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03.07.2017

Fritzens: Isabell Werth siegt überlegen, Duell um Platz eins im Spécial

Richtig überraschend kam der Sieg von Isabell Werth und Don Johnson in der Kür zwar nicht, die Klasse, mit der sich die Nummer eins auf dem Schindlhof präsentierte, war dann aber doch beeindruckend. Deutlich knapper verlief hingegen das Duell um Platz eins im Spécial.

Gereift: Don Johnson, Werths einstiges Enfant terrible, präsentierte sich auf dem Schindlhof mustergültig. Als Lohn gab"s zwei Kantersiege. © Maximilian Schreiner
Gereift: Don Johnson, Werths einstiges Enfant terrible, präsentierte sich auf dem Schindlhof mustergültig. Als Lohn gab"s zwei Kantersiege.
© Maximilian Schreiner
Trotz Regens waren die Tribünen rund um das Viereck am Schindlhof voll besetzt, rund 2.000 Pferdesportbegeisterte hatten sich zum Finaltag des 4-Sterne-Turniers eingefunden. Zu sehen bekamen sie Spitzensport auf internationalem Top-Niveau. Dafür sorgte insbesondere Isabell Werth, die mit ihrem inzwischen 16 Jahren alten Hannoveraner Don Johnson ein beeindruckendes Programm darbot. Zu Klängen der Kultband Queen zeigte das Duo eine mit Schwierigkeiten gespickte Kür, die mit 82,675 Prozent belohnt wurde. Damit gewann die sechsmalige Olympiasiegerin überlegen vor ihrer deutschen Teamkollegin und Schindlhof-Debütantin Fabienne Lütkemeier mit D’Agostino FRH (77,825%) und der US-Amerikanerin P.J. Rizvi mit Breaking Dawn (74,6%).

„Es macht wirklich Spaß Johnny zu reiten, er hat jetzt die Reife und die Durchlässigkeit, dass man mit ihm aus der Kurve kommen kann, um ordentlich Gas zu geben. Bis zur Euro hat er jetzt mal Pause. Ich hoffe, Weihegold und Emilio eifern ihm in Aachen und bei der EM nach“, freute sich Werth im Siegerinterview.

Beste Österreicherin - und auch einzige, weil Victoria Max-Theurer ihre Della Cavalleria nicht mehr an den Start gebracht hatte - wurde Renate Voglsang mit Royal Happiness OLD. Das Duo scorte 71,3 Prozent und blieb damit nur einen Hauch unter der zuletzt in München-Riem aufgestellten Bestmarke (71,4). Im Ranking bedeutete diese Wertung Platz sieben.

Spannende Entscheidung im Spécial

Nur 0,706 Prozentpunkte entschieden das Duell um Platz eins im Grand Prix Spécial. Wie schon in der Auftaktprüfung setzten sich hier Vancouver K und Judy Reynolds (IRL) durch, diesmal mit einer Wertung von 72,255 Prozent. 71,549 Prozent gab es für Victoria Max-Theurer und Blind Date, die sich damit deutlich knapper geschlagen geben mussten, als noch am Freitag.
Judy Reynolds und Vancouver K ließen sich nach ihrem Sieg im Grand Prix auch im Spécial nicht die Butter vom Brot nehmen.Judy Reynolds und Vancouver K © Maximilian Schreiner
Judy Reynolds und Vancouver K ließen sich nach ihrem Sieg im Grand Prix auch im Spécial nicht die Butter vom Brot nehmen.
© Maximilian Schreiner
„Das war ein Sieg mit Tücken“, sagte Judy Reynolds in perfektem Deutsch im Siegerinterview und meinte damit das zweimalige versehentliche Angalppieren ihres 15 Jahre alten KWPN-Wallachs. „Es war sein erster Grand Prix Spécial seit den Olympischen Spielen in Rio. Da fehlt uns ein bisschen die Routine, weil wir im Winter nur im Weltcup mit unserer Kür unterwegs waren.“

Zum knappen Sieg reichte es für die Olympia-18. und Weltcup-Vierte dennoch. „Das ist erst mein zweiter Sieg am Schindlhof, obwohl ich schon achtmal da war. Aber die Konkurrenz ist eben immer sehr groß hier. Fast wie in Aachen, das ist in drei Wochen unser nächstes Turnier. Dann kommt bald die EM und dort wollen wir uns in dieser Form unter den Top-10 präsentieren.“

Zufrieden war auch Victoria Max-Theuer: „Ich bin sehr stolz auf Blind Date. So knapp hinter den Weltcup-Vierten ist eine starke Leistung, weil es ja erst ihre vierte schwere Prüfung seit ihrer langen Turnierpause ist.“ Papa Hans Max-Theurer betonte: „Die Wertungsrichter hier waren so streng wie sonst nur bei Olympischen Spielen. Das war schon alles auf sehr hohem Niveau hier. Schön, dass Blind Date von ihrer Leistungsfähigkeit wieder da ist, wo sie hingehört.“

Einmal mehr ihre internationale Klasse zeigten Astrid Neumayer und DSP Rodriguez – Platz sieben mit 69,078 Prozent. Auch Renate Voglsang schaffte mit Fratello als Neunte (66,490%) noch den Sprung unter die Top-10.

Alle Ergebnisse im Detail gibt’s hier.

PM/ps
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