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26.11.2013

Frankreichs Pferdebesitzer protestieren gegen Umsatzsteuererhöhung

Nicht nur hierzulande ruft die geplante Umsatzsteuererhöhung Pferdehalter und -besitzer auf die Barrikaden, auch in Frankreich will man die drohende Mehrbelastung nicht einfach stillschweigend hinnehmen. In Paris marschierten am vergangenen Sonntag tausende ReiterInnen in Begleitung ihrer Pferde und Ponys auf, um ihrem Unmut Luft zu machen.

Von 7 auf 20 Prozent soll mit Anfang des kommenden Jahres der Steuersatz im Reitsportsektor angehoben werden. Ein Unding, wie viele französische ReiterInnen und PferdebsitzerInnen finden. „Für viele Reitsportzentren wäre eine solche Steuererhöhung fatal“, sagte der Präsident des französischen Reitsportverbands, Serge Lecomte. Der Reitsport ist mit seinen rund 40.000 Mitarbeitern und 8.500 Mitgliedsbetrieben der größte Arbeitgeber im französischen Sportsektor. „Studien haben ergeben, dass durch die Steuererhöhung 6.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren könnten – das ist viel mehr als bei den großen Unternehmen, über die sich die Politiker sonst Sorgen machen“, sagt Lecomte.

Neben der massiven wirtschaftlichen Blastung könnten aufgrund der höheren Haltungskosten tausende Pferde beim Schlachter landen, so die Befürchtung. „Reiten ist kein reicher Sport“, spricht Lecomte offen aus, was viele Pferdebesitzer denken. Die Erhöhung träfe demnach vor allem Familien, die sich nun einem finanziellen Dilemma gegenüber sehen.

Als erste Gegenmaßnahme hat die Regierung bereits Unterstützung für bedrohte Reitschulbetriebe zugesagt – Hilfe, die Lecomte so nicht will. Die Umsatzsteuererhöhung würde den sich derzeit selbst finanzierenden Sport in die Abhängigkeit von staatlichen Zuschüssen drängen. Stattdessen fordert der französische Reitsportpräsident seine Regierung auf, sich im Europaparlament für eine gesamteuropäische Lösung einzusetzen, bei der Sportanlagen von einem reduzierten Mehrwertsteuersatz profitieren.

Quelle
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