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26.02.2018

Göteborg: Belinda Weinbauer nach Sensationsritt im Weltcupfinale

Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Bei der vorletzten Station des Dressurweltcups in Göteborg ritt das Paar aus dem Burgenland die Kür seines Lebens und platzierte sich mit einem neuen persönlichen Bestergebnis auf dem sensationellen vierten Rang.

Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ  bei den Dressur-Europameisterschaften in Göteborg 2017, wo sie sensationell auf Rang 14 landeten © Tomas Holcbecher
Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ bei den Dressur-Europameisterschaften in Göteborg 2017, wo sie sensationell auf Rang 14 landeten
© Tomas Holcbecher
Göteborg ist ein gutes Pflaster für Belinda Weinbauer und Söhnlein Brilliant MJ. Erst vor wenigen Monaten hatte das Duo hier bei den Dressur-Europameisterschaften mit seinem Einzug ins Kür-Finale, wo es auf Platz 14 landete, für eine rot-weiß-rote Sensation gesorgt. Bei der Schweden-Etappe des laufenden Dressur-Weltcups schloss das Paar nun nicht nur an seine großartige EM-Form an, sondern setzte sogar noch eins drauf.

Bereits im Grand Prix zeigten Weinbauer und der von Marianne Jerich zur Verfügung gestellte Shakespeare in Love Sohn viele Highlights. Besonders die Verstärkungen und Einerwechsel ließen die fünf internationalen Wertungsrichter tief in die Punktetasche greifen. Allerdings gab’s da auch noch ein paar Lektionen, wo’s noch nicht zu hundert Prozent lief. Etwa beim Halten und Rückwärtsrichten, in den Wechseln zu zwei Sprüngen und den Zick-Zack-Traversalen. Am Ende kam das Paar als Fünftes mit 71,217 Prozent aus dem Viereck – und dem Gefühl, dass da noch was geht.

Und es ging noch was. Sehr viel mehr, sogar! In ihrer mit Schwierigkeiten gespickten Kür ritten Weinbauer und Söhnlein Brilliant voll auf Angriff. Und wurden belohnt. Satte 77,275 Prozent gab es für einen wahrhaft brillanten Ritt – vielleicht den besten, den das Duo bislang gezeigt hat. Das fanden auch die Richter, die für die künstlerische Darbietung Noten bis 83,6 Prozent vergaben! Mit diesem Ergebnis korrigierte das Paar seine persönliche Bestmarke einmal mehr nach oben und durfte sich über einen sensationellen vierten Platz im starbesetzten Starterfeld freuen.

Wie hoch die Qualität in Göteborg war, beweisen die Plätze eins bis drei, die allesamt spielend die 80er Hürde nahmen. Allen voran Dänemarks Shootingstars Catherine Dufour und Atterupgaards Cassidy, die nach knapp dreimonatiger Weltcup-Pause wieder auf die internationale Bühne zurückkehrten. Die Turnierabstinenz scheint den EM Bronze-Medaillengewinnern gut bekommen zu haben, denn bereits der Grand Prix verlief vielversprechend. Mit einer starken Leistung und 80,674 Prozent verwies das Duo Isabell Werth und den westfälischen Wallach Emilio auf Platz zwei (79,717).

Dann kam die Kür. Und dort zeigten die dänischen Meister, dass sie nun endgültig im Dressur-Olymp angekommen sind. Dufour präsentierte ihren Cassidy trotz den beachtlichen Schwierigkeiten in ihrem Programm mit großer Leichtigkeit und viel Ausstrahlung – und blieb nahezu fehlerfrei. Das riss nicht nur das Publikum von den Sitzen, auch die Richter waren hin und weg. In der B-Note bewegten sich die Noten zwischen 92 und 96 Prozent, unterm Strich waren es dann 88,2 Prozent. Diese Marke konnte nicht einmal Isabell Werth toppen. Die Weltranglistenerste kam auf 85,38 Prozent – Platz zwei. Dritter wurde Lokalmatador Patrick Kittel auf Delauny OLD mit starken 83,635 Prozent.

In drei Wochen können die Dressurreiter noch einmal Punkte sammeln. Das Turnier in s’Hertogenbosch ist die letzte Station vor dem Finale in Paris. Belinda Weinbauer kann ihren Koffer für einen Trip in die französische Metropole aber jetzt schon packen. Mit aktuell 53 Zählern steht die 41-jährige aus Sieggraben derzeit auf Rang sechs im Weltcup-Ranking und hat damit ihr Finalticket bereits sicher.

Alle Ergebnisse im Detail gibt's hier.

ps
 
Cover März 2018 © Hans Kraus
© Hans Kraus
Mit ihren Erfolgen im Jahr 2017 hat sich Belinda Weinbauer in der internationalen Dressurszene erfolgreich ins Rampenlicht katapultiert. Wir wollten wissen, wie die neue Nummer eins im österreichischen Dressursport lebt und arbeitet und haben sie daheim im burgenländischen Sieggraben besucht. Was wir dabei erfahren haben, lesen Sie in der Märzausgabe der Pferderevue in unserem großen Portrait über "Bella Belinda".



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