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17.11.2013

German Masters: Helen Langehanenberg und Damon Hill siegen mit neuem Rekord

Beim German Masters in Stuttgart geht es an diesem Wochenende gleich in vier Disziplinen um wichtige Punkte in der Weltcup-Qualifikation. Die maximale Ausbeute in der Dressur ging am Samstagnachmittag auf das Konto der Vorjahressieger Helen Langehanenberg und Damon Hill mit dem Rekordergebnis von 89,775 Prozent. Vici Max-Theurer und Eichendorff ritten auf Platz neun.

Stolzes Pferd, glückliche Reiterin: Helen Langehanenberg und Damon Hill pulverisieren mit 89,775 Prozent den alten Stuttgarter-Kür-Rekord von Edward Gal und Totilas (87,800%) und holen überlegen den Sieg in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. © Tomas Holcbecher
Stolzes Pferd, glückliche Reiterin: Helen Langehanenberg und Damon Hill pulverisieren mit 89,775 Prozent den alten Stuttgarter-Kür-Rekord von Edward Gal und Totilas (87,800%) und holen überlegen den Sieg in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle.
© Tomas Holcbecher
Schon das Ergebnis im Grand Prix am Samstag ließ die rekordverdächtige Form der EM-Zweiten aufblitzen. 83,383 Prozent bedeuteten nicht nur den klaren Sieg vor Isabell Werth (GER) mit El Santo (75,298%) und Tinne Vilhelmson Silfven mit Don Auriello (75,213%), sondern machten auch deutlich, dass Helen Langehanenberg und Damon Hill auch heuer wieder die heißesten Favoriten auf den Weltcup-Titel sind.

Das Meisterstück der amtierenden deutschen Meister folgte aber am Samstagnachmittag. Als drittletztes Pferd-Reiter-Paar des 14-köpfigen Starterfeldes brachten die 31-jährige Deutsche und ihr ahtletischer Dunkelfuchs die Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle zum toben. „Am Ende des Rittes hatte ich Tränen in den Augen! Es war so ein schönes Gefühl“, gestand Langehanenberg nach ihrem Sieg. Begeistert war nicht nur die zierliche Reiterin, sondern auch Publikum und Richter. Letztere vergaben 89,775 Prozent für den grandiosen Ritt (wobei der dänische Richter bei H, Hans-Christian Matthiesen, mit 92,625 Prozent vielleicht etwas übers Ziel hinausschoss) – nicht nur eine neue persönliche Bestmarke für Helen Langehanenberg, sondern zugleich auch die höchste Wertung, die jemals in Stuttgart erzielt worden war.

In Topform präsentierte sich auch Isabell Werths Rheinländerwallach El Santo. Trotz des derzeit schwebenden Verfahrens wegen unerlaubter Medikation ritt Werth gewohnt professionell und fokussiert. Ihr Lohn: 83,12 Prozent für eine Kür, die trotz eines Wechselfehlers mit einem enorm hohen Schwierigkeitsgrad und einem energiegeladenen, atlethischen El Santo beeindruckte. „Ich hatte eine Kür mit viel Risiko und nur einen kleinen Fehler und bin sehr stolz“, so die ehemalige Olympiasiegerin.

Nach dem Entscheid der ersten Kammer der Disziplinarkommission der FN droht der Rheinländerin eine sechsmonatige Sperre wegen fahrlässiger Sorgfaltspflichtsverletzung. Ein Urteil, gegen das Werth Berufung eingelegt hat, weswegen die 44-Jährige vorerst weiterhin an Turnieren teilnehmen darf. Werths Gegenwehr könnte die erfolgreiche Berufsreiterin allerdings auch die WM-Teilnahme Ende August in der Normandie kosten, sollte sich das Verfahren lange genug hinziehen. „Wenn das so kommt, dann ist es so“, sagte Werth im Interview mit der dpa. Der Kampf gegen das „unfaire Urteil“ der Disziplinarkommission des Reitverbandes FN sei ihr wichtiger.

Rang drei ging wie schon im Grand Tinne Vilhelmson-Silfven und Don Auriello mit ebenfalls starken 82,325 Prozent.
Solide Leistung: Victoria Max-Theurer und Eichendorff platzierten sich im starken Teilnehmerfeld auf Rang neun. © Tomas Holcbecher
Solide Leistung: Victoria Max-Theurer und Eichendorff platzierten sich im starken Teilnehmerfeld auf Rang neun.
© Tomas Holcbecher

Eichendorff solide, Esperanto von der Rolle

Mit Vici Max-Theurer und Andrea John nahmen auch zwei Österreicherinnen die Weltcupprüfung in Stuttgart in Angriff. Während die heimische Rekord-Staatsmeisterin im Sattel ihres Westfalenhengstes Eichendorff zwar nicht an die Ergebnisse der jüngsten Vergangenheit anschließen konnte, mit 71,273 Prozent im Grand Prix und 74,775 Prozent in der Kür aber trotzdem zwei respektable Ergebnisse ablieferte, gab es für Andrea John an diesem Wochenende wenig Grund zur Freude. Schon in der Qualifikation am Freitag hatte die gebürtige Deutsche schwer mit ihrem nervigen Esperanto zu kämpfen. Der zwölfjährige Rappe von Escudo fühlte sich durch die Blitzlichter der Fotografen in der Abreitehalle dermaßen gestört, dass er völlig die Nerven schmiss und sich auch in der Prüfung nicht mehr recht davon erholte. Seine Reiterin versuchte das Beste draus zu machen, das in diesem Fall bei 62,064 Prozent lag. Auch in der Kür am Samstag hatte die EM-Reiterin alle Hände voll mit ihrem nervigen Hannoveranerwallach zu tun. Nach enttäuschenden 57,825 Prozent und dem letzten Platz gilt es für 37-Jährige jetzt in erster Linie das Turnier abzuhaken und nach vorn zu blicken. Denn dass sie es deutlich besser können, hat das Duo in der vergangenen Saison bereits zur Genüge bewiesen.

Alle Ergebnisse
des German Masters in Stuttgart finden Sie hier.
Spannung ohne Ende: Ein völlig entnervter Esperanto machte es Andrea John in den beiden Stuttgarter Weltcupbewerben alles andere als leicht. © Tomas Holcbecher
Spannung ohne Ende: Ein völlig entnervter Esperanto machte es Andrea John in den beiden Stuttgarter Weltcupbewerben alles andere als leicht.
© Tomas Holcbecher
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