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05.05.2017

Galopprennsport: Schweizer verschärfen Peitschenregel

Seit April gelten auf Schweizer Galopprennbahnen schärfere Regeln was den Peitschengebrauch anbelangt. Statt bisher fünf sind nur noch drei Hiebe erlaubt. Fehlbare Jockeys müssen zudem tiefer in die Tasche greifen.

Das neue Reglement des Schweizer Galopprennsports sieht nur noch drei erlaubte Schläge statt bisher fünf pro Rennen vor. © Cheryl Ann Quigley
Das neue Reglement des Schweizer Galopprennsports sieht nur noch drei erlaubte Schläge statt bisher fünf pro Rennen vor.
© Cheryl Ann Quigley
Eine erste Regelübertretung wird mit zwei Tagen Lizenzentzug und 200 Franken Bußgeld geahndet. Weit gravierender wiegt jedoch die ausnahmslose Einbehaltung der Gewinnprozente des Reiters. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Jockeys in prestigeträchtigen Rennen mit hohem Preisgeld bewusst eine Überschreitung in Kauf nehmen. Mit jedem weiteren Verstoß innerhalb eines Jahres verdoppeln sich die Strafmaßnahmen.

„Wenn die bestehenden Maßnahmen nicht ausreichen, um das  Reglement durchzusetzen, müssen sie eben verschärft werden. Jeder Reiter muss sich darauf verlassen können, dass die Konkurrenten gleich behandelt werden und dass sie sich nicht durch Nichteinhalten des Reglements einen Vorteil verschaffen können“, erklärte dazu Galopp Schweiz-Präsident Rolf Schmid.

Weltweiter Trend

Die Regelanpassung war einem Antrag der Tierärztin und Pferdebesitzerin Annina Widmer gefolgt, den Peitscheneinsatz grundsätzlich zu untersagen. „Das Publikum ist sensibilisierter in Bezug auf das Pferdewohl“, sagte die ehemalige Rennreiterin gegenüber der NZZ. „Zudem bin ich der Überzeugung, dass der Peitscheneinsatz genauso oft das Pferd aus dem Gleichgewicht bringt und negativ wirkt, wie er vielleicht das Pferd schneller macht.“

In einer Arbeitsgruppe bestehend aus Mitgliedern der Rennleitung, Jockeys, Trainern, Besitzern und Veterinären, darunter auch Widmer, wurde in der Folge eine Reglement ausgearbeitet, das im internationalen Vergleich besonders strikt ausfällt – wenngleich auch in anderen Ländern der Trend im Galopprennsport im stärker hin zu einer deutlichen Limitierung des Peitscheneinsatzes geht. So wurde etwa in Frankreich die Zahl der erlaubten Peitschenhiebe von acht auf sechs reduziert. In Deutschland steht man aktuell bei fünf erlaubten, einhändig ausgeführten, Schlägen. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland wurden zudem die Strafen für Fehlverhalten verschärft.

ps
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