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04.07.2016

Fritzens: Siegeszug der Deutschen

Deutschland war beim 22. Manfred Swarovski Turnier klar die tonangebende Nation. Auch am Samstag und Sonntag waren den Reiterinnen rund um Bundestrainerin Monica Theodorescu die Siege in sämtlichen Touren vorbehalten.

Steigern sich von Turnier zu Turnier: Isabell Werth und Emilio © Maximilian Schreiner
Steigern sich von Turnier zu Turnier: Isabell Werth und Emilio
© Maximilian Schreiner
Allen voran Isabell Werth, die mit ihrem Emilio auch den Grand Prix Spécial in souveräner Manier für sich entschied. 80,196 Prozent markierten die unangefochtene Bestmarke der fünffachen Olympiasiegerin und ihres zehnjährigen Westfalen von Ehrenpreis. Doch auch die Plätze zwei und drei gingen an Deutschland. Jessica von Bredow-Werndl und ihre zwölfjährige KWPN-Stute Zaire liefen vor dem malerischen Bergpanorama auf dem Schindlhof zu Höchstform auf, die von den Richtern mit starken 76,020 Prozent belohnt wurden – eine neue persönliche Spécial-Bestmarke für das Duo, das sich in den vergangenen Monaten kontinuierlich gesteigert hat. Platz drei war mit Anna Nolte (72,843 %) und dem zwölfjährigen Prince Thatch-Sohn Pentimento ebenfalls deutsch besetzt.

Hausherrin Evelyn Haim-Swarovski übte sich nach ihrem Ritt auf Dorina, für den es 66,098 Prozent und Rang 14 gab in Selbstkritik. „Ich habe zu viele Fehler gemacht, war aber sehr stolz, es in diesem Weltklassefeld überhaupt in die Top-15 geschafft zu haben. Dorina und ich werden weiter fleißig üben, noch zwei, drei internationale Turniere gehen, damit wir im September für die Staatsmeisterschaften daheim bei uns am Schindlhof bereit sind.“
Jenny Lang-Nobbe und Loverboy feierten ihre Premiere auf dem Schindlhof mit zwei Siegen in der Kür-Tour. © Maximilian Schreiner
Jenny Lang-Nobbe und Loverboy feierten ihre Premiere auf dem Schindlhof mit zwei Siegen in der Kür-Tour.
© Maximilian Schreiner

Kür-Sieg für Jenny Lang

Auch in der Grand Prix Kür hätte es beinahe ein rein deutsches Podium gegeben. Dass es am Ende nicht so kam, lag an Prinzessin Nathalie zu Sayn Wittgenstein, die ihre Fabienne mit 74,775 Prozent auf Rang drei ritt. Damit hielt sie Victoria Michalke (GER) auf Abstand, die sich mit Rang vier (72,925 %) zufrieden geben musste. An der Spitze wiederholte Jenny Lang-Nobbe ihren Sieg aus dem Grand Prix. Im Sattel ihres Routiniers Loverboy brachte es Lang-Lobbe auf 76,925 Prozent – Platz eins vor Stefanie Weihermüller und Fantomas (75,075 %).

Zwei Top-Ten-Plätze gab es für die beiden Österreicher in dieser Prüfung: Christian Schumach und Auheim’s Picardo schlossen mit 69,950 Prozent auf Rang sieben, U25-Reiterin Timna Zach und Simply Red mit 69,550 Prozent auf acht.
Christian Schumach und Sinclair Jason © Maximilian Schreiner
Christian Schumach und Sinclair Jason
© Maximilian Schreiner

Zweiter Platz für Christian Schumach in der Kleinen Tour

Einen Tag zuvor war es Schumach gewesen, der einen Dreifacherfolg der Deutschen verhindert hatte. Im Inter I gelang dem Kärntner auf dem achtjährigen San Amour-Sohn Sinclair Jason ein hervorragender Ritt, mit Höhepunkten insbesondere in der Wechsel-Tour. Dafür gab’s vom internationalen Richterkollegium Noten bis 9 – sehr gut. Unterm Strich kamen 71,211 Prozent zusammen – Platz zwei hinter Dorothee Schneider, die ihren Sieg mit der leichtfüßigen Kiss Me aus dem Prix St. Georges wiederholte (76,421 %) und vor Max Wadenspanner (GER) und Sanwero (70,921 %) auf Rang drei.

„Ich bin wirklich erstaunt über die Leistung von Sinclair. Er hat sein großes Sportlerherz gezeigt und gekämpft. Dabei haben wir doch auch noch Luft nach oben“, lobte Christian Schumach den Hengst, mit dem er sich in diesem Jahr schon in der Kleinen Tour in München und in Achleiten platzieren konnte.

Weniger erfolgreich als noch im Auftaktbewerb lief es für Isabell Werth und ihren Schimmelhengst DSP Belantis. Nach einer erneut starken Trabtour, wo Belantis insbesondere in den Verstärkungen glänzte, häuften sich in den Galopplektionen die Unsicherheiten. Danach war auch im Trab der Wurm drin – obwohl das an einigen Richtern wohl vorbeigegangen sein dürfte. Wie sonst ist eine Notendifferenz zwischen 1 (sehr schlecht) und 9 (sehr gut) zu erklären. Am Ende ging das Paar mit wohlwollenden 68,237 Prozent und Rang neun vom Platz.

„Es waren wieder drei unglaubliche Tage hier bei uns am Schindlhof mit sportlichen Höchstleistungen und vielen bewegenden Momenten“, resümierte Gastgeber Klaus Haim die 22. Auflage des Manfred Swarovski Gedächtnis Turniers zufrieden. Vor allem, dass mit Deutschland das beste Dressur-Team der Welt mit den drei Olympiareiterinnen Isabell Werth, Dorothee Schneider und Jessica von Bredow-Werndl so knapp vor Olympia in Fritzens zu Gast war, sei eine Bestätigung für das internationale Renommee, das das Turnier im Laufe der Jahre erlangt habe. Für Haim gibt es damit auch einen ganz klaren Favoriten für den olympischen Team-Bewerb: „Wenn alle Pferde gesund bleiben, ist den Deutschen Gold in Rio wohl nicht zu nehmen.“

ps
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