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22.09.2014

Favoritensiege und -sterben beim AWÖ BuCha

Von 19. bis 21. September stellten sich die besten Fohlen, Jungstuten und Nachwuchspferde im Pferdezentrum Stadl-Paura wieder dem bundesweiten Vergleich. Wer dabei neben dem bereits am Samstagnachmittag gekürten Vielseitigkeitschampion Aloysius eine Schärpe erhalten hat, lesen Sie hier.

Die dreijährige Feine Lady von Don King/De Niro durfte sich als Bundessiegerin der Jungstuten und Reitpferde-Bundeschampionesse gleich zwei Schärpen abholen. © Stefan Seiberl
Die dreijährige Feine Lady von Don King/De Niro durfte sich als Bundessiegerin der Jungstuten und Reitpferde-Bundeschampionesse gleich zwei Schärpen abholen.
© Stefan Seiberl
Besonders der heurige Fohlenjahrgang konnte mit großer Qualität überzeugen. Neben acht Hengstfohlen hatten sich 13(!) Stutfohlen mit Wertnoten über 8,0 für die Endringe qualifiziert. Als beste des starken Stutfohlenlots ging die braune Viva Austria von Vivaldi/Sandro Hit aus der Zucht von  Josef Ratzinger hervor. 9,0 für den Typ, 8,0, für das Exterieur und eine weitere 9,0 für die eleganten Bewegungen ergaben am Ende die Traumnote 8,7.

Überaus nobel und bewegungsstark zeigte sich auch der kleine Rappe First Romance SA, der von Lebrecht Angerer aus Scheffau gezogen wurde. Mit jeweils einer 9,0 für Typ und Bewegung und einer 7,5 für das Exterieur schloss der For-Romance/Acord’s-Champion-Sohn auf gesamt auf 8,5.
Beste bei den Stutfohlen: Viva Austria von Vivaldi/Sandro Hit aus der Zucht von  Josef Ratzinger © Hans Kraus
Beste bei den Stutfohlen: Viva Austria von Vivaldi/Sandro Hit aus der Zucht von Josef Ratzinger
© Hans Kraus

Typvolle Jungstuten vorne

Auch die Bundesjungstutenschau hatte heuer reichlich qualitätsvolle Pferde zu bieten. Bei den Vierjährigen standen sieben im Endring, wobei sich an der Spitze die mit einer 8,4 bewertete Rappstute Cartier von Stedinger/Acasino B  (Z.: Erich Jirout, Schwechat) behauptete. Sie konnte vor allem mit ihrem Typ und dem gelassenen, immer schön durch den ganzen Körper schreitenden Schritt, für den es eine 9,0 gab, punkten.

Bei den Dreijährigen ging Feine Lady als strahlende Siegerin hervor. Eine herausragende 9,5 erhielt die Don King/De Niro-Tochter für ihren Typ von den Richtern Florian Solle (D) und Ing. Anton Ulm und auch ihre Trabbewegung war vom „Allerfeinsten“ (9,0). Mit der Endnote 8,4 holte sich Feine Lady die Schärpe der Bundessiegerin ab – es sollte nicht die letzte an diesem Wochenende bleiben.
David von Davignon II/Rosso di Sera sicherte sich mit einer Wertnote 8,76 den Titel bei den vierjährigen Materialpferden. © Hans Kraus
David von Davignon II/Rosso di Sera sicherte sich mit einer Wertnote 8,76 den Titel bei den vierjährigen Materialpferden.
© Hans Kraus

Materialpferde: Zweiter Streich für Feine Lady bei den Dreijährigen und Titelverteidigung für David

Am Sonntagmorgen überzeugte Feine Lady schließlich auch noch im Finale der Reitpferde. Unter Stephanie Dearing konnte die dreijährige Stute aus der Zucht von Franz Schuster mit viel Qualität punkten. Die Richter vergaben jeweils eine 8,5 für Trab, Galopp und Schritt, eine 8,0 gab’s für das Gebäude und eine 9,0 für den Gesamteindruck. Auch die beiden Fremdreiter Renate Voglsang und Stefan Peter konnte sie überzeugen und kam mit den Noten 9,5 und 8,7 in Summe auf die Wertnote 8,67.

Das Finale der Vierjährigen brachte eine exakte Wiederholung des Vorjahresergebnisses. Hier siegte erneut David von Davignon II/Rosso di Sera mit Heinz-Jörg Wächter im Sattel dank seiner überdurchschnittlichen Grundgangarten (8,5 für Trab und Schritt, 8,0 für den Galopp) und seiner außerordentlicher Rittigkeit, für die es von den Fremdreitern hohe 9,5 bzw. 9,3 gab. Mit einer 9,0 für das Gebäude und einer 8,5 für den Gesamteindruck schloss der junge Hengst aus der Zucht von Mag. Christian Aschauer auf starken 8,76. Platz zwei sicherte wie schon 2013 Willibald's Rotgold HK unter Martin Hauptmann (8,36) vor Wyona GMS mit Katharina Mayer im Sattel (8,0).
Fahrpferdechampion 2014: Life Surprise von Leonardo, vorgestellt von Rudolf Pirhofer © Hans Kraus
Fahrpferdechampion 2014: Life Surprise von Leonardo, vorgestellt von Rudolf Pirhofer
© Hans Kraus

