Array ( [2000] => Home [2005] => Nachrichten [1011] => Marktkurzinfos [1026] => Marktanalysen [1016] => Reportagen [1044] => Über Uns [1046] => Das Team [1045] => Mediadaten [2021] => Impressum [2022] => AGB )
21.02.2015

Graz: Weltcupsieg für Lisa Wild!

Das Weltcup-Finale der Damen wurde am Samstagnachmittag zu einer Zitterpartie erster Güte. Der beeindruckenden Aufholjagd der Schweizerin Simone Jäiser zum trotz heißt die neue Weltcupsiegerin Lisa Wild, die damit ihrer mehr als gelungenen Comeback-Saison vor Heimpublikum die Krone aufsetzte.

Nach ihrer schweren Verletzung 2012 und dem langen Weg zurück ist die 19-jährige Salzburgerin Lisa Wild endlich ganz oben angelangt. In Graz krönte die Salto-Queen ihre hervorragende Comeback-Saison mit ihrem ersten Weltcuptitel. © Tomas Holcbecher
Nach ihrer schweren Verletzung 2012 und dem langen Weg zurück ist die 19-jährige Salzburgerin Lisa Wild endlich ganz oben angelangt. In Graz krönte die Salto-Queen ihre hervorragende Comeback-Saison mit ihrem ersten Weltcuptitel.
© Tomas Holcbecher
Der sportliche Höhepunkt des Grazer Festes der Pferde am Samstag waren ganz klar die Weltcup-Finalbewerbe der Voltigierer. Im Damen-Einzel gingen fünf junge Athletinnen im Kampf um den Titel an den Start. Die besten Karten hatte dabei Salzburgs Lisa Wild, die sich am Vortag mit gutem zwei-Zehntel-Vorsprung als Halbzeitführende in diesen Bewerb an der Spitze positioniert hatte. Im finalen Umlauf gab die Konkurrenz deshalb alles - die erste Starterin, Carola Sneekes sogar etwas zu viel: Mitten in der Kür zeigte die Niederländerin Nerven und stürzte.

Wilds wohl größte Konkurrentin, die Schweizerin Simone Jäiser, die als Halbzeit-Zweite ins Rennen ging, legte im Vergleich zum Vortag indes noch eins drauf. Mit einer lupenreinen Darbietung auf Luk erreichte sie 9,007 Punkte und brachte die führende Österreicherin damit in Zugzwang. Das Grazer Publikum feuerte die 19-Jährige bereits lautstark an als sie mit Robin und Longenführerin Nina Rossin die Arena betrat. Wild vollführte ihre anspruchsvolle Kür zur Musik „Prituri Se Planinata“ fehlerfrei und rettete mit einer Wertung von 9,018 Punkten hauchdünn den Weltcup-Gesamtsieg vor Jäiser, die sich schlussendlich um nur einen Hundertstelpunkt (9,008) geschlagen geben musste. Die Verkündung der Wertnote und der Platzierung feierten Wild und Rossin mit einer spontanen Walzer-Einlage. Vorjahres-Weltcupsiegerin Anna Cavallaro (ITA) musste wie schon am Vortag mit Platz drei Vorlieb nehmen und schloss mit einer Gesamtwertung von 8,631 bereits deutlich hinter Wild und Jäiser.

Andreani holt zum Abschied den Weltcuptitel

Bei den Herren ging der Sieg an den Favoriten Nicolas Andreani auf Just a Kiss. Der mittlerweile 31-jährige Franzose gab bereits im Vorfeld bekannt, dass er nach dem Weltcupfinale seine aktive Karriere beenden wolle. In Graz gab's für charismatischen Voltigierer, dessen fantastische Einstein-Kür vermutlich noch lange unvergessen bleiben wird, nun den krönenden Abschluss einer beeindruckenden Karriere. In seinem letzten Bewerb erhielt Andreani für seine Kür zu einem Violin-Arrangement der Vier Jahreszeiten überragende 9,239 Punkte, die ihm eine Gesamtwertung von 8,964 einbrachten. Knapp dahinter belegte der Deutsche Thomas Brüsewitz auf Danny Boy Rang zwei. Brüsewitz war als Führender in die zweite Finalrunde gestartet, seine heutige Wertung von 8,715 Punkten reichte allerdings nur für Silber im Gesamtklassement (8,726). Den dritten Platz erturnte sich Brüsewitz’ Teamkollege Julian Wilfling auf Luino (8,546 Punkte).

Im Pas de deux-Bewerb fiel die Entscheidung zwischen lediglich zwei Paaren. Die Deutschen Gera-Marie Grün und Justin van Gerven gingen als klare Favoriten ins Rennen, nachdem sie das Warm Up am Donnerstag sowie den ersten Finalbewerb am Freitag für sich entschieden hatten. Doch auch das deutsche Paar zeigte im Finalbewerb Nerven: Grün kam beim Abgang zu Sturz. Der Punkteabzug war jedoch gering genug, dass die Noten trotzdem noch für einen klaren Sieg reichten. Mit einer Wertung von 7,871 Punkten gewann das deutsche Duo vor den Niederländern Esther und Carola Sneekes mit 7,203 Punkten.

