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19.06.2017

Geteilter Sieg im Glock’s Grand Prix, Kühner Achter

So etwas gibt es wirklich nicht alle Tage: Im Glock’s Grand Prix, dem Höhepunkt des Fünf-Sterne-Springturniers auf der Anlage der Familie Glock in Treffen, gab es nach Grundumlauf und Stechen zwei Sieger. Und beide kamen aus der Schweiz.

Martin Fuchs und Clooney (Bild) feierten im Glock"s Grand Prix einen ex-aequo-Sieg mit Steve Guerdat und Corbinian. © Tomas Holcbecher
Martin Fuchs und Clooney (Bild) feierten im Glock"s Grand Prix einen ex-aequo-Sieg mit Steve Guerdat und Corbinian.
© Tomas Holcbecher
Denn sowohl Olympiasieger Steve Guerdat als auch dessen Landsmann Martin Fuchs waren in der Entscheidungsrunde nicht nur fehlerfrei geblieben, sie lösten die Zeitnehmung auch in exakt demselben Augenblick aus – nach 49,43 Sekunden: Bestzeit! Der geteilte Sieg wurde mit 77.625 Euro Preisgeld pro Reiter versüßt.

Neben Fehlern, Zeit und Preisgeld gab es bei den beiden Eidgenossen in diesem Springen aber noch mehr Gemeinsamkeiten. Insbesondere bei den Pferden. Denn Guerdats Corbinian und Fuchs’ Clooney teilen nicht nur das Alter - beide sind elf Jahre alt - sondern auch noch den Vater. Beide Wallachen sind Nachkommen des Jahrhunderthengstes Cornet Obolensky.

Solch einen außergewöhnlichen Sieg erlebt man nicht alle Tage. Nicht einmal als Olympiasieger. „Dieser Sieg ist schon sehr besonders. Martin und ich sind schon so lange befreundet, trainieren gemeinsam und leben nur wenige Minuten voneinander entfernt. Diesen Wert kann man mit Preisgeld gar nicht aufwiegen!“, meinte Steve Guerdat. Dem konnte sich Martin Fuchs nur anschließen: „Das Podium war mein Ziel, dass es zum Sieg gereicht hat ist jetzt natürlich großartig. Dass Steve und ich ex-aequo gewinnen konnten, kann ich gar nicht glauben. Als ich über die Ziellinie geritten bin, habe ich auf der Anzeigentafel bei uns beiden die Eins aufleuchten sehen. Das war unfassbar. Für mich ist das außerdem der erste 5* Grand Prix Sieg mit Clooney, und der hätte gar nicht besser sein können!“

Der belgische Starvererber Cornet Obolensky stellte in Treffen neben dem Siegerduo übrigens noch zwei weitere Pferde unter den Top acht. Neben Gregory Wathelets Coree ebenfalls elfjährigen Coree war das Max Kühners Cornet Kalua. Die beiden rot-weiß-roten Weltcup-Finalisten waren als einziges österreichisches Paar im 1,60 m hohen Grundparcours fehlerfrei geblieben. Im Stechen schied das Duo dann jedoch aus. Der achte Platz, auf dem sich das Paar schlussendlich klassierte, wurde immerhin noch mit 10.350 Euro versüßt.

Christian Rhomberg und sein Spitzenpferd Saphyr des Lacs hatten im Grundumlauf zwei Abwürfe und kamen auf Platz 24.
Im CSI2* Grand Prix war München-Vierte Marianne Schindele wieder knapp dran am Podest. Mit ihrem Tango d’Ecry legte die Kärntnerin erneut eine Spitzenrunde in den Parcours, leider blieb das Duo hauchdünn über der Zeit und verpasste damit den Einzug ins Stechen um Haaresbreite. Für sie wurde es schließlich Platz sechs. Der Sieg ging hier an das norwegische Duo Marie Longem und Algorhythem, die sich mit dem schnellsten fehlerfreien Ritt vor dem Spanier Ismael Garcia Roque auf Durania K und Denis Nielsen (GER) auf DSP Cashmoaker an die Spitze der Wertung setzte.

Für den einzigen österreichischen Sieg in den internationalen Springen an diesem Wochenende zeichnete Katharina Rhomberg verantwortlich. Bereits im Einlaufspringen am Donnerstag war die Vorarlbergerin auf ihrem Nachwuchspferd, der neunjährigen KWPN-Stute Dinadja, stark unterwegs gewesen. Da hatte sich das Duo allerdings noch dem US-Amerikaner Lucas Porter auf Cassina geschlagen und mit Platz zwei zufrieden geben müssen. Zwei Tage später drehte Rhomberg den Spieß dann aber um und gewann die Zwei-Phasen-Springprüfung der Zwei-Sterne-Tour mit knapp eineinhalb Sekunden Vorsprung auf das US-Duo.

Alle Ergebnisse im Detail gibt’s hier.