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06.08.2012

Geballte Hafipower in Stadl-Paura

Dass das Pferdezentrum Stadl-Paura recht kurzfristig als Veranstalter des diesjährigen Halfinger Europachampionats einspringen musste, war der Großveranstaltung im Zeichen der Blondschöpfe am vergangenen Wochenende in keinster Weise anzumerken. Grund zum Jubeln gab es deshalb nicht nur ob der tollen Organisation, sondern auch wegen der zahlreichen Medaillen, über die sich die heimischen HaflingersportlerInnen freuen durften.

Stadl-Paura erlebte am vergangenen Wochenende einen regelrechten Besucheransturm. Neben den rund 200 Aktiven aus acht europäischen Nationen fanden sich zahlreiche begeisterte Haflinger- und Reitsportfans im oberösterreichischen Pferdesportzentrum ein um die Vielseitigkeit der blonden Kleinpferde zu bestaunen. Besonders während des Rennbewerbs am Samstag brodelte die Stimmung in der Arena förmlich.
„Alpenvollblüter“-Rasanz © Barbara Schneider
„Alpenvollblüter“-Rasanz
© Barbara Schneider

Deutschland stark in der Dressur

Der Titel in der Klasse der jungen Dressurpferde, einer Dressurpferdeprüfung der Klasse A, ging mit Sigrid Berchtold und Akado an Deutschland. Sie gewann mit 16,90 Gesamtpunkten vor den beiden heimischen Reiterinnen Nicole Roman auf Rainhof's Steinadler (15,55 – Platz zwei) und Nicole Möser im Sattel von Steinkogel (14,98 – Platz drei).

Kein Vorbeikommen an den deutschen Reiterinnen gab es in der Dressur der Allgemeinen  Klasse, die hier einen Dreifacherfolg feierten. Der Sieg ging in diesem, als Dressurprüfung der Klasse L ausgeschriebenem Bewerb, an Nicole Weidner mit Sterntänzer (146,875 Punkte) vor Kim Nina Reddig mit Akitan (140,799 Punkte). Auf den Bronzerang ritten Denise Jakob und Stina mit 140,799 Punkten. Als bester Österreicher platzierte sich Thomas Schalk mit Starlington auf Rang vier (138,869) gefolgt von Landsmann Christian Bauer auf Alando (138,459).

In der Dressur der Schweren Klasse (Dressurprüfung der Klasse LM auf Kandare) durfte sich die Oberösterreicherin Tabea Bartl über den Sieg freuen. Mit Latina ritt die Lokalmatadorin auf gesamt 139,792 Punkte und holte damit Gold vor der Deutschen Kristina Knop auf Nejarri (139,541). Rang drei ging mit Nicola Coens und Stevie (138,541) ebenfalls nach Deutschland.

Heimische Dominanz im Springen und in der Vielseitigkeit

Ausgesprochen stark präsentierten sich die rot-weiß-roten ReiterInnen in den Springbewerben. In der Jungpferdeklasse (Höhe bis 90 cm) feierten die ÖsterreicherInnen gar einen Dreifacherfolg, den Verena Binder mit Walentino anführte. Dahinter reihten sich Nikola Kornberger mit Almstern und Evelyn Lechner mit Nicco auf die Plätze zwei und drei.

Der Sieg in der Allgemeinen Klasse (Sprünge bis 105 cm) ging mit Evelyn Renner und Amor’s Nemo nach Italien. Silber holten das heimische Paar Ute Berger und Mona Lisa vor Claudia Bauer und Anatol aus der Schweiz. Den Sieg im Staffettenspringen holte das Team „Die dreisten Drei“ aus Deutschland (4,00 FP / 134,11 Sek.) gefolgt vom österreichischen Team „Salzburger Mädels“ auf Rang zwei (4 FP / 142,99 Sek.) und Team „Schweiz 2“ (4 FP / 153,21 Sek.)auf dem dritten Platz. Team „Austria ???“ verzeichnete zwar mit Abstand die schnellste Gesamtzeit (128,77 Sek), musste sich aber aufgrund eines zusätzlichen Abwurfs und damit gesamt acht Fehlerpunkten mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Als unschlagbar erwiesen sich die österreichischen ReiterInnen in der Vielseitigkeit. Während es in der Allgemeinen Klasse einen weiteren Dreifacherfolg gab, belegten die rot-weiß-roten HaflingersportlerInnen in der Jungpferdeklasse sogar die Plätze eins bis vier. Hier sicherte sich Anna Rubinigg auf Ademis mit gesamt 57,50 Punkten souverän den Titel vor Daniela Moser mit Nagano auf Platz zwei (62,50), Regina Feiel mit Amur auf Rang drei (66,30) und Bernhard Eicher mit Aramis an der vierten Position (74,29).

