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25.01.2012

Frust bei Frost

Wer kennt die Problematik nicht? Da darf sich jeder Reiter glücklich schätzen, der sich über die Wintermonate hinweg in eine schützende Halle zurückziehen kann. Doch auch mit Dach über dem Kopf muss der Boden richtig gepflegt werden, damit er den Winter über bereitbar bleibt.

Reitplatzboden © Fotolia.com
Ein gut bereitbarer Untergrund schont die Pferdebeine und verbessert die Losgelassenheit.
© Fotolia.com
Reithallen bieten Schutz gegen Wind und Regen und – zumindest bis zu einem gewissen Grad – auch gegen Frost. Doch nach einigen kalten Wintertagen kriecht die Kälte herein, und der Boden beginnt zu frieren. Nachdem nur das in der Tretschicht enthaltene Wasser frieren kann, wäre die simpelste Lösung, einfach nicht mehr zu wässern. Dann wird der Boden allerdings tief und weich, zudem nimmt die Staubbildung zu. 
 
Einfaches Streusalz, also Natriumchlorid, ist nur bedingt für Reitböden geeignet. Zum einen kann es das Hufhorn angreifen, zum anderen wirkt es nur bis maximal minus fünf Grad. Besser geeignet ist Magnesiumchlorid, das oberflächlich aufgebracht wird, z. B. mit einem Düngerstreuer. Es ist hygroskopisch (wasseraufnehmend), wirkt bis Minus 20 Grad und ist unbedenklich für die Hufe. Während man in der ersten Saison je nach Bodenart rund 0,6 bis 1 kg pro Quadratmeter Magnesiumchlorid benötigt, verringert sich dieser Bedarf im darauffolgenden Jahr um rund 40 Prozent.

Einige Firmen bieten weitere Produkte an, um Hallenböden eisfrei zu halten die zum Teil noch zusätzliche Pluspunkte aufweisen sollen. Der Nutzen ist hier im Einzelfall gegenüber den Mehrkosten abzuwägen. Sie sollten aber bedenken, dass Ihr Hallenboden auch im Winter nur so gut sein kann, wie seine Grundqualität es erlaubt. 
 
Bei Außenplätzen ist die Winterfestigkeit noch mehr von der Tretschicht abhängig: Geotextil wirkt auflockernd, und ein guter Quarzsand saugt Wasser nicht auf und friert somit nicht so schnell. Solange der Untergrund gefroren ist, kann auch hier Magnesiumchlorid aufgebracht werden, wenn es taut, wird es aber naturgemäß ausgeschwemmt und die frostverhindernde Wirkung ist dahin.
 
Wer keine Chemie anwenden will, kann auf die energieintensive Variante einer Hallenheizung an. Diese kann hinter der Bande angebracht werden, als Bodenheizung ausgeführt sein oder mittels Heizstrahlern erfolgen.
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