderer Disziplinen als der Distanz, beispielsweise dem Springreiten, das seit einigen Jahren in der Region stark boomt, sind von diesem Verbot ausgenommen.

Eine Wiederaufnahme ist praktisch möglich, allerdings erst nach der Unzeichnung einer Einverständniserklärung, indem sich die VAE verpflichten, sämtliche Maßnahmen vorzunehmen, die das FEI-Büro sowie sämtliche Interessensgruppen als notwendig erachten, um das Pferdewohl und die vollständige Einhaltung des FEI-Reglements zu sichern.

„Die Entscheidung, einen nationalen Verband zu suspendieren, wird nicht leichtfertig getroffen und nur dann gefällt, wenn es keine andere Lösung mehr gibt“, sagte Ingmar de Vos. „Leider war dies die einzige verbleibende Möglichkeit, doch wir müssen unsere Verantwortung ernst nehmen und dürfen uns nicht davor scheuen schwierige Probleme beim Schopf zu packen, wenn sie vor uns liegen. Wenn das Wohl der Pferde bedroht ist, muss die FEI Führungsqualität beweisen und die Probleme auf konstruktive Weise lösen ohne irgendwelche Zugeständnisse zu machen.“

“Wir waren zuversichtlich, dass die strikte Durchsetzung des neuen Reglements, das wir auf Basis der Empfehlungen der Endurance Strategic Planning Group vorgenommen haben, die Zahl der katastrophalen Verletzungen und Todesfälle in den Vereinigten Arabischen Emiraten deutlich reduzieren werde. Leider hat sich diese Hoffnugn nicoht bestätigt. Abgesehen davon gab es weitere gravierende Zuwiderhandlungen, sodass wir keine andere Möglichkeit sahen als diese drastische Maßnahme zu ergreifen um einer völlig inakzeptablen Situation Herr zu werden", so der FEI-Präsident in einer Presseausssendung.
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