Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
23.03.2012

Gemacht wird, was Erfolg bringt

Nur allzuoft gilt diese Devise auch im Reitsport, damit immer größere Leistungssteigerungen möglich werden. Dabei gehen unlautere Methoden immer auf Kosten jener Dinge, die unseren Sport so einzigartig machen: Individualität, Vielfalt und Harmonie zwischen Mensch und Pferd.

Ja, der Pferdesport ist mit Abstand der vielseitigste und wohl auch der schönste Sport, den den man/frau wettkampfmäßig oder als Spaß an der Freud ausüben kann. Nicht nur fächert sich das Feld der pferdesportlichen Betätigung in die unterschiedlichsten Disziplinen auf – vom Wanderreiten in seiner extremsten Formn über das Fahren mit Ponys bis hin zum Skijöring und Galopprennen auf Schnee  –, auch die verschiedenen Pferderassen bringen Abwechslung und Vielfalt mit sich. Und nicht zuletzt ist es das einzelne Pferd selbst, sein unverwechselbarer Charakter, seine individuellen Eigenschaften, sein ganz eigenes Vermögen, das diesen Sport so einzigartig macht. Keine andere Disziplin erfordert eine derart enge Zusammenarbeit zweier doch sehr unterschiedlicher Wesen auf körperlicher wie auch auf geistiger Ebene. Und wie in anderen Sportarten auch, war und ist der Mensch ebenso im Pferdesport stets bemüht, sein „Material“ zu verbessern – sei es durch züchterische Maßnahmen, sei es durch neue Ausbildungsmethoden oder verbessertes Training.

Wie sich Sport, Zucht und Ausbildung gegenseitig beeinflusst haben und immer noch beeinflussen, haben unsere Autoren Thomas Druml und Gertrud Grilz- Seger anhand der Olympischen Spiele nachvollzogen (Nachzulesen in der Aprilausgabe der Pferderevue ab Seite 60) – eine spannende Lektüre und gerade im Vorfeld Olympischer Spiele besonders interessant. Der Prozess dieser „Materialoptimierung“ sollte jedoch nie vergessen lassen, dass wir es in unserem Sport mit Lebewesen zu tun haben, die unseren Respekt, unsere Fürsorge und unsere Zuneigung verdienen. Viel ist die Rede vom Pferd als Partner, im Leistungssport – und nicht nur dort – gab es aber immer schon fragwürdige bis kriminelle Methoden der Leistungssteigerung wie Barren, „Rollkur“, Doping oder verbotene Medikationen. Auch das sind Themen, die uns und die für den Sport Verantwortlichen treu begleiten: FEI und OEPS verstärken ihre Anti-Doping-Initiativen und setzen dabei auf Aufklärung und Information. Meist ist es aber nicht mangelndes Wissen, sondern die Einstellung „gemacht wird, was Erfolg bringt“, die zu Dopingvergehen und brutalen Trainingsmethoden führt. Auf Dauer zerstören wir damit genau das, was unseren Sport so einzigartig macht: die Individualität, die Vielfalt und die Harmonie zwischen Mensch und Pferd.
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
Servus TV AD