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23.03.2011

Geiseldrama um Züchter aus NÖ

Am Dienstag kam es in Klosterneuburg zu einer Geiselnahme, die tödlich endete. Im Zentrum der Geschehnisse stand ein hoch verschuldeter Züchter aus Niederösterreich, dem wegen Verwahrlosung die Beschlagnahmung der Pferde drohte.

Alle Medien haben darüber berichtet: bei der gestrigen Geiselnahme auf der BH in Klosterneuburg wurde ein Beamter lebensgefährlich verletzt und eine weibliche Geisel stundenlang festgehalten. Laut Polizeibericht richtete sich der aus Wolfsgraben stammende Täter selbst.
Araber (Symbolfoto) © Claudia Brachmann - Fotolia.com
Züchter aus Wolfsgraben lief Amok, weil er seine 16 Vollblutaraber nicht verlieren wollte. (Symbolfoto)
© Claudia Brachmann - Fotolia.com

Geiselnehmer war Pferdezüchter aus Wolfsgraben

Wie jetzt bekannt wurde, handelt es sich bei dem Täter um Alfred F., einem bekannten Gestütsbesitzer und Araberzüchter in Wolfsgraben, NÖ. Der Ex-Trafikant aus Kaltenleutgeben war vor eineinhalb Jahren in Pension gegangen, um sich in Wolfsgraben nur noch der Pferdezucht zu widmen. Doch der Plan ging nicht auf, bereits vor einigen Wochen drang an die Öffentlichkeit, dass der Züchter enorme Schulden angehäuft hatte. Die für den 7. März angesetzte gerichtliche Versteigerung, in der zumindest fünf der Pferde einen neuen Besitzer finden sollten, fiel aus. Alfred F. erschien nicht zu dem vereinbarten Termin und hatte zudem seinen Hof verbarrikadiert.
Die versammelten Tierfreunde mussten unverrichteter Dinge abziehen. Unter ihnen auch ANIMAL SPIRIT-Obmann und Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank. Im Interview mit der APA sprach er über die Hergänge: " Es fehlten die Papiere und ein Pferd, welches angeblich vorher verstorben war. Der Gerichtsvollzieher und die versammelten Tierfreunde mussten daher unverrichteter Dinge wieder abziehen. Immerhin konnte in der Folge mit dem zuständigen Amtstierarzt, Dr. Holger Herbrüggen, vereinbart werden, dass fortan die verbliebenen 16 Pferde vom Tierschutzverein Gut Riedenhof versorgt würden und zudem stellte Dr. Herbrüggen eine Beschlagnahmung der Tiere in Aussicht. Eine Zusammenarbeit mit dem Tierschutz - zum Wohle seiner eigenen Tiere - lehnte Herr F. jedoch weiterhin ab. Im Gegenteil, er bedrohte eine Tierschützerin am Telefon sogar damit, sie zu erschlagen...". Der Schuldenberg und die Sorge um seine 17 Pferde brachten wurden dem Ex-Trafikanten Alfred F. offenbar zu viel.

Neuen Besitzer für Pferde gesucht

Für die verbliebenen 15 Pferde sollen über die Tierschutzvereine Gut Riedenhof und Animal Spirit neue Besitzer gefunden werden, sobald die behördlichen Schritte dafür gesetzt worden sind. Vorerst werden sie jedoch vor Ort weiter versorgt und auch tierärztlich behandelt. Jede Hilfe zu spät kommt möglicherweise für den braunen Araber-Zuchthengst Pan der noch vor dem Amoklauf spurlos verschwunden war

Kontakt

Wer Interesse an einem der Pferde hat, soll sich per E-Mail an Frau Evelyn Popp vom Tierschutzverein Gut Riedenhof wenden: office@gnadenhof.info.
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