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18.08.2012

Grauer Samstag für Österreichs Voltigierer

Tragischer Verlauf für Österreichs Voltigierer: Am vorletzten Wettkampftag der Voltigier-Weltmeisterschaften in Le Mans fiel erst Lisa Wild aus den Medaillenrängen, dann brachte sich Stefan Csandl selbst um eine Medaille. Am Nachmittag rutschte auch der RC Wildegg von den Edelmetall-Rängen ab.

Dass der heutige Tag im Pferdesportzentrum Boulerie Jump nicht komplett schwarz, sondern eher grau ausfiel, verdankt die rot-weiß-rote Equipe den Tirolern Jasmin Lindner und Lukas Wacha, die den Pas-de-Deux-Wettbewerb deutlich für sich entschieden.

Die erst 17-jährige Lisa Wild, die am Freitag mit ihrer Salto-Weltpremiere glänzte, hat trotz eines neunten Platzes im Technikprogramm noch gute Chancen auf eine Medaille. Mit einer 7,767 in der Technik steht sie mit Rabon (Longe: Nina Rossin) momentan auf Platz vier. Gold scheint vergeben: Die Britin Joanne Eccles gewann heute deutlich und steht vor dem Kürfinale mit über drei Zehntel Punkten Vorsprung ganz oben. Doch auch für Wild ist noch einiges drin. Der Abstand zu Silber beträgt 0,076 Punkte. Bronze ist sogar nur acht Tausendstel entfernt. Die weiteren Österreicherinnen folgen im inoffiziellen Zwischenstand aktuell auf Platz acht (Christa Kristofics-Binder) und neun (Jasmin Gipperich).

Pech für Stefan Csandl

Bei den Herren ereignete sich im dritten Umlauf eine österreichische Tragödie. Stefan Csandl, seit vielen Jahren die Medaillenhoffnung Nummer eins und bis zum heutigen Tag noch auf direktem Edelmetall-Kurs, brachte sich auf dem britischen Pferd Solitaire Legacy (Julie Newell) einmal mehr um die Lorbeeren. Gleich zu Beginn der Pflichtkür patzte er beim Stehen. Viele kleinere Unsicherheiten zogen sich bis zum missglückten Abgang durch. Eine desaströse 6,06 machte für den 24-Jährigen jegliche Medaillenhoffnungen zunichte.

Wesentlich besser lief es für Lukas Wacha, der mit 7,771 Rang sechs in der Tageswertung belegte und sich insgesamt auf Platz sechs mit geringem Abstand auf die vor ihm liegende Konkurrenz hat. Sollte ihm am Sonntag eine ähnlich gute Kür wie im ersten Durchgang glücken, ist sogar noch Bronze drin. Gold und Silber machen wohl Lokalmatador Nicolas Andreani und der deutsche WM-Debütant Erik Oese unter sich aus.

Den von Wacha angepeilten dritten Platz möchte auch der RC Wildegg zurückerobern. Die Mannschaft von Maria Lehrmann kassierte auf Libretto in der ersten Kür nur die fünftbeste Note (8,011) und musste Frankreich im Zwischenergebnis vorbeiziehen lassen. In Führung liegt weiterhin die Schweiz, die sich vom deutschen Team nur 0,068 Punkte abnehmen ließ. Frankreich hat vor dem Finale 0,151 Zähler Vorsprung vor Österreich.

Wacha und Lindner top im Pas-de-Deux

Das aus rot-weiß-roter Sicht erfreulichste Ergebnis gab es im Pas-de-Deux-Wettbewerb. Als letztes Duo in den Zirkel eingelaufen, setzten Lukas Wacha und Jasmin Lindner auf Elliot (Klaus Haidacher) ein Ausrufezeichen. 8,891 Punkte waren der deutliche Tagessieg vor den britischen Eccles-Schwestern (8,67) und den Amerikanern Megan Benjamin und Blake Dahlgren (8,549). Auf Rang sieben liegen Evelyn Freund und Stefanie Millinger (7,668).

Fahrplan für morgen

Der morgige Finaltag wird von den Damen eröffnet (10 Uhr). Um 11.45 Uhr folgen die Herren. Im Anschluss fallen die Medaillenentscheidungen im Pas-de-Deux (14.15 Uhr). Die Teams ermitteln ab 15.45 Uhr ihre Weltmeister anno 2012. Übertragen werden die achten Weltmeisterschaften der Voltigiergeschichte (ausgenommen Weltreiterspiele) live im Internet unter www.feitv.org.
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