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04.09.2011

Gold und Silber für Pepo Puch

Der Steirer Pepo Puch überzeugt bei den zweiten Paradressur-Europameisterschaften in Belgien auf allen Längen und gewinnt mit seinem Pferd Good Boys Feeling neben Gold im Teambewerb auch noch Silber in der Kür.

Das ist der Stoff, aus dem die Träume sind: Noch vor drei Jahren schien für Pepo Puch nach seinem schlimmen Reitunfall alles aus und vorbei. Bei einem Sturz in der Vielseitigkeits-Prüfung in Schenefeld erlitt der Steirer Verletzungen an der Wirbelsäule und einen inkompletten Querschnitt. Von diesem Moment an veränderte sich sein Leben von Grund auf. Doch Pepo Puch gab nicht auf und arbeitete hart an seinem Weg zurück auf den Pferderücke und in den Sport.

Heute, fast genau drei Jahre später, sind die Tränen der Verzweiflung den Freudentränen gewichen. Mit seinem Pferd Good Boys Feeling  holte er bei der Paradressur-Europameisterschaft im belgischen Morseele am Samstag die erste Goldmedaille in dieser Disziplin für Österreich. Als Nummer eins in der Weltrangliste galt der Steirer bereits im Vorfeld der Veranstaltung als Goldfavorit: „Ich war mir meiner Rolle bewusst. Trotzdem habe ich mir selbst keinen Druck gemacht, sondern nur das getan was ich kann: Gut reiten!“

Obwohl Puch von einer starken Verkühlung geplagt war, zeigte er sich im Sattel von Good Boys Feeling topfit. Das Paar präsentierte eine ausgezeichnete Vorstellung und ließ seinen 15 Mitstreitern keine Chance. „Ich bin so glücklich. Mit diesem Triumph habe ich mich wieder eine Sprosse auf meiner selbst kreierten Leiter hinaufgearbeitet“, ließ der Österreicher unmittelbar nach seinem Erfolg seinen Gefühlen freien Lauf und meinte unter Tränen: „Ich habe mein Schicksal angenommen und versuche das Beste daraus zu machen. Heute hat sich mein Leitspruch wieder bewahrheitet: Was denkbar ist, ist machbar!“

Auf Gold folgt Silber

Noch mehr Edelmetall folgte bei der Kür am Samstag. Mit 75,15 Prozent musste sich Puch am Ende nur der Dänin Stinna Kaastrup und ihrem Pferd Tange Labbenhus Snovs (76,60) geschlagen geben. Bronze ging an das finnischen Paar Katja Karjalainen und Rosie (73,050). Insgesamt waren 15 Teilnehmer am Start.

Durch Fleiß und harte Arbeit zum Erfolg

Pepo Puch, der von sich selbst zwar behauptet „kein Reittalent“ zu sein, trainiert täglich auf seiner eigenen Anlage. „Die Reiterei wurde mir nicht in die Wiege gelegt. Schon vor dem Unfall musste ich hart arbeiten, um besser zu werden. Das gleiche gilt heute, nur eben auf einem anderen Niveau“. Um sein Potential voll ausschöpfen zu können nimmt der Steirer regelmäßig an Trainingskursen teil und pflegt seine internationalen Kontakte nach Kroatien, Deutschland, England und Italien.

Samstag, 3. September – Teambewerb – Grad 1b

Gold: Pepo Puch (AUT) - Good Boy's Feeling – 73,696 %
Silber: Stinna Tange Kaastrup (DEN) - Labbenhus Snovs – 72,217 %
Bronze: Jens Lasse Dokan (NOR) – Sisco – 71,696 %

Sonntag, 4. September - Kür - Grad 1b

Gold: Stinna Tange Kaastrup (DEN) - Labbenhus Snovs – 76,600 %
Silber: Pepo Puch (AUT) - Good Boy's Feeling – 75,150 %
Bronze: Katja Karjalainen (FIN) – Rosie – 73,050 %
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