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26.11.2015

Frostsicher im Rekordtempo: Jakutenpferde trotzen minus 70 Grad Kälte

Jakuten sind die Eisbären unter den Pferden. In ihrer ostsibirischen Heimat halten sie Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Kälte stand. Dabei waren die zähen Kleinpferde ursprünglich gar nicht auf derart frostige Bedingungen eingestellt.

Schnee, Eis und Kälte? Das kann ein Jakutenpferd nicht schrecken! © gaelj - Fotolia.com
Schnee, Eis und Kälte? Das kann ein Jakutenpferd nicht schrecken!
© gaelj - Fotolia.com
Pferde sind erstaunlich anpassungsfähig. Den besten Beweis für diese Eigenschaft liefert das Jakutische Kleinpferd. Die ursprünglich aus der deutlich wärmeren Mongolei stammende Rasse wurde vor knapp 800 Jahren von Einwanderern nach Ostsibirien gebracht. Die Winter dort verdienen das Attribut „hart“ wie in kaum einer anderen Region. An manchen Tagen rasselt die Quecksilbersäule auf minus 70 Grad hinab.

Dass sie auch in diesen eisigen Temperaturen überleben können, verdanken die Jakuten einer evolutionär gesehen blitzartig verlaufenen Genveränderung. Das fanden Forscher der Universität Kopenhagen heraus, als sie das Erbgut heutiger Jakutenpferde mit dem eines Exemplars, das vor etwa 200 Jahren lebte, sowie mit jahrtausendealten Pferdefossilien, die ebenfalls aus der Region stammen, verglichen.

Die genetische Veränderung zeigt sich insbesondere im PRKG1-Gen, von dem man beim Menschen weiß, dass es mit der Zitterreaktion bei Kälte zu tun hat. Und auch BARX2, das beim Wollhaarmammut für ein dichtes Fell sorgte, spielte bei der Kälteanpassung der Jakuten eine wesentliche Rolle. Letzteres ist den haflingergroßen Pferden auch direkt anzusehen. Die Haare ihres Winterfellkleides können bis zu 14 cm lang werden.

Quelle
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