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23.11.2012

Gäbe es keinen Pferdesport – das Pferd wäre wohl ausgestorben

Auch wenn diese Aussage vielleicht etwas überspitzt ist: das Schicksal des unreitbaren Przewalski-Wildpferdes zeigt, dass darin dennoch ein Funken Wahrheit steckt.

Im September dieses Jahres beging man an der Universität für Veterinärmedizin Wien das 20-jährige Jubiläum der geglückten Wiederansiedelung des Przewalski-Pferdes. Im Rahmen der informativen Veranstaltungen am Uni-Campus durfte man erfahren, wie zerbrechlich das zweite Leben der Wildpferde in der Dzungarischen Gobi ist, wie ungeheuer aufwendig, anstrengend und auch abenteuerlich das Projekt bis heute ist. So glücklich alle Beteiligten darüber sind, dass das heilige Pferd der Mongolen heute nicht mehr nur in Zoos betrachtet werden kann, so bereitwillig räumen sie auch ein, dass Nachzüchtung in Tiergärten und anschließende Auswilderung kein Patentrezept für den Artenschutz sind. Wesentlich günstiger – in jeder Hinsicht – ist es, dafür zu sorgen, dass eine Art nicht ausstirbt.

Was vielleicht mit ein Grund dafür war, dass das kleine Pferdchen beinahe ausgestorben wäre: Es lässt sich nicht reiten. Nicht einmal Kreuzungsprodukte taugen als Sportkameraden. Mehr über den Wildling und sein Leben in den Weiten der Mongolei erfahren Sie in unserer Dezemberausgabe ab Seite 24.

Ein ähnliches Schicksal blieb unserem Equus ferus caballus erspart, nicht zuletzt deshalb, weil der Mensch das Pferd als Kameraden in Sport und Freizeit schätzt. Das dictum „Gäbe es keinen Pferdesport – das Pferd wäre wohl ausgestorben“ mag vielleicht etwas überspitzt sein, wahr ist es dennoch. Dass es so bleibt und der Pferdesport in Österreich weiter wächst, blüht und gedeiht, dafür setzt sich der Österreichische Pferdesportverband seit 50 Jahren ein. Mit 48.714 Mitgliedern ist der OEPS, wie der Verband seit 2011 heißt, der achtgrößte Sportverband Österreichs, betrachte man die Zahl der Vereine, die er unter seinem Dach vereint, liegt er sogar an vierter Stelle. Mit seinen 27 Referaten ist der Verband wohl einer der vielseitigsten, es gibt kaum eine Sportart, deren Spektrum so breit gefächert ist wie die des Pferdesports. Das erfordert umfangreiches Wissen und macht die Betreuung sehr aufwendig. Unzählige unbezahlte Arbeitsstunden ebenso unzähliger Ehrenamtlicher im Verband, aber auch in jedem einzelnen Verein, sind notwendig, um sie zu bewältigen. Dafür soll an dieser Stelle allen gedankt sein, die sich tagtäglich dafür engagieren, dass das Pferd auch in weiteren 50 Jahren noch seinen festen Platz in der Gesellschaft hat. Alles Gute zum 50. Geburtstag, auch im Namen der Pferde!
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