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23.04.2015

Giftige Pferdeäpfel: Tödliche Gefahr für Hunde

Manche Hunde haben Pferdeäpfel zum Fressen gern. Doch diese Passion kann schwerwiegende Folgen haben und manchmal sogar tödlich enden.

Hunde mit dem MDR1-Gendefekt reagieren auf Pferdeentwurmungsmittel auf Basis der Wirkstoffe Ivermectin und Moxidectin mit schwerwiegenden Vergiftungserscheinungen, die sogar bis zum Tod führen können. © Rita Kochmarjova - fotolia.com
Hunde mit dem MDR1-Gendefekt reagieren auf Pferdeentwurmungsmittel auf Basis der Wirkstoffe Ivermectin und Moxidectin mit schwerwiegenden Vergiftungserscheinungen, die sogar bis zum Tod führen können.
© Rita Kochmarjova - fotolia.com
Bei Hunden mit dem sogenannten MDR1-Defekt kommt es zu einer Fehlfunktion der Blut-Hirn-Schranke, die verhindert, dass bestimmte Wirkstoffe vom Blut ins Gehirn gelangen. Als Folge dieses Gendefekts zeigen die betroffenen Tiere eine Überempfindlichkeit gegenüber manchen Arzneimitteln. Dazu gehören auch Ivermectin und Moxidectin - zwei Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Magen-Darm-Parasiten beim Pferd zur Anwendung kommen. Da sowohl gegen Ivermectin als auch gegen Moxidectin noch kaum Wurmresistenzen vorliegen, wird auf Präparate dieser Wirkstoffgruppen immer häufiger zurückgegriffen.

Während es beim Pferd einer zehnfachen Überdosierung bedarf, um Vergiftungserscheinungen herbeizuführen, können schon vergleichsweise geringe Mengen ausreichen, um einen Hund zu vergiften. Bereits die Aufnahme von weniger als 20 g kann tödlich enden. Wie stark ein Hund reagiert, hängt dabei nicht nur von Größe und Körpergewicht des jeweiligen Tieres ab, sondern auch vom Ausmaß des Gendefekts.

Besonders Collies, Langhaarwhippets, Shetland Sheepdogs, Silken Windhounds und Australian Shepherds zählen zu den gefährdeten Hunderassen, aber auch bei Deutschen Schäferhunden, English Shepherds, McNabs und einigen weiteren Rassen konnte der MDR1-Defekt bereits nachgewiesen werden. Betroffene Tiere wirken äußerlich oftmals völlig gesund, erst ein Gentest bringt ans Licht, ob der Fehler im Erbmaterial vorliegt.

Besondere Vorsicht für Hunde- und Pferdehalter

Wer als Pferdehalter unnötiges Hundeleid verhindern will, sollte im Zusammenhang mit der Entwurmung seines Pferdes besondere Vorsicht walten lassen. Tropfmengen und benutzte Applikatoren sollten sofort fachgerecht entsorgt werden, frisch entwurmte Pferde für zwei bis drei Tage auf der eigenen Anlage verbleiben, um nicht unbeabsichtigt Giftfallen für passionierte Mistfresser auszulegen. Für Hundehalter gilt es besonders in pferdereichen Gegenden stets ein Auge auf das eigene Tier zu haben, damit der gemeinsame Ausflug ins Freie kein unschönes Ende in der Tieklinik nimmt.
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