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25.06.2013

Folgenschwere Nachlässigkeit

Immer wieder passieren schwere Unfälle, weil Pferde aus der Weide, der Koppel oder dem Paddock ausgebrochen sind. Angesichts der schwerwiegenden Folgen, die derartige Kollisionen für Pferd, Besitzer und Dritte haben können, ist es umso erstaunlicher, welche Nachlässigkeit viele Pferdehalter bei der Verwahrung von Pferden walten lassen.

Die Umzäunung einer Weidekoppel muss ausbruch- und verletzungssicher sein. © Jan Schuler - Fotolia.com
Die Umzäunung einer Weidekoppel muss ausbruch- und verletzungssicher sein.
© Jan Schuler - Fotolia.com
Noch während wir an den letzten Seiten dieses Heftes arbeiteten, ereignete sich auf der Tauernautobahn in Salzburg ein schwerer Unfall: Ein Pferd war aus einer eingezäunten Weide entkommen und kollidierte mit einem PKW. Die Fahrerin und ein weiterer Unfallbeteiligter blieben zum Glück unverletzt, das Pferd überlebte den Zusammenstoß nicht. Im Mai musste in Oberösterreich ein Araberhengst eingeschläfert werden, der ebenfalls aus der Koppel entlaufen und mit einem Motorrad zusammengestoßen war. Es ist schon belastend genug, wenn man als Besitzer und/oder Halter den Verlust eines Pferdes verkraften muss, kommt dann auch noch ein Schaden an Leib und Gut Dritter hinzu, kann der Schadenersatzanspruch in die Millionen gehen. Von der psychischen Belastung ganz zu schweigen. Und das erste, was die Versicherung macht – so überhaupt ein Versicherungsschutz gegeben ist: sie überprüft genau, ob und wie die Weide, die Koppel, der Auslauf eingezäunt war, aus der/ dem das Pferd entwichen ist. Man kann sich leicht ausmalen, welche Folgen es hat, wenn sie zu dem Schluss gelangt, dass die Einzäunung unzureichend war, und der Halter nicht seiner Verpflichtung zur sicheren Verwahrung nachgekommen ist. Umso weniger ist die Nachlässigkeit, die manche Pferdehalter in Sachen Zaun an den Tag legen, zu verstehen. Da stehen Pferde zum (nicht erfundenen) Beispiel dicht neben einer viel befahrenen Straße, eingezäunt nur von ein paar locker durchhängenden Stromlitzen. Ist ja nie etwas passiert, die sind ja brav. Warum das vielleicht doch keine so gute Einstellung ist und wie eine sichere Umzäunung gestaltet sein sollte, lesen Sie ab Seite 30. Jede Minute, die Sie sich mit der Thematik beschäftigen und jeder Euro, den Sie hier investieren, ist sicher gut angelegt.

Themenwechsel: Das Referat Partner Pferd ist nicht mehr ganz neu, aber noch relativ jung – und vielen auch noch nicht so bekannt. Zu Unrecht, denn es kennzeichnet einen echten Paradigmenwechsel im OEPS – weg vom reinen Sportverband, hin zu einem Verband für Pferdesport und Pferde. Mehr über das Engagement des OEPS für Pferdeschutz und Pferdewohl lesen Sie in der Juliausgabe der Pferderevue ab Seite 74.

In den kommenden Monaten stehen uns einige hochwertige pferdesportliche Veranstaltungen bevor, von Europameisterschaften im Voltigieren vor den Toren Wiens (30. Juli bis 4. August) bis hin zu viel beachteten internationalen Turnieren wie das Manfred Swarovski Gedächtnisturnier (12. bis 14. Juli) am Schindlhof in Tirol.

Wir wünschen allen Aktiven, Pferden wie SportlerInnen, einen unfallfreien Sommer!
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