Weiterhin Flaute bei den Fahrpferden

Leider fanden sich auch heuer wieder nur wenige Aspiranten für das Fahrpferdechampionat ein. Sehr gute Leistungen zeigte der siebenjährige braune Wallach Life Surprise von Leonardo (Z.: Dietlind Stürzlinger, Desselbrunn) mit seinem Fahrer Rudolf Pirhofer und setzte sich unter den fünf angetretenen Pferde als Bester mit einer 7,7 durch.
Fürst Silvano von Fürst Romancier/Silvano machte das Rennen bei den 4- bis 5-jährigen Dressurpferden. © Hans Kraus
Fürst Silvano von Fürst Romancier/Silvano machte das Rennen bei den 4- bis 5-jährigen Dressurpferden.
© Hans Kraus

Fürst Silvano und Faustus siegen bei den Dressurpferden

Bei den Dressurpferdechampionaten schaffte es mit Fürst Silvano M heuer nur ein einziges Pferd über 8,0, was dem fünfjährigen Fuchswallach (Z.: Mag. Franz Maier, Wildschönau) nach seinem Teilerfolg am Freitag schließlich den Titel bei den vier- bis fünfjährigen Dressurpferden einbrachte (8,02).
Neuer Champion bei den 5- bis 6-jährigen Dressurpferden: Faustus MBH von Fit for Fun/Weltmeyer aus der Zucht von Petra und Stefan Wiesenberger, vorgestellt von Renate Voglsang © Hans Kraus
Neuer Champion bei den 5- bis 6-jährigen Dressurpferden: Faustus MBH von Fit for Fun/Weltmeyer aus der Zucht von Petra und Stefan Wiesenberger, vorgestellt von Renate Voglsang
© Hans Kraus
Die Führung zu behalten gelang dem Favoriten Rosarius bei den Fünf- bis Sechsjährigen nicht. Der Rhaposario-Sohn verlor aufgrund einer mageren 6,8 für den Schritt an Boden und musste sich mit einer 7,86 als Gesamtnote hauchdünn geschlagen geben. Den Titel holte sich stattdessen der ebenfalls gekörte Hengst Faustus MBH von Fit for Fun/Weltmeyer aus der Zucht von Petra und Stefan Wiesenberger. Der braune Hengst lief unter Renate Voglsang eine sehr gelungene, gleichmäßig gute Prüfung und punktete vor allem mit seinem ausgezeichneten Schritt (8,8). Die Gesamtnote 7,88 brachte ihm schließlich die Schärpe des Bundeschampions.
War in drei von drei Teilbewerben klar die Stärkste: Karlotta 3 von Cardento/Burggraaf unter Peter Englbrecht © Hans Kraus
War in drei von drei Teilbewerben klar die Stärkste: Karlotta 3 von Cardento/Burggraaf unter Peter Englbrecht
© Hans Kraus

Springpferde: Durchmarsch für Karlotta, Le Roi siegt bei den Sechsjährigen

Auch die Springpferde gingen am Sonntag in ihre letzten Runden. Die Fünfjährigen hatten noch eine Springpferdeprüfung der Klasse L zu bestehen. Hier konnte sich zum dritten Mal fehlerfrei, mit bester Technik und Interieur ausgestattet, die Schimmelstute Karlotta 3 von Cardento/Burggraaf aus der Zucht von Helmut Hörtenhuber unter ihrem Reiter Peter Englbrecht durchsetzen. 9,0, 9,0 und 9,4 gab’s von den Richtern für dieses hochtalentierte junge Springpferd - machte in Summe 27,40 Punkte und den deutlichen Sieg in dieser Klasse.

Das Championat der sechsjährigen Springpferde wurde auch heuer wieder im Stechen auf LM-Niveau gewonnen - bzw. verloren, denn die bis dahin deutlich in Führung gelegene Vorjahressiegerin Inolette leistete sich gerade in der entscheidenenden Runde zwei Abwürfe und fiel auf den vierten Platz zurück. Des einen Leid, ist es anderen Freud und so ging die Meisterschärpe dank einer fehlerfreien Stechrunde in der besten Zeit von 42,09 Sekunden schließlich an den von Kevin Kazda gerittenen Le Roi von Leroy/Balou du Rouet (Z.: Peter Heschl, Fehring).

Ergebnisse Zuchtbewerbe
Ergebnisse Reitbewerbe
Dank einer perfekten Stechrunde zum Sieg bei den sechsjährigen Springpferden: Le Roi von Leroy/Balou du Rouet © Hans Kraus
Dank einer perfekten Stechrunde zum Sieg bei den sechsjährigen Springpferden: Le Roi von Leroy/Balou du Rouet
© Hans Kraus