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15.04.2012

Grand National fordert erneut zwei Pferdeleben

Auch die 165. Austragung des berüchtigtsten aller Jagdrennen ging nicht ohne Pferdeopfer ab. Synchronised und According to Pete mussten nach Stürzen eingeschläfert werden.

Trotz einiger Adaptierungen an Strecke und Hindernissen kamen auch 2012 erneut zwei Pferde im Grand National Jagdrennen ums Leben. © Neil Johnson - Fotolia.com
Trotz einiger Adaptierungen an Strecke und Hindernissen kamen 2012 erneut zwei Pferde im Grand National Jagdrennen ums Leben.
© Neil Johnson - Fotolia.com
Dass Tierschützer seit Jahren Sturm gegen das traditionsreiche Steeplechase-Rennen laufen, scheint wenig zu bewirken. Mit den beiden aktuellen Todesfällen erhöhte sich die Zahl der verunglückten Pferde seit dem Jahr 2000 auf 35 – daran konnten auch die geringfügigen Änderungen, die im vergangenen Jahr an einigen Hindernissen vorgenommen worden waren, nichts ändern. Zwar betonte Renn-Organisator Julian Thick am Samstag im Gespräch mit der BBC dass "Sicherheit bei uns höchste Priorität hat. Wir sind unglaublich traurig über den Verlust der beiden Pferde", als Pferdefreund fällt es jedoch recht schwer, seinen Worten Glauben zu schenken. Immerhin geht es beim Grand National vor allem um zwei Dinge: Ruhm und jede Menge Geld. Rund 950.000 britische Pfund Preisgeld winken den siegreichen Teilnehmern.

Als Todesfalle erwies sich einmal mehr der berüchtigte „Becher’s Brook“, eine mächtige Hecke mit dahinterliegendem Graben, die an der Absprungstelle 1,60 Meter misst und 2,40 Meter an der Landungsstelle. Sechs Meter muss ein Pferd insgesamt springen, um das gefürchtete Hindernis zu überwinden. Zahlreiche Pferde kamen an diesem Sprung schon zu Sturz und zogen sich Bein-, Genick- und Wirbelsäulenbrüche zu. 2011 musste dort Dooneys Gate bei der ersten Runde des 7,2 Kilometer langen Rennens sein Leben lassen. Heuer erwischte es mit Gold-Cup-Sieger Synchronised sogar einen der Mitfavoriten auf den Sieg. Der neunjährige Wallach kam in der ersten Runde an eben diesem Hindernis zu Sturz, lief aber vorerst ohne Jockey weiter bevor er kurze Zeit später zusammenbrach. Der Außenseiter Accoring to Pete stürzte dann eine Runde später bei Becher’s Brook. Beide Pferde zogen sich schwerwiegende Beinbrüche zu und mussten umgehend eingeschläfert werden. "Der Tod von zwei Pferden im Grand National ist absolut inakzeptabel", sagte Gavin Grant, Vorsitzender des Tierschutzbundes RSPCA, im Gespräch mit der BBC und fordert eine neuerliche Überprüfung der Rennbedingungen.

Sieg für Neptune Collonges nach Fotofinish

Von den 40 gestarteten Pferden kamen nur 15 ins Ziel, die beiden ersten von Ihnen lagen dabei so dicht beeinander, dass erst die Analyse des Zielfotos Aufschluss über den tatsächlichen Sieger gab. Der Schimmelwallach Neptune Collonges schloss mit einem starken Finish zu dem bis dahin führenden Sunnyhillyboy auf, um ihn in letzter Sekunde den Sieg vor der Nase wegzuschnappen. Fünf Längen hinter dem Zweitplatzierten kam der von Katie Walsh gerittene Seabass, ein Stallgefährte des verünglückten Synchronised, ins Ziel. Vorjahressieger Ballabriggs beendete das Rennen an sechster Stelle.
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