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21.08.2013

Gelungene Ritte vom Dressurteam

Nach 32 Reitern in der Team-Grand-Prix-Prüfung der Dressureuropameisterschaften liegen die beiden Österreicherinnen Andrea John und Karin Kosak auf den Plätzen 11 und 17, kein schlechter Beginn für die Teamentscheidung.

Behielt mit ihrem Esperanto die Ruhe und liegt auf Rang 11: Andrea John. © Tomas Holcbecher
Behielt mit ihrem Esperanto die Ruhe und liegt auf Rang 11: Andrea John.
© Tomas Holcbecher
Beide Reiterinnen strahlten nach ihren Ritten, bei Andrea John verwunderte es nicht, denn ihr Esperanto präsentierte sich wirklich sehr gut. Dabei hatte ihr Wallach einst in München fast das Vertrauen in seine Reiterin verloren, als ausgerechnet bei seinem Auftritt der Rummel um Totilas irre Ausmaße annahm und ihn komplett von der rolle brachte. Aber die in Bayern lebende Österreicherin baute ihren schwarzen Escudo II-Sohn wieder auf und schaffte heuer sogar die EM-Qualifikation. Und darum konnte sie nach allen Widrigkeiten diesen herrlichen Ritt ins Stadion von Herning doppelt genießen: „Als ich den Weg runter kam, schossen mir diese Gedanken durch den Kopf: Du hast es noch einmal geschafft, ein Grand Prix-Pferd zu einem Championat zu bringen!“ Und sie nennt auch zwei weitere Gründe für ihre Zufriedenheit: „Erstens ist der mannschaftliche Zusammenhalt im österreichischen Team perfekt. Die Familie Jerich hat mir ermöglicht mit Renate zu fahren, sonst wäre ich mit dem Hänger nach Dänemark unterwegs gewesen. Und der gesamte Spirit ist einfach toll. Zweitens erdet mich auch das Zusammensein mit den Para-Reitern, da merke ich erst, dass wir oft auf hohem Niveau jammern!“ Und auch ihrem Pferd streute sie Rosen: „Espi ist Gottes Geschenk für mich.“ Von den Richtern gab es für ihren Ritt 68,389 %, für den verstärkten Trab und die Schlussaufstellung waren sogar 8,0 dabei. Dass die Piaffen nicht so perfekt waren, konnte sie auch erklären: „In Aachen war er heißer, da steht er nicht ruhig, dafür klappten die Piaffen besser. Heute war es umgekehrt!“
Wenn der eine Fehler nicht passiert wäre: Ein couragierter Ritt von Karin Kosak mit Lucy"s Day. © Tomas Holcbecher
Wenn der eine Fehler nicht passiert wäre: Ein couragierter Ritt von Karin Kosak mit Lucy"s Day.
© Tomas Holcbecher
Aber auch Karin Kosak lachte beim Interview schon wieder übers ganze Gesicht, dabei passierte ihrer Lucy’s Day ausgerechnet auf der letzten Linie ein kapitaler Fehler bei der Piaffe, der schwer abgestraft wurde und ihr nicht die möglichen 68, sondern 65,532 % brachte. „Sie ist ein wenig ängstlich, vielleicht habe ich ein wenig zu fest gedrückt, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden, denn sie war wirklich gut reitbar und das bei so einer beeindruckenden Kulisse und dem hellen Flutlicht!“ Auch ihr Trainer Günter Zach lobte die gelungenen Wechsel, Pirouetten und die Zag-Zags, ihre bisherige Schwachstelle im Grand Prix. „Wir waren ja noch nie bei so einem Championat und Lucy’s Day ist erst 12 Jahre, wir wollen diesen Weg weitergehen,“ blickt Kosak schon in die Zukunft. Ihre Stute hat sie mit vier Jahren gekauft und selbst ausgebildet, worauf sie berechtigterweise sehr stolz ist - eine Parallele zu ihrer Mannschaftskollegin Andrea John. „Dass wir mit nicht so großem finanziellen Background hier mithalten können ist eigentlich wirklich toll!“
Beim Ausritt lachte sie schon wieder: Die Steirerin Karin Kosak. © Ernst Kopica
Beim Ausritt lachte sie schon wieder: Die Steirerin Karin Kosak.
© Ernst Kopica
Ganz vorne im Klassement liegen derzeit die beiden deutschen Amazonen Isabell Werth (ihr Don Johnson zeigte nur bei den Piaffen Schwächen) und die Debütantin Fabienne Lütkemeier (D’Agostino), fehlerhaft der hochbegabte Akeem Foldager unter Andreas Helgstrand für die dänischen Hausherren und auch Hans Peter Minderhoud dürfte sich mit Glock’s Romanov mehr erwartet haben als 71,383 %. Die Ergebnisse finden sie hier.
Ein fantastischer Teamgeist: Die österreichischen Mannschaften. © Ernst Kopica
Ein fantastischer Teamgeist: Die österreichischen Mannschaften.
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