Gold in der Allgemeinen Klasse holte Daniela Moser im Sattel von Aladin (46,50) gefolgt von Rene Schranz, der mit Willi von Wilderich auf den Silberrang (47,60) ritt. Den dritte Platz und damit Bronze holte Anna Grillitsch auf Adorno (49,00), die als Führende nach der Dressur im Parcours noch einen ärgerlichen Abwurf hinnehmen musste.

Weitere Ergebnisse im Detail finden Sie hier.

Schnelle Italiener

Rasantes Tempo wurde in den beiden Rennbewerben gezeigt. Besonders stark präsentierten sich hier die TeilnehmerInnen aus Italien, die sich im Trabrennen sogar über einen Vierfachsieg freuen durften. Den Sieg mit 14 Punkten holte Ignaz Unterholzner mit seiner neunjährigen Stute Gabi, gefolgt von Konrad (10 Punkte) und Alois Zoeggeler (8 Punkte), die mit ihren Stuten Edith und Ulme auf die Plätze zwei udn drei fuhren. Beste Österreicherin Hildegard Zehetner mit Heidi auf dem fünften Platz (4 Punkte).

Einen italienischen Totaltriumph im Galopprennen wusste lediglich die Österreicherin Elisabeth Planka zu vereiteln, die sich mit ihrer elfjährigen Stute Parcarole punktegleich mit der Siegerin auf Rang zwei schob. Die bessere Zeit gab den Ausschlag dafür, dass sich die Italienerin Karin Trojer (auf Ikone Rebecca) schlussendlich mit Gold schmücken durfte. Platz drei holte ihr Landsmann Manfred Tchigg auf Goldige.

Starke Leistungen in den Westernbewerben

Ausgesprochen stark präsentierten sich unsere südlichen Nachbaren auch in den Reiningbewerben. In der Junioren Reining gingen die Plätze eins und zwei nach Italien. Roland Gruber durfte sich mit einem Score von 139 im Sattel von Winner-N über Gold freuen, Silber holte mit einem halben Punkt Abstand sein Landsmann Daniele Pagliari mit Nikka. 133,5 bedeuteten den dritten Rang und damit Bronze für die Salzburgerin Julia Frewein auf Sarinja.

Einen weiteren Doppelsieg feierten die italienischen Reiner in der Seniorenklasse. Francesco Marinotti siegte auf Alden-L mit einer 141 vor Jessica Menegon auf Wunder-M (139,5). Abermals war es Julia Frewein, die sich mit einer tollen Leistung den dritten Rang sicherte. Mit Ricki verpasste sie nur um einen halben Punkt Silber.

Den Sieg im Kombinationsbewerb Trail & Pleasure der Junioren sicherte sich die Schweizerin Sophie Latter mit Nestor. Silber gab es hier für die Wienerin Nina Gludowatz auf Chickadee gefolgt von Jennifer Gossweiler (SUI) und Nirwana II auf dem dritten Platz. Ihren beiden Bronzemedaillen fügte Julia Frewein in der Seniorenklasse noch eine goldene hinzu. Mit Sainja gewann die Lamprechtshausnerin diesen Bewerb vor Ilaria Bolzoni mit Wild-N aus italien. Über Bronze durfte sich mit Barbara Maringer und Winnetou Step On It ein weiteres heimisches Paar freuen.

Dreifachsieg für Österreich bei den Einspännern

Einen Dreifacherfolg feierten die heimischen FahrerInnen im Bewerb der Einspänner. Den Sieg holten Christiane Schluder und Aristo mit einer fehlerfreien Fahrt zwischen den Kegeln. 87,6 Gesamtpunkte bedeuteten Gold vor Viktoria Wolf und Sam mit 91,30 Punkten, die damit auf den Silberrang fuhr. Bronze holte Bernhard Gotownik mit Hannah (99,15).

Im Einspännerbewerb der Jungen Pferde, einer Vielseitigkeitsfahrprüfung der Klasse L, konnte sich Emilio Gamba mit O'Hara über Gold freuen (91,34). Silber ging mit Helmut Telser und Nomi ebenfalls nach Italien (92,73) vor dem heimischen Paar Franz Tischler und Amigo, das sich mit 94,53 Gesamtpuntken Bronze sicherte.
 
Einen Sieg für Italien gab es im Bewerb der Zweispänner. Hier siegte Johann Weitlaner souverän (77,57) mit seinen beiden Pferden Silbernacht und Adler. Silber holte der Österreicher Rupert Ganhör (Moritz und Asterix) mit 89,33 Punkten vor dem Schweizer Brono Widmer (Nardina und Albert) auf Rang drei.