Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
18.09.2014

FEI-Verbotsliste? Nein Danke! Deutschland bleibt vorerst bei nationalen Medikationsregeln

Eine Entscheidung pro Pferd hat der Beirat Sport der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) am vergangenen Dienstag einstimmig gefällt: Vorerst wird das deutsche Medikations-Reglement nicht an die weniger restriktiven Vorgaben der FEI angeglichen.

Die deutsche FN bleibt vorerst bei den nationalen Dopingregeln will aber weiterhin prüfen, ob eine Listenanpassung nicht doch sinnvoll wäre. © Anita Zander - Fotolia.com
Die deutsche FN bleibt vorerst bei den nationalen Dopingregeln will aber weiterhin prüfen, ob eine Listenanpassung nicht doch sinnvoll wäre.
© Anita Zander - Fotolia.com
Seit 2012 fodert der Weltverband FEI von allen 132 Mitgliedsverbänden, die FEI-Verbotsliste (Equine Prohibited Substances List, EPSL) auch für den nationalen Turniersport zu übernehmen. Bis auf Deutschland, Frankreich und die USA sind bislang alle nationalen Föderationen dem Auftrag der FEI gefolgt. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung, konkret ihr Beirat Sport, beschloss im Dezember 2013 eine erneute Überprüfung ihrer aktuellen Verbotslisten, die in den Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR) zusammengefasst sind. Im Kern sollte überlegt werden, ob die Angleichung der Listen befürwortet werden kann. Sowohl die FN als auch die FEI differenzieren in ihren Listen zwischen Doping und verbotener Medikation, haben jedoch eine andere Systematik und enthalten zum Teil andere Substanzen und Nachweisgrenzen.

Die Mitglieds- und Anschlussverbände im Beirat Sport haben sich mit ihren Tierärzten und Fachgremien seit einem Dreivierteljahr beraten. FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau,der sich im vorfeld für eine Angleichung ausgesprochen hatte, erläuterte: „In der heutigen Sitzung des Beirats Sports wurde die komplexe Thematik der Listenangleichung sehr gründlich erörtert. Es zeigte sich, dass die tiermedizinischen, pharmakologischen und rechtlichen Aspekte weiterer Diskussion bedürfen. Deshalb wurde entschieden, die Anpassung der nationalen Medikationsregeln an die FEI-Liste vorerst nicht vorzunehmen.“ Damit kommt der Beirat Sport einer dringenden Empfehlung des Bundesverband Praktizierender Tierärzte nach, die sich, wie berichtet, vehement für eine Beibehaltung des nationalen Reglements ausgesprochen hatten.

Eine Arbeitsgruppe soll sich jetzt mit der weiteren Prüfung der Argumente für und gegen die Listenanpassung befassen.
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
Servus TV AD