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15.11.2012

Fohlen von Jäger angeschossen

Wie heute bekannt wurde, kam es vor drei Wochen zu einer folgenschweren Verwechslung. Ein Jäger hatte ein Fohlen mit einem Wildschwein verwechselt und abgedrückt. Die sechs Monate alte Stute wurde dabei so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste.

Dem fehlgeleiteten Waidmann droht nach dieser unfassbaren Verwechslung der Entzug des Jagdscheines. © DeVIce - fotolia.com
Dem fehlgeleiteten Waidmann droht nach dieser unfassbaren Verwechslung der Entzug des Jagdscheines.
© DeVIce - fotolia.com
Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Rohrbach im Mühlviertel (OÖ). Nach einer Meldung, dass eine Rotte Wildschweine im Gebiet unterwegs sei, legte sich der 25-jährige Jäger auf die Lauer. Als er glaubte, im Gebüsch ein Tier wahrgenommen zu haben drückte er ab - der Schuss traf aber kein Wildschwein sondern ein Fohlen, das auf der Koppel des Pferdehofes stand.

Auf der Pferdeklinik Tillysburg in St. Florian wurde mittels Röntgen festgestellt, dass die junge Quarter Stute dabei schwer verletzt worden war. Im Gespräch mit dem ORF sagte die 20-jährige Besitzerin, die das Fohlen zur bestandenen Matura geschenkt bekommen hatte, dass die Kugel direkt in den Rücken eingedrungen wäre und dabei das linke Schulterblatt komplett zertrümmert hätte. Aufgrund der Schwere der Verletzung wurde Nika eingeschläfert.

Derzeit ist man bemüht die Frage zu klären, ob das Fohlen durch einen Direktschuss, oder einen Querschläger getroffen wurde. Die Angelegenheit wurde an Bezirkshauptmannschaft und Staatsanwaltschaft übergeben, die nun über weitere Schritte entscheiden müssen.

Bezirksjägermeister Hieronymus Spannocchi stellte im Interview mit der Bezirksrundschau klar: "Ein Schuss darf nur dann abgegeben werden, wenn man absolut sicher ist, worauf man schießt. Sonst ist es jagdlich ein grober Fehler und unverantwortlich." In einem solchen Fall würde er den Entzug des Jagdscheines "absolut befürworten".
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