Deutscher Sieg im Men Prize

Im ersten CSI3* Springen des Tages, dem mit 24.500 Euro dotierten Men Prize - ein internationales Zeitspringen über 1,45 m -  war für die heimischen Parcourspezialisten nichts zu holen. Ihre hervorragende Form in Graz bestätigten dafür einmal mehr die deutschen Springreiter. Mario Stevens holte sich mit der Oldenburgerstute Corlanda Old mit einem fehlerfreien Ritt in 58,96 Sekunden verdient den Sieg und nimmt ein Preisgeld von über 6.000 Euro mit nach Hause. Zusätzlich wurde ihm bei der Siegerehrung eine silberne Pferdestatue überreicht. Auf Rang zwei klassierte sich der Niederländer Marc Houtzager mit seiner neunjährigen niederländischen Stute Bylou. Platz drei ging am den Türken Derin Demirsoy auf Harry K. Nach seinem Sieg im European Youngsters Cup am Donnerstag darf er sich heute über ein Preisgeld von rund 3.600 Euro freuen.

Bester Österreicher wurde erneut Jürgen Krackow. Mit einem Abwurf in der Zeit von 73,14 Sekunden war für den Salzburger und seinen neunjährigen Boulahrouz heute allerdings nicht mehr als ein 15. Platz drin.
Wieder beste Amazone: Julia Kayser (T) triumphierte wie schon bei den Horse Indoors in Salzburg auch in Graz im Wettstreit der Damen. © Tomas Holcbecher
Wieder beste Amazone: Julia Kayser (T) triumphierte wie schon bei den Horse Indoors in Salzburg auch in Graz im Wettstreit der Damen.
© Tomas Holcbecher

Julia Kayser siegt bei den Damen

Was die Männer nicht zuwege brachten, war für die Frauen keine Angelegenheit. In der Ladies Tour gingen mit dem ersten und dem dritten Platz gleich zwei Podestplätze an Rot-Weiß-Rot. Die in den Niederlanden lebende Tirolerin Julia Kayser zeigt mit ihrem Sterrehof’s Cayetano Z eine hervorragende Runde, blieb fehlerfrei und kam mit Bestzeit ins Ziel. Damit ließ sie die Konkurrenz hinter sich und holte verdient den Sieg vor der Deutschen Ina von Bormann auf der zehnjährigen Stakkato-Tochter Rahmannshof Stagoldina. Platz drei ging mit Alice Janout und Wodka Lime an ein Paar aus Niederösterreich (0/74,72).

Zwei weitere Österreicherinen waren in diesem Bewerb ebenfalls platziert. Stefanie Bistan (NÖ) sprang mit Balisto AC auf Rang sieben. Sie hatten ebenso wie die zehnplatzierte Romana Hartl (OÖ) auf Clever Be B einen Abwurf.
Mannschafts-Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2012 Dorothee Schneider (GER), hat mit dem zehnjährigen Westfalen St Emilion ein vielversprechendes Nachwuchspferd im Stall. © Tomas Holcbecher
Mannschafts-Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2012 Dorothee Schneider (GER), hat mit dem zehnjährigen Westfalen St Emilion ein vielversprechendes Nachwuchspferd im Stall.
© Tomas Holcbecher

Dorothee Schneider bleibt auch im Spécial vorne

Die beiden Dressurqueens Dorothee Schneider aus Deutschland und Victoria Max-Theurer aus Österreich liefern sich seit Beginn des Festes der Pferde ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Nachdem Schneider den Grand-Prix der Spécial-Tour für sich entschied und Max-Theurer mit Blind Date die Qualifikationsprüfung für die Kür gewann, hatte am heutigen Tag wieder die Deutsche die Nase vorne. Mit ihrem schwarzen Westfalen Ullrichequine’s St. Emiilion erreichte sie im Grand Prix Spécial eine Wertnote von 73,843 %. „Ich bin sehr stolz auf St. Emilion, weil er sich mit seinen erst zehn Jahren so toll macht“, sagte Schneider im Interview bei der Siegerehrung. Seit fünf Jahren bildet sie den Sandro Hit-Nachkommen aus und freut sich schon jetzt auf zukünftige Bewerbe: „Ich denke er hat noch eine große Zukunft vor sich.“

Knapp dahinter platziert sich Victoria Max-Theurer mit Eichendorff auf Rang zwei. Für ihre Darbietung erhielt die 12-fache österreichische Meisterin eine Wertnote von 72,157%. Insgesamt präsentierte sich die österreichische Dressurmannschaft am heutigen Samstag sehr stark, denn auch die Plätze drei bis fünf gingen mit Astrid Neumayr (69,686 %) auf Rodriguez, Amanda Hartung auf Wolkenritter (67,490 %) und Martin Hauptmann auf Frechdachs H (67,333 %) an die rot-weiß-rote Equipe.

Ergebnisse
17 Jahre alt und immer noch gut in Schwung: Vici Max-Theurers Westfalenhengst Eichendorff musste sich im Grazer Grand Prix Spécial nur einem geschlagen geben. © Tomas Holcbecher
17 Jahre alt und immer noch gut in Schwung: Vici Max-Theurers Westfalenhengst Eichendorff musste sich im Grazer Grand Prix Spécial nur einem geschlagen geben.
© Tomas Holcbecher
Passier Skyscraper
  • Passier  Passier
Servus TV AD