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29.08.2017

Fahren: Isidor Weber und Franz Fleischmann holen die Staatsmeistertitel

Zwei Staatsmeistertitel und vier Österreichische Meistertitel: beim CAI2* in Stadl-Paura gab es am vergangenen Wochenende tollen Sport zu sehen - aber auch einige Unfälle.

Alter und neuer Staatsmeister im Zweispänner: Isidor Weber © Sonja Bauer
Alter und neuer Staatsmeister im Zweispänner: Isidor Weber
© Sonja Bauer
Nicht weniger als 90 Gespanne hatten für den internationalen Fahrsportevent auf der Anlage des Pferdezentrums Stadl-Paura genannt. Aufgrund der hohen Starterzahl wurde deshalb bereits am Donnerstag mit den Dressuren begonnen, die am Freitag ganztägig auf dem Programm standen.

Einen perfekten Auftakt erwischte Gerald Rössler in der Zweispännerkonkurrenz. Der Burgenländer, der heuer bereits einen Sieg in Kladruby gefeiert hatte und bei der Royal Horse Show in Windsor sensationell auf Platz drei gefahren war, setzte sich mit 44,01 an die Spitze der Wertung vor Erwin Grillinger (45,66) und Isidor Weber (47,19).

So gut der Start in der Dressur auch gelaufen war – im Marathon hatte Rössler das Glück nicht auf seiner Seite. Nach einem hervorragenden Beginn verzeichnete der Routinier mit seinem Gespann am vierten Hindernis einen Sturz und schied aus.

Er sollte nicht der einzige bleiben, für den dieses Hindernis zum Stolperstein wurde. Auch Stefan Bösch, Markus Szedenik und Thomas Blumschein kamen hier zu Sturz. Letzterer zog sich dabei eine Schulterluxation zu und wurde im Krankenhaus behandelt.
Keine Probleme hatte Isidor Weber mit dem Kurs. Der amtierende Staatsmeister fuhr einen großartigen Marathonsieg ein und setzte sich mit deutlichem Abstand von der Konkurrenz ab. Seine Führung konnte der Tiroler danach im abschließenden Kegelparcours erfolgreich verteidigen. Mit 134,13 Gesamtpunkten sicherte sich Weber den zweiten Staatsmeistertitel in Folge.

Josef Stickelberger (NÖ), im Vorjahr auf Rang drei, schob sich mit der zweitbesten Leistung im Gelände und der viertbesten Fahrt zwischen den Kegeln auf den Silberrang (139,83) vor. Bronze ging mit Michael Streinesberger nach Oberösterreich (141,21). Streinsberger war nach der Dressur noch auf Rang acht gelegen, ein dritter Platz im Marathon und Platz zwei im Kegelfahren ermöglichten den Sprung aufs Podest.
Franz Fleischmann fuhr bei den Einspännern zum Staatsmeistertitel. © Sonja Bauer
Franz Fleischmann fuhr bei den Einspännern zum Staatsmeistertitel.
© Sonja Bauer
In der Staatsmeisterschaft der Einspänner sahen Rudolf Pirhofer und sein ÖWB-Wallach Bambucca nach Dressur und Marathon schon wie die sicheren Sieger aus. Der Oberösterreicher lag vor dem Kegelfahren mit 2,42 Punkten Vorsprung auf Franz Fleischmann an der Spitze der Wertung - und als Fleischmann dann einen Abwurf hatte, schien der Staatsmeistertitel für Pirhofer zum Abholen bereitzustehen. Doch auch Pirhofer kam nicht ohne Fehler durch den Kegelparcours. Zwei Abwürfe waren einer zu viel für den mehrfachen Österreichischen Staatsmeister. Damit ging der Titel erstmals an den Amateur Franz Fleischmann und dessen 14 Jahre alten Hengst Watch Me (131,56). Die Bronzemedaille holte sich David Hötsch (134,18) mit seinem bewegungsstarken Emiliano.

In der „Schwergewichtsklasse“, die in der Klasse L ausgetragen wurde, war die Kärntnerin Silvia Gastager unschlagbar. Sie siegte in der Dressur vor Rudolf Lax, belegte im Marathon hinter Roman Kaser Rang zwei und gewann den Titelkampf in der Österreichischen Meisterschaft der Kaltblut-Zweispänner mit einer Doppel-Nullrunde im Kegelparcours. Die Silbermedaille ging an Roman Kaser aus Oberösterreich. Willi Wandaller aus Kärnten freute sich mit seinen beiden Norikerstuten über die Bronzemedaille.
Bei der ÖM Zweispänner Kaltlblut war die Kärntnerin Silvia Gastager eine Klasse für sich. © Sonja Bauer
Bei der ÖM Zweispänner Kaltlblut war die Kärntnerin Silvia Gastager eine Klasse für sich.
© Sonja Bauer
Ein Zwillingsschwesternduell gab es in der Österreichischen Jugend-Meisterschaft. Die Oberösterreicherinnen aus dem Almtal, Johanna und Sophie Vondraschek, lieferten sich ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem letztendlich Johanna als Siegerin hervorging. Sophie wurde mit einer fehlerfreien Runde im Kegelparcours Vizemeisterin. Die Bronzemedaille ging an Anna-Katharina Strauhs.

Bei den Junioren holte sich Anna-Luise Wolfsteiner die Goldmedaille, über den Vizemeistertitel durfte sich Lena Strauhs freuen. Larissa Reingruber klassierte sich auf Rang drei.
Bei den Jungen Fahrern ging Michaela Schöftner als neue Meisterin und Siegerin im Schwesternduell aus dem Titelkampf hervor. © Sonja Bauer
Bei den Jungen Fahrern ging Michaela Schöftner als neue Meisterin und Siegerin im Schwesternduell aus dem Titelkampf hervor.
© Sonja Bauer
Ein Schwesternduell prägte auch den Titelkampf in der Klasse der Jungen Fahrern. Mit einer sensationellen Geländefahrt fuhr Michaela Schöftner mit ihrem Capri dem Gesamtsieg entgegen. Obwohl die Europameisterin Andrea Schöftner mit einer fehlerfreien Runde im Kegelparcours brillierte, konnte sie ihre Schwester nicht mehr einholen. Der Titel der Österreichischen Meisterin der Jungen Fahrer ging damit an Michaela Schöftner vor Andrea Schöftner und der Dressursiegerin Marie-Theres Höllmüller.

Alle Ergebnisse im Detail gibt es hier.

Sonja Bauer/ps